Indo nach Puterie 1304nm
10.01. bis 14.02.25
Marina del Ray Wir nutzen den Tag um Serenity für den anstehenden Trip vorzubereiten. Da es in der Marina keinen Diesel gibt und auch kein Supermarkt in der Nähe ist müssen wir in der Medana Bay Marina stoppen um zu proviantieren. Eine Tagereise entfernt gen Nord segeln wir am folgenden Tag bei guten Bedingungen fast bis an die Boje. Mit dem Taxi werden die notwendigen Lebensmittel und der Diesel in der naheliegenden Stadt besorgt.
Am Abend nochmals gut essen in dem Marina Restaurant denn es wird für die kommenden Tage das letzte Mal gewesen sein. Ca. 1200 sm liegen vor uns bis wir in Malaysia die Puteri Marina erreichen werden. Auf der Strecke liegt noch ein Highlight das wir gerne anlaufen würden.
In Kumai an der Südspitze von Borneo kann mit einem kleinen Flußboot in den Regenwald fahren und Urang Utahs in freier Wildbahn beobachten.
Ich kann schon vorwegnehmen das wir aus Wettergründen die Insel nicht anlaufen konnten - leider -
Von Lombok weg geht es nördlich an Bali und Jawa entlang bevor wir ca 200 sm vor Jakarta den Kurs Richtung Nordwest anlegen können.
Doch nicht bevor wir den Dieseltank und die Kanister wieder vollgemacht haben. Jepara Yachtclub hat zwar keine Marina dafür ein gutes Restaurant und freundliche Helfer die mit unseren Kanistern zur Tankstelle fahren und sie uns gefüllt wieder an den Steg liefern. Perfekter Service !!
Auf der Strecke liegen nicht soviel Möglichkeiten um Diesel zu bekommen. Man muss seinen Verbrauch schon genau kalkulieren. Leider ist während dieser Jahreszeit die Strömung gegen uns und der Wind die meiste Zeit auf der Nase steht. Nachdem Serenity wieder voll getankt ist und wir auch das Essen im Restaurant genießen konnten geht es am folgenden Tag abends los. Das Wetterfenster passt für die nächsten 2 Tage und wir sollten die 270 sm in 2 Tagen schaffen - mal wieder komplett unter Motor. Unser Ziel ist eine Bucht der Insel Biliton. Hier gibt es ein Resort in dem wir hoffen uns nach den 2 Nachtfahrten an den gedeckten Tisch zu setzten. Pech gehabt - wegen Mangel an Gästen hat der Koch ein paar Tage frei.
Wir verlegen uns hinter eine kleine Insel da wieder starker NW Wind angesagt ist und liegen dort 2 Nächte sehr geschützt. Wir wollen in den Norden der Insel um dort nochmals zu tanken und aus Indonesien aus zu klarieren. Der Weg dahin gestaltet sich etwas schwierig da das Wetter bzw der Wind nicht wirklich mitspielt. Ich starte am frühen Morgen immer noch mit Wind bis zu 20 kt und Welle auf der Nase aber bedingt durch eine vorliegende Insel ist die Welle erträglich. In dem Kanal zwischen den beiden Insel finden wir auch einen geschützten Ankerplatz für die Nacht.
Bei dem Versuch am folgenden Morgen den Kanal zu verlassen und an der Nordseite der Insel zur Hafeneinfahrt zu segeln zwingt uns eine steile Welle von 3 mtr zum umkehren Weitere 3 Tage liegen wir gut geschützt vor Anker bevor es weiter gehen kann. Die Hafeneinfahrt ist Tidenabhängig bedeutet wir müssen Hochwasser genau abpassen zum einlaufen. Die See ist immer noch recht aufgewühlt aber die nur 10 sm an der Küste lang können wir gut segeln. Der Hafen bzw der Ort liegt an einem Fluß und wird fast täglich von Schleppverbänden befahren, dementsprechend sind die Ankerplätze mit meinem Tiefgang begrenzt. Tanjung Pandan ist eine typisch indonesische Hafenstadt, um mit dem Dingi anzulanden muss man erstmal die gefühlt hundert Fischerboote passieren. Hier haben wir einen Agenten kontaktiert der uns bei den Ausklarierungsprozeß und bei der Beschaffung von Diesel unterstützen wird.
04.02.25 Aus den geplanten 2 Tagen werden dann doch 3 da wir nachdem der Diesel verladen war schon 2 Std nach Hochwasser waren. Trotzdem probiert aber leider ohne Erfolg - eine Sandbank lässt uns nicht durch. Also wieder retour und am nächsten Tag pünktlich zum Tidenwechsel ging es ohne Problem raus. Mit dem passenden Wind können wir die Tagesetappe komplett segeln.
Nach weiteren 10 Tagen mehr motoren als segeln erreichen wir die Marina Puterie in Malaysia. Die Passage durch die meist befahrende Schifffahrtsstrasse der Welt die Indonesien von Singapur trennt war nochmal ein Highlight. Es fühlt sich ungefähr so an als wenn man mit einem Traktor die A3 bei Frankfurt kreuzen wollte. Die großen Pötte fahren hier wie an der Perlenschnur gezogen mit 15-20 kt Geschwindigkeit durch diesen Engpass
Man passt ein entsprechendes Fenster zwischen den Riesen ab und hofft das der eigene Motor keine Schwierigkeiten macht. Das AIS hilft enorm die entsprechenden Lücken zu finden.
Die Marina Puterie liegt direkt an der Grenze zu Singapur eingebettet zwischen Hochhäusern die entsprechend Schutz vor West bis Nordost Wind bieten. An der Marina Promenade gibt es einige Restaurants und somit ist fürs leibliche Wohl gesorgt.
Ein sicherer Platz um Serenity für ein paar Wochen abzustellen. Am 19.02 geht es per Taxi nach Singapur. Rund eine Stunde dauert die Fahrt und man ist im Zentrum von dieser beeindruckenden Stadt. Am nächsten Tag gehen unsere Flüge am frühen Morgen, meiner nach Frankfurt nonstop und Marcias nach Sao Paulo mit Stop in Istanbul.








