Vietnam

Vietnam

12.-22.10.2025

Zurück in der Werft geht es weiter mit den Baustellen Serenity und Olena.  Die Schreiner und der Lackierer können nicht immer so arbeiten wie sie möchten da es an einigen Tagen Sintflutartige Regenfälle hat. Sie sind aber optimistisch Ende September fertig zu sein. Unser Arbeitstag beginnt morgens um 8 und ended mit dem Feierabendbier um 18 Uhr. Mit dem Leihwagen können wir wenn immer es nötig ist in die Stadt fahren um Ersatzteile zu besorgen oder Teile zur Reparatur wegzubringen. So gehen unsere Tage dahin. Tatsächlich sind die Holz und Farbarbeiten Ende des Monats zu gut wie abgeschlossen und ich plane die Wasserung für die Anfang Oktober. Leider gibt es bis zum 27.10 keinen freien Termin zum kranen.

Ich berate mich mit Stephane und wir entscheiden uns spontan für einen Kurztrip. Vietnam stand noch auf meiner Bucketlist und so buchen wir die Reise für den 12-22.10  

Hanoi Wieder geht es per Bus nach KL mit einer Übernachtung weiter nach Hanoi. In Hanoi bleiben wir 2 Nächte. Wir erkunden die Stadt mit einem Guide und sehen so Ecken in die wir alleine niemals gegangen wären. Am Abend gehts zum Nightmarket zum Essen, anschließend noch ein Bierchen in einer der vielen Restaurants und als Abschluss den berühmten Zug durch die Stadt zu bewundern. Unser Flug geht erst am Nachmittag und so haben wir noch Zeit das Mausoleum des Präsidenten Ho Chi Minh zu besuchen. Hanoi war zwar nur ein kurzer Besuch aber es hat uns super gut gefallen. 

Danang Am Abend geht es dann per Flieger weiter nach Danang in Zentral Vietnam. Wir haben von Danang bis Saigon eine geführte Tour gebucht. Die nächsten 3 Tage werden wir in Danang von einem Guide am Hotel abgeholt und bekommen die Highlights der Umgebung gezeigt. Danang erinnert an Benidorm mit den Hotels, Bars und Restaurants an der Strandpromenade. Aber hier ist nur unser Hotel von dem wir jeden Morgen um 9 Uhr abgeholt werden. Am ersten Tag besuchen wir den Marmorberg an dessen Fuss liegt das Steinmetzdorf Non Nuoc, wo die einheimischen, geschickten Bildhauer zahlreiche Marmorprodukte herstellen, die in viele Länder weltweit exportiert werden. Für uns geht es auf den Thuy Son (Wasserberg) - Hier besuchen wir die Huyen-Khong-Höhle in der sich ein wunderschöner Cham-Buddha unter einem natürlichen Lichtstrahl befindet  

Bevor es zum Mittagessen geht besichtigen wir noch eine Kathedrale die zur Zeit der französischen Kolonialherrschaft gebaut wurde. Die Kathedrale ist zudem eines der wenigen Beispiele französischer Architektur, die in Da Nang erhalten geblieben sind. Nach dem Mittagessen fahren zur Halbinsel Son Tra, auch bekannt als Affenberg – die Kulisse von Da Nang. Hier gibt es die Linh-Ung-Pagode mit der höchsten Statue der Göttin der Barmherzigkeit Vietnams zu sehen. Zum Abschluss des Tages geht es noch zur Drachenbrücke. Hier lässt man am Wochenende den Drachen am Abend Feuer speien. Glück gehabt - wir schauen uns das Spektakel am nächsten Abend an. Am dritten Tag geht es Mittags los. Erst ein typisch Vietnamesisches Essen und dann mit vollem Bauch auf ein Flußboot vom Ort Cam Thanh nach Bay Mau. Das Kokosnuss-Wasserwaldgebiet ist etwa 7 Hektar groß und von Mangrovenwäldern, Kanälen und Häusern umgeben, die mit Kokosnussblättern bedeckt sind. Dort werden wir in ein Korbboot gesetzt und werden durch den Nipa Palmenwald gerudert. Wir wären wahrscheinlich keinen Meter weit gekommen da die Boote rund sind wie der Name sagt wie ein Korb.  Nach der interessanten Bootstour werden wir nach Hoi An gebracht. 

Die Stadt, seit 1999 Weltkulturerbe, bietet einiges. Von erfahrenen Schneidern und Modeschöpfern, die innerhalb weniger Tage ein komplettes Outfit anfertigen, eine Fototour im Morgengrauen entlang des Flusses, einem Besuch des lokalen Marktes von Hoi An, gefolgt von einem Bummel durch die kleinen Gassen zur Chinesischen Versammlungshalle, der berühmten Japanischen Brücke und dem alten Tan Ky Haus und auf der anderen Seite des Kanals befindet sich Chinatown. Wir begnügten uns mit einem Bummel durch die kleinen Einkaufsträßchen, in einem Strassencafe einen Eierkaffee probieren - sehr lecker -und einer eine Bootsfahrt, bei dem Blumenlaternen auf dem Hoi An-Fluss steigen gelassen werden.  Den Abend beenden wir in dann Danang an der Drachenbrücke.

Am folgenden und letzten Tag in Danang regnet es wie aus Eimern aber Program ist Program. Bevor es am Abend zum Flughafen geht steht noch ein Besuch auf den Ba Na Hills an  Dort wurde auf einem kleinen Berg ein Vergnügungspark der extra Klasse geschaffen. Mit der Seilbahn geht es hinauf und trotz starkem Regen ist der Park gut besucht. Das Highlight hier ist wohl die Brücke die auf riesigen Händen liegt. Wir schauen uns alles an aber es ist nicht wirklich unser Ding. Pünktlich werden wir am Flughafen abgesetzt und wir freuen uns schon auf Saigon oder Ho Chi Minh Stadt wie sie jetzt genannt wird 

Saigon Der Flug nach Saigon ist kurzweilig aber wir kommen wegen Verspätung doch recht spät im Hotel an. Nach dem Einchecken tauchen wir schon mal kurz in den Trubel der Großstadt ein, suchen wir uns noch eine Kleinigkeit zu essen und sind gespannt auf den nächsten Tag.  Pünktlich werden wir von unserem Guide, einer netten jungen Vietnamesin abgeholt und beginnen mit einer Stadtrundfahrt mit der Besichtigung des Wiedervereinigungspalastes, der ehemaligen Residenz von Präsident Ngo Dinh Diem des ehemaligen Südvietnams. Anschließend erreichen wir nach einem kurzen Spaziergang die Notre-Dame-Kathedrale, die als Wahrzeichen dieser dynamischen Stadt gilt. Sie befindet sich im Stadtzentrum von Ho-Chi-Minh-Stadt und ist bis zu 60 Meter hoch. Weiter geht es zum Hauptpostamt. Das von Gustav Eiffel entworfene Hauptpostamt zeugt von der französischen Präsenz im späten 19. Jahrhundert. Das imposante Gebäude erinnert an einen eleganten Bahnhof.  Die Zeit fliegt dahin und es heißt schon wieder Mittag. Wir genießen ein köstliches Mittagessen in einem lokalen Restaurant. Nach der Stärkung geht es weiter zur Nguyen-Hue-Fußgängerzone, einer der lebendigsten Fußgängerzonen Ho-Chi-Minh-Stadt.  Die Straße beherbergt außerdem charmante französische Kolonialarchitektur und kulturelle Sehenswürdigkeiten und bietet so eine faszinierende Mischung aus Alt und Neu. Wir laufen die Strasse auf und ab, suchen uns ein nettes Cafe und genießen - Leute gucken - Anschließend fahren wir weiter zum Hafen Bach Dang.  Auf einem Flußboot genießen wir einen einzigartigen Blick auf die typischsten Geschäftsgebäude der Stadt, darunter das Stadtviertel Vinhomes Central Park, den imposanten Landmark 81 Tower, den Bitexco Financial Tower und das grüne, ruhige District 2. Die Stadt ist schon beeindruckend und wurde früher nicht umsonst das Paris Indochinas oder Perle des Fernen Ostens bezeichnet wurde.

Am darauf folgenden Tag fahren wir ins 3 Std entfernte Mekong Delta. Dort steigen wir am Fuße der Phong Nam Brückein in ein Boot. Dieses fährt den Chet Say Fluss entlang, wo wir das alltägliche Leben am Fluss beobachten können, darunter den Warentransport per Boot und die Kokosnussverarbeitungsanlagen am Ufer. Wir besuchen einen traditionellen Ziegelofen und lernen die lokalen Techniken der Ziegelherstellung kennen. Eine Kokosnussbonbon-Manufaktur wo wir die warmen, frisch zubereiteten Bonbons direkt vor Ort probieren. Es geht wieder retour und anschließend mit dem Tuck Tuck zum Restaurant. Nach dem Essen genießen wir noch eine Kanufahrt durch die Nisa Palm Kanäle. Nach diesem eindrucksvollen Tag ruhen wir uns noch etwas im Hotel aus um uns anschließend ins Nachtleben von Saigon zu wagen. Positiv in dieser Großstadt ist man braucht keine Angst vor Überfällen oder ähnlichem Übergriffen zu haben. Wir starten den Abend mit einer Rundfahrt im Hop on Hop of Bus, gehen auf dem Nightmarket zu Abend essen und lassen den Abend bei einem Bierchen in in einem Strassenrestaurant enden. 

Unser dritter Tag in Saigon ist für mich das Highlight hier. Es geht zu den berühmt berüchtigten Tunnel von Vietnam die ich bis dato nur in Filmen und Dokus gesehen habe.

Die Tunnel von Cu Chi sind berühmt für ihre 200 Kilometer langen Gänge, ein unglaubliches unterirdisches Netzwerk, das von kommunistischen Soldaten während des Vietnamkriegs erbaut wurde. Bei diesem Besuch dieser Stätte bekommen wir die einen Eindruck wie in dieser Zeit des Vietnamkriegs gegen die Invasoren gekämpft wurde. Wir sehen wie die Vietkongs während dieser Zeit gelebt haben in unterirdischen Höhlen, wie der Rauch gefiltert wurde damit die unterirdischen Behausungen nicht entdeckt wurden. Aus welchen Altmetal-Bauteilen Waffen und Fallen gebaut wurden. Ich bin 100 mtr in einem dieser Tunnel gebückt gelaufen und war froh am Ende wieder aufrecht stehen zu können. Die Vietkongs waren zwar etwas kleiner als ich aber auch sie konnten nicht aufrecht dort unten laufen. Respekt wie diese Nation gegen die Großmacht USA gekämpft und am Ende auch gewonnen haben. Das war ein Erlebnis der besonderen Art - vieles von unserem Guide gehört was in den Filmen im Westen so nicht gezeigt wurde. 

Unseren letzten Tag in Saigon nutzen wir noch für ein bisschen Beachlife bevor der Fahrer uns abholt und zum Flughafen bringt. Nach dieser neuntägigen Reise nach Vietnam, die zwar eng getacktet war, aber mit all diese Eindrücke und den freundlichen Menschen die wir erlebt haben war es wohl nicht der letzte Besuch hier