Mi

02

Okt

2019

730 nm oder 1350 km nach Tonga

26. 09 bis 02.10.2019  Überfahrt nach Tonga –Vavau

Am nächsten Morgen nehmen wir Abschied von der netten Insel, den lieben Rangern und dem meisten anderen Booten. Deren Ziele sind Niue oder Samoa. Nur Nomad und wir machen uns auf den direkten Weg nach Tonga-Vavau. Der Wind ist wieder abwechslungsreich, genauso aktiv wechseln wir die Segel. Die Welle hat ordentliche 3m aber kommt meist langgezogen. Kochen ist wieder eine Aufgabe, wir lesen viel. Der letzte Tag muss der Motor ran. Wenig Wind und wir wollen noch vor Dunkelheit ankommen. Es zieht sich zu, regnet aber nicht. Die Fahrt um die Insel, vorbei an kl. u größeren grünen Inselchen, hinein bis in den Naturhafen v Neiafu (Puerte de Refugio – Hafen der Zuflucht) kommt uns vor wie in einem Fjord. Wir melden uns über Funk. Einklarieren bitte erst morgen. Und legen vor Nomad und Kisu den Anker. Weitere 730 sm sind geschafft. 

Datumsgrenze – mit der Einfahrt in das Gebiet v Tonga haben wir die Datumsgrenze überschritten. Uns fehlt nun der 1.Okt.2019, den wir dadurch übersprungen haben. Nun sind wir 11 Std. Deutschland voraus. Es ist noch nicht ganz der 180te Breitengrad, aber die Grenze wurde aus wirtschaftlichen Gründen hier einfach verschoben. 

0 Kommentare

Mi

25

Sep

2019

Suwarrow

18.09 – 23.09.2019  Maupiti - Suwarrow

Wir verlassen das freundliche ursprüngliche Maupiti und damit die Gesellschaftsinseln und auch Französisch Polynesien und nehmen Kurs auf Suwarrow. Dieses Atoll liegt etwa 5 Segel-Tages-Reisen entfernt und gehört zu den nördl. Cook Inseln. Hatten wir sonst oft mit zu viel Wind zu kämpfen, sind es die nächsten Tage eher mit zu wenig. Wir versuchen alle Segel die wir haben. Main, Genua, dann Gennaker, dann leider der Motor für eine Nacht. Der Wind dreht, kommt achterlicher und der Parasailor kommt zum Einsatz. Den hatten wir bisher auf den Marquesas nur -Probegesegelt- und experimentieren nun mit Leinenlänge und Windwinkel. Ein herrliches Segel! Die Nacht ziehen wir es runter, die Wolkenbilder um uns herum sind uns nicht geheuer. Die nächste Nacht bleibt es stehen und wir kommen gut voran. Den letzten Abend schläft der Wind innerhalb von 15 Minuten komplett ein und wir müssen wieder Motoren. Der Gedanke kommt auf an Suwarrow vorbei zu segeln, da wir voraussichtlich erst im Dunkeln ankommen und weder bei Dunkelheit durch den Pass wollen, noch die ganze Nacht vor der Einfahrt dümpeln wollen. Es zieht sich zügig zu, schwarze Wolken mit dicken Fäden ins Wasser um uns herum. Der Motor läuft, es fängt an zu regnen. Atoll und Pass kommen in Sichtnähe. Und wie schon so oft dieses Jahr durchfahren wir einen Pass in strömenden Regen und nur mäßiger Sicht. Die Karten passten und Greyhound hatte uns ihre Wegepunkte geschickt. So war es kein Problem und etwa eine Std. vor totaler Dunkelheit fällt der Anker, nach 670sm, zwischen sechs weiteren Booten, die meisten bekannt! Eine kl. Funkrunde noch, dann machen wir es uns gemütlich und gehen früh schlafen.

Suwarrow 24.09 – 25.09.2019 

Am nächsten Morgen scheint die Sonne wieder und vor uns liegt die kl. Palmeninsel mit Sandstrand auf der die beiden Ranger leben. Suwarrow ist ein Naturschutzgebiet, ein Atoll, die Ranger Harry und John leben hier ca.10 Monate des Jahres (bis 1.11), kein Versorgungsschiff, kein Internet. Es gibt zwei „Gebäude“, ein kleines mit Tausch-Büchern und eins mit großer Terrasse auf der wir dann unsere Papiere erledigen. Da es nur eine Außenstation von den Cook Inseln ist muss man sich vorher per Internet anmelden. Haben wir getan, fragt aber keiner nach. Harry füllt mit uns alle Papiere aus und erklärt uns dann freundlich aber bestimmt die Regeln des Atolls. Neben den üblichen Maßnahmen in einem Naturschutzgebiet, dürfen wir nur diese Insel betreten, die anderen Inselchen nicht. Seit Jahren bekämpft man dort durch Walfänger u andere Boote die vor vielen Jahren eingeschleppten Ratten und deren Folgen für Kokosnüsse und Vogelwelt. Northstar u Greyhound verabreden uns verbleibenden 6 Monohulls zum Sundowner an den Strand. Die Ranger sind dabei. Sehr relaxed und gemütlich. Am nächsten Morgen gehen wir noch vor dem Frühstück schnorcheln und werden belohnt. Ein riesiger Manta rochen, bestimmt 2,5m Durchmesser, komplett schwarz, zieht an der Putzerstation seine Runden. Nachmittags werden Jost und Simon/Northstar von Harry abgeholt. Angeln im und vor dem Pass ist angesagt. Nach nur einer Std. kommen sie stolz zurück mit 7 dicken Fischen (Barrakuda, Rainbowrunner, Wahoo..). John zerlegt mit ihnen die Fische. Einen Teil für heute Abend zum grillen am Strandund der Rest füllt unsere sechs Kühlschränke! Simon macht noch Poisson Crue, den rohen Fisch in Kokosnuss Salat, dazu den Fisch vom Grill und jeder einen Salat – Sehr lecker. Wir sind eine gemischte Truppe (2x US, 2X D, 1x Dänem., 1x Portugal) und jeder hat viel zu erzählen. Tom/Nomad packt seine Gitarre aus, später auch die Ranger, singen einheimische Lieder. Es wird dunkel, die Stimmung ruhig, wir genießen. Ein Jauchzer, wir leuchten mit den Lampen unter den Tisch und rund um uns herum – Hunderte v roten kl. Krabben mit ihren Muschelhäusern sind aufgewacht u laufen herum. Das ist jedoch noch gar nichts zu den etwa zwei Hände großen Kokosnuss Krabben die auch aus ihren Löchern gekrabbelt kommen. Früher war es eine Essens-Spezialität, heute stehen sie unter Naturschutz. Sie werden bis zu 60 Jahre alt und Harry vermutet die meisten so auf 20-30. Lustig und interessant und insgesamt ein wunderbarer Abend.

0 Kommentare

Mi

25

Sep

2019

Suwarrow

0 Kommentare

Di

17

Sep

2019

Maupiti

15.09 – 17.09.2019

Etwa 30sm sind es von Bora Bora nach Maupiti, die wir angenehm segelnd zurücklegen. Der Pass hinein in das kleine Atoll ist nicht breit und soll nicht bei Wellenhöhe über 1,5m befahren werden. Die Vorhersage stimmt, und wir wackeln uns durch die Wellen das erste Stück rein, dann ist es einfach. An den Markierungen entlang bis vor den Ort und dort im Sand den Anker gelegt. Hellblaues Wasser aber milchig trüb und das Wetter zieht sich zu. Wir machen es uns gemütlich. Am nächsten Tag fahren wir an Land und laufen auf der Uferstraße gen West. Vorbei an gepflegten kl. Gärten, voll mit Pampelmusen-, Zitronen- Brotfrucht- und einer Art Pflaumenbäumen. Ich frage an einem Haus, bin umzingelt von neugierigen Kindern, der Vater sagt lachend ich soll mit dem etwa 6 jährigen Sohn verhandeln, die Kids pflücken emsig und gegen ein faires Entgelt ist mein Rucksack danach voll mit dicken Pampelmusen. Serpentinen rauf, eine herrliche Aussicht genießend, Serpentinen runter, wenig Verkehr, freundliche Menschen unterwegs, saubere Wege, kein Müll. Hier gibt es Mülltrennung und wir sehen gleich mehrfach entsprechende Tonnen und einen Müllwagen. Wir landen auf der Westseite am Strand mit Aussicht auf eine flache blaue Lagune und dem kl. “Bistro“ –Chez Mimi- Sie hat nur ein paar Std. über Mittag auf und ist scheinbar ein bekannter Treffpunkt der Wanderer und Fahrradfahrer. Nur ein paar Tische, aber die sind belegt. Es schmeckt gut, wir genießen. Auf dem Rückweg wollen wir noch Brotbaumfrucht erstehen. Wieder frage ich höflich an einem Haus an vor dem ein dicker Baum voller Früchte steht und möchte bezahlen dafür. Sie lachen, nein, nein, Cest gratuite, und nein die Früchte sind noch nicht reif. Wartet. Weit hinter dem Haus holt sie zwei reife Früchte hervor und geht mit uns zum Nachbarn um dort weitere Pampelmusen zu pflücken. Wir unterhalten uns mit meinem Bröckel-französisch und Gebärdensprache, englisch nein, kann keiner. Lustig, nett und wieder bin ich sprachlos über die selbstverständliche Freundlichkeit. Schwer schleppen wir unsere Schätze dann zum Dingi. Wir verholen Serenity auf den Ankerplatz neben dem Pass, gehen schnorcheln, aber das Wasser ist trübe. Die Greyhound liegt neben uns und hat zum Kaffee eingeladen. Der ist lecker und gemeinsam quatschen wir uns in den Sonnenuntergang. Eigentlich wollten wir am nächsten Morgen los, aber erneutes Wetter update ergibt, dass das Wind-Loch doch nördlicher zieht als ursprünglich gedacht und wir heute fast nur Motoren müssten. Also bleiben wir noch einen Tag, schnorcheln morgens hier direkt v Boot weg (heute ist das Wasser klarer) zu den Mantarochen die regelmäßig morgens zu bestimmten Korallen-Stöcken kommen um sich von anderen Fischen –putzen- zu lassen. Wir hatten davon gelesen und ja, die Tiere sind da, riesig (2m Spannweite) wunderschön, elegant und relaxed.

 

0 Kommentare

Di

17

Sep

2019

Maupiti

0 Kommentare

Sa

14

Sep

2019

Nànà Bora-Bora

Nàná  Bora-Bora - Auf Wiedersehen Bora-Bora

Wir verlegen uns vor den Yachtclub. Beide Boote finden eine Boje. Wir klarieren aus,  kaufen ein und versuchen noch ein paar Kanister Sprit zu tanken. Leider kennt die Lady hier die eigenen Regularien nicht. Unser Zollbefreiungsschein aus Tahiti scheint sie nicht zu interessieren (hat überall sonst genau so funktioniert) Auch der Ausklarierungsbogen reicht nicht. Sie braucht eine Kopie. Olena hat einen Kopierer und die Kopie wird gemacht. Dann erst können wir den verbilligten Sprit haben. Stöhn! Nachmittags werden wir von Simon zur Whale Watching Tour abgeholt. Die Buckelwale ziehen von August bis Oktober zwischen den Australinseln und Tonga durch das warme Wasser um sich hier zu paaren und auch hier zu gebären. Nur zu Acht fahren wir raus und warten. Dann sehen wir zwei....drei mal Wale auftauchen und schnaufen. Das war es. Wir fahren weiter in den Süden und warten. Interessant ist allerdings das Sonar, welches im Wasser schwimmt und die Unterhaltung der Tiere wiedergibt. Wir bekommen Anweisung wie wir uns zu verhalten haben wenn wir schnorchelnd ins Wasser gehen. Eine Französin will unbedingt mit, hatte aber scheinbar noch nie geschnorchelt. Simon muss sie an die Hand nehmen, wir kommen nicht voran und die Tiere sind weg. Ich hatte den Nachmittag schon abgehakt und mit geschworen so was nie wieder zu machen. Ganz im Süden dann sehen wir eine Mutter mit Kalb, die auch auf einer Höhe bleibt und ab und an auftaucht. Dieses mal ohne Französin rein und zu viert hinter Simon her, stramm geschwommen. Da taucht plötzlich das riesige Buckelwal Muttertier mit dem Kalb schützend unter sich, direkt an uns vorbei, hoch und langsam wieder runter. Die Sonne schickt lange Strahlen ins tiefe Blau dazu.  – WOW! Wir folgen zügig schwimmend und das Kalb kommt noch zweimal hoch um Luft zu schnappen, spielt an der Wasseroberfläche, während die Mama unten schwebt und es immer im Auge behält. Gemeinsam tauchen sie abermals auf und dann sind sie in der blauen Tiefe entschwunden. So genial! Ich hatte nicht das Gefühl das wir die Tiere belästigt haben. Auch gab es außer uns kein weiteres Boot. Laure geht am nächsten Tag und hat doppelt Glück. Nicht weit vom Pass schwimen u springen mehrere Männchen und Delphine begleiten sie. Sie war mehrfach schnorcheln und hellauf begeistert. Was für ein Abschluss von Bora-Bora!

Verabschieden müssen wir uns hier auch nach vielen Monaten von der Olena, in denen wir fast immer zusammen gesegelt und alle Inseln und Atolle gemeinsam erkundet haben. Sie wollen wieder zurück zu den Marquesas und wir weiter – Eigenartiges Gefühl jetzt ohne sie weiterzusegeln. 

 

0 Kommentare

Sa

14

Sep

2019

Nànà Bora-Bora

0 Kommentare

Do

12

Sep

2019

Bora-Bora

04.09 – 12.09.2019     

Nach einem zügigen Segeltrip von 27sm,begleitet von ordentlich Welle die aber langgezogen und meist von Achtern kommt, wollen wir kurz vor der Durchfahrt in das Atoll von BoraBora den Motor anwerfen. Er geht wieder aus. Und noch einmal! Dann läuft er. Angespannt durchfahren wir die breite Einfahrt mit gut Gegenströmung, die Genua zum Teil aufgezogen und den Anker vorbereitet. Alles geht gut, wir motoren an dem langgezogenen Motu Toopua entlang in das riesige türkise Bojenfeld der Lagune. Die Boje ist schnell aufgenommen und Francis von BoraBora Yacht Service kommt auch direkt kassieren. Der Wind heult und jagt in extremen Boen zwischen 10 und 30kn über uns hinweg. Der Himmel wolkenverhangen machen wir es uns gemütlich. Der nächste Tag ist ähnlich. Jost schmeißt den Wassermacher an und zerlegt/inspiziert/reinigt die Spritleitungen/Filter etc. am Motor. Stephan hilft. Bei den harten Boen will er das Boot nicht alleine lassen und er brasselt ein wenig weiter. Olena nimmt mich mit und wir erkunden das kl. Örtchen von Vaitapee. Es ist auf die Kreuzfahrtschiffe ausgelegt, aber auch uns gefallen die netten Souvenierläden. Die Nacht war abermals unruhig und von harten Schwoi-Vorgängen begleitet. Am nächsten Mittag essen wir gerade eine Kleinigkeit und wollen danach ans Riff fahren schnorcheln, als Olena funkt wir sollen mal nach unserem Dingi schauen. Es liegt auf dem Kopf – mit dem Motor daran! Oh nein! Recht schnell haben wir das schwere Ding es wieder gedreht, aber der Motor muss schnellstens entsalzt/gespült/neu gefettet werden. Stephan hilft. Und schon sind die Männer wieder für Stunden mit reparieren beschäftigt – Arbeiten im Paradies, der Wind bläst. Am nächsten Tag dann fahren wir ans Riff und schauen den professionellen Booten beim Füttern der Rochen und Haie zu. Nicht lange, denn die Tiere sind hektisch nervös, zu viele zappelnde Beine im Wasser – Oh no, so nicht! Boje frei umrunden wir das Motu und wollen vor dem in allen Foren gelobte Bloody Mary Restaurant eine Boje ergattern. Es sind alle belegt und bei den Windbedingungen auf gut 20m ankern wollen wir nicht. Also gen Nord bis vor den Yacht Club. Nur eine Boje frei, die wir auch kurz aufnehmen, aber Olena kann nicht ankern. Als wir die Greyhound sehen, die gerade durch den Pass reinkommt, geben wir die Boje für sie frei und motoren zurück an die alte Stelle hinter dem Motu. Etwas frustrierend, es zieht sich wieder zu, Boen.  Wir hören per Funk das Greyhound die Boje ebenfalls wieder verlässt, da sie diese beim Einfahren hinter sich herziehen – angeblich sind doch überall neue sichere Bojen! (Zwei Monate vorher hat eine Boje genau dort einen uns bekannten Katamaran, bei starken Wind, nicht gehalten und er ist quer durch die Bucht in eins der herausgebauten Hotelbungalows getrieben) An nächsten Tag ein neuer Anlauf. Die Sonne scheint, der Wind ist weniger und stetiger. Vor dem Yachtclub ist wieder alles belegt, also motoren wir nördl. gen Ost um die Insel herum. Wow – an der nördl. Spitze angekommen wird es flacher und nur noch türkisblau! Wir müssen aufpassen und uns an drei sehr flachen Stellen durchschleichen, die aber durch Staken und auch auf Navionics genau ersichtlich sind. Wir nehmen im SO des Atolls eine Boje auf und genießen lange den herrlichen Rundumblick. Ein Meter unter dem Kiel, die langgezogene ganz flache Lagune vor uns, einiges an Palmgedeckten Hotel Bungalows in Sicht, wenig Boote um uns herum – wie in einem Werbevideo. Hier bleiben wir ein paar Tage. Jajapami kommt eingesegelt und legt sich neben uns. Wir haben uns eine Weile nicht gesehen und es gibt viel zu erzählen. Deren Jungs und die Kids der Olena sind kaum voneinander zu trennen. Die Abende werden meist gemütlich zusammen verbracht. Die Tage vergehen mit schwimmen, relaxen und kleineren Arbeiten. Das Wetter ist perfekt und wenn nachts der Vollmond leuchtet meint man wirklich das Boot liegt in einem glitzernden Schwimmbad.

0 Kommentare

Do

12

Sep

2019

Bora-Bora

0 Kommentare

Di

03

Sep

2019

Tahaa

02 & 03.09.2019

Wir haben zwar schon eine Perlenfarm besichtigt aber diese hier ist echt gut gemacht, die Leute superfreundlich und sehr interessant mitanzusehen wie der kl. Nukleus (Grund-Fremdkörper) fast im Akkord den Muscheln eingesetzt wird. In der Nachbarbucht Tapuamu werden Bojen frei. Wir verlegen uns. Es regnet mal wieder. Egal, wir gehen mit Wind/Regenjacke spazieren. Die SY –Lani- hatte uns einen unbefestigten Weg nicht weit der normalen Straße empfohlen, vorbei an diversen privaten Gärten, Farmen und viel Vanilleanbau. Trotz Regen eine richtig schöne kl. Wanderung an deren Beginn und Ende sich jeweils eine kleine Rum Destilliere befindet. Wenn das man nicht praktisch ist! Wirklich interessant ist aber nur PariPari. Zuckerrohranbau findet nicht auf großen Feldern statt, sondern auf vielen kl. Familienfarmen. So hat die Destilliere Verträge mit über 40 hiesigen Familien, denen sie die Pflanzen abnimmt. Zur Zeit ist Hochsaison und im Schuppen wird der Zuckerrohr gepresst, der Saft fermentiert, zum Teil nach Moorea zu einer größeren Anlage geschickt und zum Teil hier direkt gebrannt. Die Anlage hier kommt aus Deutschland (Stuttgart-Oberkirchen) Wir bekommen eine supernette kl. Führung durch den Garten mit Vanilleanbau, Blütenbefruchtung, diverse Gartenkräuter, Kokosnussöl & mehl -Herstellung und einer Rum-Verkostung danach. -Hmmm.-  Ganz im Rum-Element, gibt es Abends gegrillte und Rum-flambierte Bananen auf der Olena (Cyleane fragt zurecht, warum denn die Banane erst brennen muss, die schmeckt doch auch so!)

Das Wetter wird nicht besser, der Wind soll die nächsten Tage zulegen. Also machen wir uns auf nach BoraBora, bevor die Wellen zwischen den Inseln sich durch den Wind weiter hochschaukeln. 

0 Kommentare

Di

03

Sep

2019

Tahaa

0 Kommentare

So

01

Sep

2019

Raiatea

25.08. - 01.09.2019

In der Polynesischen Mythologie gilt die Insel als die Wiege Polynesiens. Der Überlieferung nach legten hier die großen Auslegerkanus zu ihren Reisen nach Rarotonga, Hawaii und Neuseeland ab. Vulkanberge, zahlreiche Wasserfälle und tief eingeschnittene grüne Täler prägen das Landesinnere, die höchste Erhebung ist 1017m. Zusammen mit der nördl. gelegenen Insel Tahaa werden sie von einem Riff mit zahlreichen Motus (kleinsten Inselchen) umschlossen. Früher als –heilige Insel- bekannt, war dies das religiöse, kulturelle u politische Zentrum der Altpolynesier. Die wichtigste Kultstätte war das Marae Taputapuatea und dem Kriegsgott Oro geweiht. Alle heiligen Stätten (Maraes) überall im Polynesischen Einzugsbereich erhielten einen geweihten Stein von diesem Ort. Die Überreste davon schauen wir uns morgen an. Von der Bucht Opoa in der Olena und wir nun vor Anker liegen können wir bereits hinüberschauen. Es wurde ein schöner, interessanter und heißer Vormittag. Ein weitläufiges Gelände mit einigen Opfer- und Huldigungsplätzen sind noch zu sehen und diverse Tafeln geben Auskunft. Allgemein gelten die Polynesier als die größten Navigatoren aller Zeiten. Aufgrund ihrer genauen Beobachtungen und hervorragenden Kenntnissen bzgl. Wind , Wetter, Meeresströmungen, Wolkenbildung, Sternen und deren Konstellation im Jahresverlauf sowie Verhaltensweisen von Vögeln und Fischen konnten sie gezielt ausgedehnte Fahrten unternehmen. Ihr Wissen um die damalige –Welt- zeigt eine Krake an deren Enden sich die jeweiligen Inseln Polynesiens und im Kern Raiatea befinden. Ein kleiner Wanderweg geht zügig bergauf und nach schweißtreibenden 20 min sind wir auf einem tollen Aussichtspunkt über dem Marae und der Lagune!

Aber damit nicht genug für heute. Wir gehen Anker auf und verlegen uns in die 4sm weiter nördl. Bucht Faaroa. Wir können Bojen aufnehmen und fahren mit den Dingis in den einlaufenden Fluss hinein. Nicht tief aber befahrbar schlängelt er sich weit rein durch das fruchtbare Tal, teilweise über uns zugewachsen. Herrlich. Ein Auslegekanu kommt uns entgegen. Wir lernen Andre kennen. Er hat eine Farm direkt am Fluss und ob wir an Gemüse interessiert wären. Sind wir. Er zeigt uns stolz sein gepflegtes Gelände (Banane, Taro, Pampelmuse, Limette, Guaven, Gurken, Ananas, Kokosnuss etc) und wieder mit –Olenas- Hilfe führen wir interessante Konversation. Zum Abschluss hieven wir neben Gemüse auch eine Bananenstaude ins Dingi – Die ziert nun das Heck der Serenity. Die nächsten Tage verlegen wir uns mehrfach. Zum Hauptort Uturoa, ein eher verschlafenes Städtchen, gehen am Wrack der Nordby tauchen (ein dänischer Dreimaster der hier 1900 gesunken ist), ankern ganz im Süden hinter dem kl. Motu NaoNao in einer traumhaften Kulisse – wie ein riesiger Swimmingpool- gehen zweimal in Pässen tauchen (beide Male war die Strömung nicht unser Freund und daher waren wir nicht lange unten) umrunden die Insel, schauen uns die Werft auf der Westseite an und sind nun wieder gegenüber von Uturoa in einem Ankerfeld hinter dem Riff. Das Wetter war die letzten Tage sehr wechselhaft. Gleich zwei Tiefs mit viel Regen u wenig Wind ziehen kurz hintereinander durch. Bei der Ein- und Durchfahrt bis in das Ankerfeld stand ich am Bug um neben den elektronischen Karten auch auf Sicht die Korallen –Bummies- anzuzeigen. Dabei regnete es ordentlich, ist diesig, windig und als der Anker endlich fällt bin ich patschnass und wir machen uns erst mal einen Tee. Mit im Ankerfeld liegt die Lani die wir auf den Marquesas kennengelernt hatten. Am nächsten Tag sind wir auf einen Nach-Frühstücks-Kaffee eingeladen. Der ist so nett das ruckzuck der ganze Tag auf dem schicken Katamaran mit Martins Spezialkuchen, Karolas perfektem Cappuchino und vielen nicht ausgehenden Themen verbracht wird. Wir haben die gleiche Richtung. Wir sehen uns wieder! Am nächsten Morgen segeln wir die Lagune zwischen Raiatea und Tahaa auf die Westseite, da wir es dort ruhiger vermuten. Das passt nicht ganz, liegen aber an einer Boje vor der Perlenfarm in der Bucht Vaiorea gut. 

0 Kommentare

So

01

Sep

2019

Raiatea

0 Kommentare

Sa

24

Aug

2019

Huhaine

18.08 -  24.08.2019    

Der Wind ist passend, die Welle wieder erheblich. Nach nun fast vier Wochen mehr oder weniger ruhigen Liegens, mag mein Magen den abrupten Wechsel gar nicht. Wir halten uns wieder an unser eingespieltes Wach-Schlaf System und gegen Morgen lassen Wind und Welle nach. In aller Ruhe segeln wir an der Westküste Huahines entlang, bestaunen die hohen Wellen und deren Gischt wenn sie ans Riff auflaufen. An der Passage lauern die Wellenreiter, denn direkt daneben bricht die langgezogene, hohe, hellblaue Welle. Wow, nicht schlecht. Das kl. Ankerfeld direkt vor dem Ort Fare ist gut besucht und so legen wir uns nach 92sm gegenüber ins türkisblaues Wasser, hinter dem Riff. Optisch herrlich gelegen, ist der Ankerplatz trotzdem schlecht. Der Anker hält im harten Sand schlecht, viele Steine, unsere Kette ist in Nullkommanix mehrfach verwickelt. Gute Strömung und wechselnde Winde/Fallboen lassen Serenity hart schwoien. Jost döst ein paar Std., ich unterhalte mich nett mit unserem Nachbarn aber danach haben wir die Nase voll. So kann man Serenity nicht alleine lassen und wir nicht ruhig ins Dörfchen gehen. Also Anker auf und 4sm gen Süd innerhalb der Lagune bis südl. des Motu Vaiorea motored und eine Boje aufgenommen. Huahine wird auch -die Wilde- oder –Garten Eden- genannt. Vom Tourismus noch nicht so erfasst und dicht grün mit eher hügeligen als bergigen Anhöhen leben hier etwa 6500 Menschen auf den 74km2. Ein aus zwei Inseln und kl. Motus bestehendes Atoll werden sie komplett von einem schützenden Ringriff umschlossen und durch eine Brücke verbunden und haben sogar einen kl. Flughafen. Auf all den Gesellschaftsinseln ist das bestreben groß Ankerbojen zu errichten um Korallen zu schützen. Unsere Boje wird schnorchelnd und einfahrend geprüft - Immerhin hängt „unser Haus“ daran. Direkt am Motu selbst gibt es Dingi Bojen und später schnorcheln wir wieder in einem bunten Aquarium. Eine Dingitour in die Baie Maroe, unter der alten Brücke durch dauert nicht lange, da der starke Wind eine spitze Welle hervorbringt und Dingi fahren nicht wirklich Spaß macht. Es zieht sich zu, regnet. Die Nacht und der ganze nächste Tag sind grau in grau, immer wieder Regenfälle. Egal wir liegen perfekt ruhig hier, hängen unsere neuen Seitenteile auf, liegen geschlossen und geschützt und lesen. Es wird besser, wir erkunden per Dingi den südl. Teil –Manaha Bay- mit dem gleichnamigen Resort. Traumhaft schön gelegen, Südseefeeling in türkisblau pur. Wieder am Boot sehen wir, das weit drinnen in der großen Bucht Wasserfontänen spritzen. Das kann doch nicht sein. Ein Wal innerhalb des Ringriffs? Ein paar mächtige Sprünge in der Ferne können wir beobachten dann ist wieder Ruhe. Abends sitzt die Crew der Greyhound bei uns zum Sundowner, es ist schon dunkel, als wir mehrmals die kräftigen Wasserfontänen direkt im Fahrwasser vor uns hören. Unglaublich. Als wir tags drauf Phillipe vom Strand kennenlernen, bestätigt er uns , das das vorkommt und das Tier irgendwann die Passage wieder raus schwimmt. 

Dann liegt die Olena wieder neben uns und wir verbringen alle einen angenehmen Nachmittag an dem kleinen Strand. Phillipe ist auf einer der Inseln geboren, war Pilot und für Tahiti/Frankreich auch im Irakkrieg. Jetzt ist er pensioniert und macht hier den Ranger für die Ecke, beantwortet unsere vielen Fragen, flechtet Körbe mit uns und gemeinsam machen wir Kokosnussbrot in Blättern des Hibiskusbaumes auf dem alten Grillrost überm Feuer. Als dann die Sonne rot glitzernd hinter dem Riff untergeht ist der Tag perfekt. Einen Tag noch in unserem kl. Paradies dann geht es Samstag zurück vor den Ort Fare, Eier, frisches Gemüse bei den kl. privaten Ständen gekauft, gutes Wasser getankt (dann muss der Wassermacher nicht ran) und dann geht es raus nach Raiatea. Bei langgezogener Dünung und kaum Wind können wir das zwar genießen, müssen aber leider die 21sm bis nach Raiatea motoren. Delphine begleiten uns durch den Pass hinein in die Baie Opoa.

0 Kommentare

Sa

24

Aug

2019

Huahine

0 Kommentare

Fr

16

Aug

2019

Moorea again

13.08-16.08.2019Die Ruhe am Ankerplatz – lässt zu wünschen übrig. Die Jetskis die dauernd um einen herum heizen oder die kl. Motorboote die ständig auf und ab flitzen, nerven schon gewaltig. Olena wartet noch auf Ersatzteile und bleibt noch, wir heben Anker auf und segeln wieder nach Moorea. Wieder wie beim letzten Mal, kurz vor dem Pass sehen wir einen Wal springen, wieder leider zu weit für die Kameras. Wir ankern abermals in der klaren Lagune vor Cook Bay. Jost macht weiter Trouble Shooting an dem Battery-Solar-Regler-Einspeisungs- Problem, das Dingi-Luft-Verlust-Problem wird mit weiteren Patchen bekämpft, wir lesen und relaxen, machen eine Dinghi Tour durch die obere Lagune und schnorcheln. Donnerstag ist Feiertag hier (Maria Himmelfahrt) und irgendwie hat sich die Jetski Gemeinde gegen uns verschworen. Wir verlegen uns in die Oponuhu Bay tief rein. Eingebettet in die hohen grünen Berge liegt man wie in einem ruhigen See – zu langweilig für Jetskis. Wieder machen wir ein Tourchen, suchen den Platz an dem angeblich Tikis im Wasser liegen sollen. Wir schnorcheln, finden wieder interessante Fische, aber keine Tikis. Samstag bereiten wir uns ein wenig vor, denn Spätnachmittags geht es per Nachtfahrt nach Huahine.

0 Kommentare

Mo

12

Aug

2019

Tahiti again

08.08.-12.08.2019

Als Abschluss einer intensiven Woche haben wir Drei am nächsten Tag abermals ein Auto und umrunden nun Tahiti. Das sind 120km Uferstraße und für lange Besichtigungen oder Wanderungen ins Inselinnere bleibt da nicht viel Zeit. Wir starten früh mit dem bunten Markt in Pepeete. Weiter an der Küste gibt es diverse schöne Aussichtspunkte auf schwarze Sandstrände, viele kl. ,meist gepflegte Orte, gute Obst und Gemüsestände!, wir durchlaufen den netten Jardin Vaipehi mit schönem Wasserfall und Pool, finden leider den im Buch so interessant beschriebenen Jardin de Mataoa nicht (auch die Hiesigen kennen ihn nicht), finden aber direkt die Grottes de Maraa und die Tropfsteinhöhle Vaipoiri (in dem kalten Süßwasser kühlen wir unsere Beine). Vorher genießen wir bei grandioser Aussicht auf die riesige überschlagende Welle und Wellenreiter einen Kaffee bei Papara. Im Musee de Tahiti halten wir an und wandern durch die Parkanlage. Das Museum selbst wird zur Zeit renoviert und ist nur teilweise zu besichtigten. Wir verzichten. Zurück in der Marina dann eine böses Erlebnis. Unser Dingi ist auf beiden Seiten schlapp und der Motor hängt so gerade noch über Wasser. Wir haben Funk mit und Stephan/Olena ist schnell helfend zur Stelle. Wir pumpen auf und schaffen es bis zum Boot. Schnell Motor hochgezogen und Dingi vorne auf den Bug gehievt. Das gibt viel Flickarbeit – wieder mal und das Dingi ist noch nicht alt. Stöhn. Stephan macht wieder den Fahrdienst und bringt Jost u Verena dann nun mit Koffern an die Marina. Sie hat eine lange Nacht und Tag vor sich bis sie wieder in Mexico ist. Schade, so schnell alles wieder vorbei. Als Stephan, Jost wieder abholt, sehen sie schemenhaft ein Dingi treiben, ein Mann mit Armen paddelnd. Der Motor defekt, kein Paddel dabei, hätte er es niemals bis zu seinem Boot geschafft. Die Beiden helfen schnell und haben dann noch ein nettes Bier auf dem Boot der Franzosen. Den nächsten Tag haben wir noch einige Std. das Auto. Das muss genutzt werden. Zu Dritt legen wir früh los und klappern diverse Auto-, Elektro-, Installations-, Kugellagerläden etc. ab. Stephan kennt irgendwie überall was und wir alle werden fündig. Abschließend einen Supermarkt Einkauf, dann bringt Jost das Auto weg und wir eilen zum Puddle Jump Meeting das in der Marina veranstaltet wird. Altbekannte und neue Gesichter, gute Informationen über die noch kommenden Inseln – ein guter Service der Puddle Jump Group. Die nächsten Tage werden mit Wassermachen, Dingirep. Wäsche, netten Sundownern etc. in aller Ruhe am Ankerplatz verbracht.

0 Kommentare

Mo

12

Aug

2019

Tahiti again

0 Kommentare

Mi

07

Aug

2019

Moorea

31.07 -7.08.2019

Gegen späten Vormittag segeln und Motoren wir die kurze Strecke (19sm) auf die kleinere Nachbarinsel. Kurz vor der Passage in die Cook Bay, kommt plötzlich ein –Hey, da!- von Jost. Ein Buckel-Wal kommt unweit der Olena aus dem Wasser geschossen. Zwei weitere Male können wir das große Tier springend beobachten, mehrere Male dreht es sich auf der Wasser Oberfläche und alles schäumt – alles in sicherem Abstand – gewaltig. Von hier bis Tonga halten sich die Wale um die Jahreszeit auf um ihre Jungen zur Welt zu bringen. Wir durchfahren den breiten Pass zur Cook Bay und schwenken direkt links ab und der Anker fällt in hellblauem Wasser unweit des Riffs. Einige Boote hier, aber Platz für alle. Wir gehen ausgiebig schwimmen und schnorcheln, fahren mit dem Dingi in die Cook Bay hinein und genießen den Ausblick auf die hohen grünen Felsformationen und in die Täler, gehen tauchen über den vielfältigen Korallen des Außenriffs und machen es uns gemütlich. Dann verlegen wir uns in die Opunuhu Bay. Das Wasser ist hier grün vom einlaufendem Flusswasser aber wir liegen unglaublich ruhig und wieder in traumhafter Kulisse - Ich weiß, Berge und Südsee passen für einige nicht zusammen aber das liegt immer im Auge des Betrachters und die Insel hat echt viel zu bieten. Das merken wir, als wir uns mit den Dingis auf Erkundungstour machen. Westl. des Passes, innerhalb der Riff Lagune ankern einige Boote in klarem Wasser mit Sicht auf den sandigen Boden. Ein Stück weiter wird es flacher, Staken weisen den Weg durch die Korallen bis zu den ins Wasser gebauten Holzbungalows einer Hotelanlage und den beiden privaten Palmenbewachsenen Motus (Inselchen) Fareone und Tiahura. So sieht Südsee immer auf Bildern aus. So schön! Die Krönung aber sind die Stachel-Rochen die an einer Stelle im flachen Wasser mit den Menschen spielen. Ja, sie werden teilweise gefüttert und sind wohl auch deshalb so zutraulich aber es ist echt ein Schauspiel und auch eine tolle Erfahrung wenn sich die großen Tieren den Rücken kraulen lassen (als wenn wir Putzerfische wären) und sie sich mit ihrer weißen Unterseite an einem entlang tasten. Und weil es so schön war machen wir das zwei Tage später gleich noch einmal. Dazwischen wird’s sportlich. Wir machen eine Wanderung hoch zum Belvedere Aussichtspunkt und zurück (gesamt 10km). Vorbei an Kühen auf grünen Wiesen, Ananasplantagen, einem Agricultur-zentrum, Reste eines größeren Marae (altpolynesische Tempelanlage) bis hoch zu einem Punkt von wo aus man beide Buchten in Sicht hat. Einzig die vielen Quads die den Weg auch rauf/runter fahren sind nervig. Wir verlegen uns abermals. Nun tief rein in die Cook Bay. Auch hier liegen wir perfekt ruhig. Am nächsten Tag haben Olena und wir zwei kleine Autos gebucht und machen zu Acht eine Inselrundfahrt. 60km lang ist die Ufer-Ring-Straße nur aber wir halten oft an. Hellblaue, fast weiße Lagunen hinter Riffstreifen wieder mit den kl. Wasserbungalows erinnern an Werbevideos. Moorea wird auch  das –Geschenk der Götter an die Polynesier- genannt. Die herzförmige Insel ist nur 17km v Tahiti entfernt mit majestätischen Vulkangipfeln. Die ca 18T die entlang des schmalen Küstenstreifens siedeln haben sich auf den Anbau von Ananas spezialisiert. Und so sieht man Ananasfelder am Berghang und kl. Obststände am Straßenrand – klar das wir da zugreifen. Bei Afareaitu fahren wir ins Landesinnere, bis hoch zu den letzten Häuschen im dichten Wald, bekommen den Weg zum Wasserfall erklärt und laufen eine gute halbe Std. über Stock und Stein bis zu einem echt netten Wasserfall mit kl. Pool davor. Picknick und genießen sind angesagt. Wieder beim Auto angekommen werden wir gefragt wie es uns gefallen hat. Überhaupt, die Menschen hier sind unglaublich freundlich und oft auch interessiert wo man herkommt und was wir uns alles ansehen wollen (meist in Franz. manchmal aber auch in Engl.). Am Tiki Theatre Village wird uns –Franz Polyn. an einem Tag- versprochen. Polyn. Häuser, Werkzeuge, Lebensweisen etc., nett gemacht, ein wenig touristisch. Ein super schöner Tag. Nach einer sternenklaren ruhigen Nacht fahren wir am nächsten Tag zurück nach Tahiti. Abermals mehr motorend als segelnd haben wir trotzdem eine schöne Überfahrt. Wieder ankern wir am Riff zw. Marina Taina und Flughafen. Abends gehen wir auf Einladung v Verena im Restaurant nahe der Marina essen. Poisson Crue, Thunfischtartar, Shrimps – so genial lecker. 

0 Kommentare

Mi

07

Aug

2019

Moorea

0 Kommentare

Di

30

Jul

2019

Tahiti & Marina Leben

17.07 – 30.07.2019 Marina Leben

Am nächsten Tag gibt’s Platz für beide Boote und gegen Mittag dürfen wir in die Marina. Jost schiebt Serenity perfekt in unseren angewiesenen Platz und die Mooring Leinen sind schnell angereicht. Die andere Seite unseres Piers besteht nur aus Megayachten. Wir erkennen den schicken großen Segler Marae wieder, der uns bereits in den Marquesas aufgefallen ist und daneben liegt der größte Segel-Katamaran der Welt, die Hemisphere. Keine schlechte Aussicht aus unserem Cockpit. Die schickten Boote, dahinter das Wasser, das Riff und die Insel Moorea mit den hohen Bergen. Aber zum schauen bleibt nur wenig Zeit. Wir haben eine lange Liste die abgearbeitet werden will. Wir schrauben, schmieren, zerlegen, inspizieren, waschen, polieren bis nach gut einer Woche die Ankerwinsch wieder schnurrt (und nicht quietscht), der Rumpf gereinigt, der Cockpit Tisch wie neu aussieht, alle Schränke/Wände und Wäsche frisch duften (die Feuchtigkeit der letzten Wochen hatte überall ein wenig Muff hinterlassen) und noch tausend Kleinigkeiten zwischendurch. Zwei Supermärkte sind in Laufweite. Es ist zwar arg teuer aber es gibt alles – auch Eier. 

Ursprünglich wollten wir ja früher auf Tahiti sein um ein wenig am jährlichen Heiva Festival teilhaben zu können. Die sind eigentlich vorbei, aber eine Show der Gewinner Gruppen gibt es noch – und wir bekommen noch Karten. Früher wurden die Geschichten erzählenden Tänze, Gesänge, Speerwerfen, Kokosnuss schlagen, Bananenläufe etc. zwischen den Inseln wie ein Sport Wettkampf ausgetragen. Die Missionare verboten diese heidnischen Gebräuche. Erst De Gaulle, angetan vom Tanz eines kl. Mädchens, erlaubte diese wieder. Heute werden Anfang Juli bis zum 14.7 (dem Nationalfeiertag Frankr.) diese feierlichen Wettkämpfe wieder ausgeübt. Der Abend war absolut Spitze. Die Gruppen steigerten sich in Choreografie, bunten Kostümen und Tempo, die Musik laut und temperamentvoll. Teilweise 300 bis 400 Männer und Frauen auf der Bühne. Für mich aber waren die Einzel Tänzerinnen und Tänzer der Hit. Diese Körperbeherrschung, der Hüftschwung und Eleganz – ein gelungener Abend. Nach zehn Tagen Marina Leben mit viel Arbeiten aber auch netten Annehmlichkeiten wie viel Wasser, Duschen, Internet etc. gehen wir wieder vor Anker. Nicht weit von der Marina entfernt, kurz vor dem Riff, in hellblauem Wasser. Sicht auf Moorea auf der einen Seite, Sicht auf die ins Wasser gebauten kl. Strohdachhäuser des Hotels auf der anderen Seite. Jetzt wird erst mal wieder geschnorchelt und relaxed – und dann schauen wir uns die Stadt an – und am Dienstag bekommen wir lieben Besuch.

 

Papeete

Kurz stramm geschwommen sind wir unweit des Riffs, nahe der Einflugschneise, bei einer versunkenen kl. Cessna und zwei kl. Fischer Wracks die zum schnorcheln einladen. Wir toben uns einen Tag im Wasser aus, dann geht es im Bus nach Papeete. Die Stadt ist nicht wirklich schön. Am Ufer entlang gibt es einige einladende Parkanlagen und die alte Markthalle mit hiesigem Obst u Gemüse und natürlich viel Auswahl an schwarzen Tahiti Perlen ist echt sehenswert. Der ruhige Park von Königin Pommare und das Perlenmuseum haben uns gut gefallen. Aber zwischen den Straßen wird viel gebaut und der Verkehr ist der einer Großstadt. Als Abschluss bietet sich ein leckeres Eis an und die Jajapami Crew kommt aus der Stadtmarina dazu. Die Kids toben sich aus, wir erzählen gemütlich. Dienstag dann stößt Verena, Jost Schwester, für gut eine Woche zu uns. Viel schwimmen und erzählen bevor es Mittwoch auf nach Moorea geht.

0 Kommentare

Di

30

Jul

2019

Tahiti & Marina Leben

0 Kommentare

Di

16

Jul

2019

Tuamotus Fakarava North Pass

Rotoava ist ein kleiner langgezogener Ort, der 2 kleine Supermärkte, Bäckerei und eine Post aufweist. Die Tankstelle hinter dem neuen großen Anleger ist noch nicht in Betrieb und das Versorgungsschiff kommt wöchentlich. Da das schon ein paar Tage her war, gab es kaum frisches Gemüse und Eier schon gar nicht. Einen Morgen setzt Stephan schon früh über und bringt frisches Baguette vorbei – Luxus. Hier gibt es eine Perlenfarm die besichtigt werden kann. Wir sind überrascht als wir einen Deutschen vorfinden der seit über 20 Jahren mit seiner hiesigen Frau hier lebt und die Muschel-Perlen-zucht aufgebaut hat. Die Polynesier verehren die Perlen als –Geschenk der Götter an die Menschen- und der Legende nach inspirierte ihr Glanz einst Tane, der Gott der Harmonie und Schönheit, Sterne zu erschaffen. In der Natur kommt die Perle selbst zu sehr selten vor. Mit dem Beginn der Zucht vor etwa 100 Jahren begann ein florierender Produktionszweig. Die schwarzlippige Perlauster wird ein wenig geöffnet, eine Perlmutkugel von Süsswasser-Muscheln (Nukleus genannt) wird mitsamt dem schwarzen Fleisch einer anderen Auster in den Perlensack transplantiert. 18 Monate liegt die Muschel dann im Meerwasser mit reichlich Plankton und versucht den Fremdkörper unschädlich zu machen indem sie ihn mit Perlmuttsekret ummantelt. Muscheln müssen mindestens drei Jahre alt sein und können bis zu dreimal wieder neu „ gefüttert“ werden. 

Abends findet im Ort eine Art Dorffest statt. Musik und Tanzvorführungen zum Teil nach alter Kultur und bunten Kostümen. Nicht perfekt aber voller Elan und auch lustig und gut besucht. Ein netter Abend. 

Wir gehen wieder tauchen. Mit der hiesigen Basis Kaina fahren wir am nächsten Tag zum Nordpass raus. Hinunter und werden direkt von einer starken Strömung in die Lagune getrieben. Wow, so heftig. Jetzt mit ein wenig Übung aus den letzten Tauchgängen, können wir das super genießen, flitzen durch die Tunnel im Boden, über die Korallen, mit all den herrlichen großen und kleinen Tieren, wieder genial. Der zweite Tauchgang ist dann später am Außenriff, die Strömung ist jetzt gleich null und ein buntes Aquarium um uns herum. 

14-16.07.2019   Auf nach Tahiti

Am nächsten Morgen hat der Regen uns wieder. Wir müssen zügig den Anker justieren, da der Wind gedreht hat, wir mit ihm und nun gefährlich nah an einigen Korallenblöcken liegen. Gegen Mittag verlassen wir dann dieses freundliche Atoll und motoren nahe der Ebbe locker durch die Passage hinaus. Eine Weile unter Motor, dann können wir Segel setzten. Angenehmes am Wind segeln bei kaum Welle. Die Nacht schwächelt er etwas aber dann setzt der Wind wieder mit 13-18kn ein und nach etwa zwei Tagen frühmorgens laufen wir in Papeete ein. Auch Papeete ist von einem Riff umgeben und wir müssen durch eine Passage hinein. Per Funk Erlaubnis geholt, fahren wir hinein und nahe am Flughafen und der Einflugzone vorbei bis zur Taina Marina. Leider voll legen wir Anker neben dem Bojenfeld. Wir sind auf Tahiti!

Maeva – Willkommen. 

 

0 Kommentare

Do

11

Jul

2019

Tuamotus Fakarava South Pass & Hirifa

Fakarava SouthPass

Früh raus, motoren wir durch den unruhigen Pass wieder raus und setzen Segel gen Fakarava. Kurz vor der Insel zieht eine 4sm breite Front über uns her und es schüttet wie aus Eimern. Zwischendrin rauscht auf einmal die Angel aus. Jost zieht u weit hinten springt ein großer Merlin raus! Wow, ich denke nur – wie bekommen wir den an Bord. Das erübrigt sich. Er reißt sich mitsamt dem Köder u Stahlvorfach. los. Den südl. Pass v Fakarava in Sicht trauen wir unseren Augen nicht. Haben wir uns mit der Tide so verrechnet?– es steht eine gewaltige Welle genau davor. Ok, erst mal ran, genau schauen und abwarten. Keine 15min später ist die Welle weg. Unglaublich. Zügig fahren wir hinter der Olena hinein, es ist kaum Strömung aber wir müssen genau nach Open CPN/Navionics fahren. Die Staken im Wasser passen überein. Ein großer Bogen nach Steuerbord noch und wir stehen vor dem Ankerplatz. Wow, für mich viel Adrenalin. Das war nicht nicht so einfach! Der Ankerplatz ist optisch sehr schön, aber wieder voller Boomis und wir legen Anker u Kette wieder mit mehreren Fendern. Ein kleiner Rundgang am nächsten Tag durch das Mini Dorf und kl. Resort, inklusive dem gestrandeten Boot. Eine fast neue 57er Dufour die vor zwei Wochen bei der Ausfahrt die Leine einer Tauchboje in den Propeller bekam , manövrierunfähig aufs Korallenufer gespült wurde und nun zerlegt wird - ein schrecklicher Anblick! Dann heben wir den Anker (Jost muss uns mal wieder mit Tauchequipment befreien) und können Genua segelnd gemütlich die 6sm gen SO innerhalb der Lagune vor die Palmenmeile Hirifa zurücklegen.

Hirifa

Ein Traum. Draußen rauschen die hohen Wellen heran und innen ist glattes Wasser. Der Anker fällt auf weißem Sand, fast ohne Korallen. Hey, Maples, Knotshome, Life Spirit, Vega, Olena, alle sind hier und Kites fliegen am Ufer. Einzig die Alkyone ist leider schon Richtung Tahiti. Hier kann man es aushalten! 

Wir schaffen es uns direkt am nächsten Tag bei der Tauchbasis ENATA Diving, einzubuchen und so werden wir sechs (Olena, Vega u wir) früh direkt v Boot abgeholt und brettern die Lagune gen West zum Pass. Zwei absolut perfekte Strömungstauchgänge ( Video click here), eine homogene Gruppe und Michelle ein super Tauchguide ! Runter ins tiefe Blau, große neugierige und friedlich-ruhige Haie um uns, auf etwa 30 m, langsam hoch bis der breite Passagenkeil sichtbar wird, leichte Strömung. Wir halten uns rechte Schulter nähe Ufer. In der Mitte treiben Schwärme von Haien (Riffhaie, Schwarzspitzen- u Weißspitzenhaie), alle Größen, beäugen uns Gummimenschen mit den blubbernden silbernen Gebilden auf dem Rücken neugierig, wir lassen uns ruhig treiben, halten uns an einem Stein fest, warten unter einem Überhang/Höhle und staunen. 700 registrierte Tiere soll es hier geben. Sensoren verteilt in der Passage machen Langzeitbeobachtung. Große gesunde Korallenstöcke überall. Michelle hat die Übersicht und ist die Ruhe in Person. Er streichelt einen schlafenden Hai, der glaubt von einem Sharksucker gereinigt zu werden, ich halte den Atem an. Als er sich bewegt, bedankt sich unser Guide und irgendwann tauchen wir leider wieder auf. Ich bin sprachlos. Meine Beschreibung hier ist bei weitem nicht so wie ich mich fühle. 

Die nächsten Tage sind ruhig. Das Wetter ist sehr unbeständig, regnerisch, selten Sonne. Vorboten des vorausgesagten heftigen Wetters was kommen soll. Mara´amu nennen die Insulaner diese für die Jahreszeit ungewöhnlichen starken SO Winde. Jost geht Kiten und es läuft gut – bis die Tube Luft verliert. Grrhh. Ich feiere meinen Geburtstag mit selbstgebackenen Kuchen zusammen mit der Olena Crew . Danach wird es ungemütlich. Regenböen ziehen im Std-Takt über uns und der Wind zerrt heftig an der Kette. Wir machen zu mehreren Booties Riffwanderungen in Windjacke. Das Windsurf Equipment der Olena wird ausprobiert – ist bei 30-35kn Wind aber schon heftig. Nach ein paar Tagen zieht die Feuchtigkeit in alle Ritzen im Boot. Alles ist klamm.

Nach einer Woche wird es besser, die Sonne kommt wieder länger durch und wir verlegen uns abermals an den Südpass. Die einlaufende Tide steht so, dass wir frühmorgens um 7 tauchen gehen um die Strömung zu nutzen. Jost u Stephan gehen tauchen. Laure und ich warten im Dinghi in der Lagune, dann sind wir dran. So machen wir das drei Tage hintereinander, einmal geht Ruri von der Vega mit – und werden die geniale Sicht, die Schwärme von Haien, Schildkröte, Leopardenrochen und die witzigen Einhornfischen einfach nicht leid. Irgendwann reißen wir uns dann doch los und motoren/segeln die 30sm längs durch das Atoll bis zum Nordpass und den Ort Rotoava – und das bei Leichtwind, Sonne, am Riff entlang, mit kl. Sandstränden und üppigen Palmenstreifen – Genießertag.

0 Kommentare

Do

11

Jul

2019

Tuamotus Fakarava South Pass & Hirifa

0 Kommentare

Mi

26

Jun

2019

Tuamotus / Tahanea

20 - 26.06.2019        Tuamotus / Tahanea

Donnerstag zirkeln wir nacheinander am engen Pier wieder raus und –schießen- mit bis zu 13 knoten Speed und schäumender Welle aus der Passage raus. Wow. Es wurde wieder eine ruppige Fahrt und nach 140sm, über Nacht, erreichen wir ein paar Std. nach Olena und Alkyone den mittleren Pass des Atolls von Tahanea. Wieder haben wir schlechte Sicht und Nieselregen aber die Passage ist breit und tief und wir haben die Tide perfekt abgepasst. Kaum Strömung und wir sind drin. Der Ankerplatz ist direkt dahinter und so liegen wir zügig und fast ruhig zwischen den gesamt 7 anderen Booten hinter einem Riff-Palmen-Inselchen. Der Tag ist wieder zum einigeln. Eine Regenschauer jagt die nächste und der ungewöhnliche Nordwind bläst heftig. Als das Wetter sich tags drauf etwas beruhigt hat, gehen wir tauchen – Strömungstauchen in der westlicheren Passage. Laure und Maria fahren uns mit den Dingis raus, wir sinken zu fünft hinab in das tiefblaue, glasklare Ozeanwasser. Die Sicht ist unglaublich gut und bald sind wir in der Strömung hinein in die Lagune. Die Korallen sind riesig, in vielen Farben, wir schweben zügig an ihnen vorbei. Schnell und schwerelos. Große Zackenbarsche, Papageienfische , diverse bunte Tiere die wir bisher noch nicht gesehen haben ziehen mit uns. Wir halten uns ein paar Mal an Steinen fest um die Gruppe zusammenkommen zu lassen. Man kann sich kaum halten. Fliegen weiter! Im Atoll inneren tauchen wir auf und werden von Laure mit den Dingis wieder aufgenommen. So genial!. Den nächsten Tag verlassen wir drei den Ankerplatz (Aber nicht ohne vorher tauchend die Kette von einer überhängenden Koralle lösen zu müssen um die sie sich einmal komplett gewickelt hatte) Der Wind hat in der Nacht auf Süd gedreht, wir uns mit und eine unangenehme spitze Welle baut sich auf. Wir motoren durch die Lagune auf den südöstlichen Atoll-Riff-Rand, vorbei an einigen Korallenköpfen, immer gut Ausschau haltend. Das Außen-Riff mit drei kl. Inseln bietet guten Schutz und der Anker fällt. Es ist zwar wolkenverhangen, regnerisch aber Laure und ich setzen über, sammeln Kokosnüsse und befreien sie in mühsamer Arbeit von der faserigen Außenschale. Stolz fülle ich später unser Obst Netz unter den Sonnenpanelen auf.

Die Aussicht am nächsten Morgen ist das was ich unter Südsee verstehe. Hell türkis blaues Wasser, Sandstrände, einige Palmen, Sonnenschein - und unsere drei Boote schaukeln mittendrin. Gegen späten Mittag versammeln wir uns alle am Ufer, machen ein Feuer aus Kokosnusshüllen und Palmwedeln, grillen Stockbrot und Fleisch und Kinder und Erwachsene haben gleichermaßen Spaß. 

Am nächsten Tag setzen nur die Kids über, spielen Robinson Crusoe. Wir füllen unsere Flaschen, brasseln ein wenig, genießen den Tag. Spätnachmittag gehen wir ein Stück gen Nord und liegen dort super geschützt und ruhig wieder hinter einer weiteren Inselkette – der Wind hat leicht gedreht.  Früh raus am nächsten Morgen motoren wir auf unserem Track zurück bis vor die Passage, sortieren unser Tauchequipment und fahren mit Dinghi wieder in die westl. Passage. Jost hat das Dinghi an langer Leine als wir runter gehen. Kaum unten umkreist uns ein großer Riffhai neugierig. Ein herrliches Tier. Wir paddeln gen Lagune, haben kaum Strömung hinein und plötzlich – Strömung hinaus. Wir waren ein wenig zu spät dran. Egal, war trotzdem noch gut, hoch, ins Dinghi und zurück. 

0 Kommentare

Mi

26

Jun

2019

Tuamotus / Tahanea

0 Kommentare

Mi

19

Jun

2019

Tuamotus

12 - 19.06.2019     Auf in die Tuamotus

Früh raus legen wir Kurs auf die nächste Inselgruppe in Franz. Polynesien – die Tuamotus. Gut drei Segeltage entfernt liegt das angepeilte Atoll Raroia. Was sind die Tuamotus? Gemäß Reiseführer „77 flache, max. 3m über dem Meeresspiegel hinausragende Atolle sowie mindestens eine gehobene Koralleninsel verstreut auf einer Gesamtfläche von 20T km2. Ein Atoll ist ein in sich zusammengefallener Vulkan der im Meer versunken ist und ein kranzförmiges Riff hinterlassen hat. Das nach außen wachsende Korallenriff umgibt die schrumpfende Insel gleich einem natürlichen Damm. Zwischen den Riffen entsteht eine Lagune. Auf den winzigen Eilanden sammelt sich Korallensand, Samen und Humus - Pflanzen besetzten die Oberfläche“  Nur ein Teil der Atolle hat Öffnungen/Passagen in die Boote (Versorgungsschiffe/Segler) einfahren können und nur ein Teil der Atolle sind bewohnt. Etwa 15t Menschen auf den Atollen verteilt leben von Perlenzucht, Fischfang und Tourismus, meist Tauch- Tourismus. Negativ Schlagzeilen machte zwischen 1966 und 1996 die Atombomben Tests der Franzosen auf Moruroa im Süden der Tuamotus (auch heute noch Sperrgebiet), deren Spuren wohl auch in Millionen von Jahren noch vorhanden sein werden.

Der Wind ist uns gnädig, die Welle nicht hoch. Wir kommen gut voran. Einzig die Squalls die den ersten Tag und die ganze Nacht alle paar Std. mit ordentlich Boen, Winddrehern/spitzen, Regen und teilweise plötzlicher Welle von vorne machen es nicht so spaßig. Dann kommt die dritte Nacht! Mit Wind zw. 25-35kn, heftiger Welle und Regen-Squalls im halb Std. Takt. Man sieht keine 20m weit und das Meer schäumt. So eine Nacht hatten wir mit Serenity noch nicht –heftig. Jost korrigiert ständig die schon stark gerefften Segel und den Kurs um die Wellen nicht zu hart schlagen zu lassen. Gegen 10 Uhr morgens am nächsten Tag erreichen wir die Passage für die Einfahrt in das Atoll. Immer wieder ist uns gesagt worden / haben wir gelesen, Einfahrten nur bei Sonne im Rücken, gute Sicht und Slack Tide. Für den Tidenstand waren wir genau richtig, aber die nächste Regenwand zieht nebelig durch, man sieht gerade die Nase vom Boot. Was nun ? Die KISU ist seit ein paar Tagen hier, verständigt sich mit Olena per Funk und lotst sie auf ihrem gefahrenen Track durch die Passage und dann die 7sm durch die Lagune, vorbei an allen Korallenköpfen gen Nord zum Ankerplatz hinter einem Inselchen. Wir dicht hinter Olena auf deren Track – funktioniert hervorragend – Danke Markus! Während des Anker Vorganges rauscht die nächste Front heran. Patschnass und in steifer Brise stehend lasse ich den Anker ab. Wir sind da ! Nach 440 sm liegen wir in unserem ersten Atoll. Trotz des mistigen Wetters – es sieht toll aus, hellblaues Wasser ein Streifen Sandstand mit Palmen, nur drei weitere Boote mit uns. Perfekt. Jetzt gibt es erst mal eine Mütze Schlaf für Jost, der die letzten drei Nächte nicht viel hatte. 

Tuamotus / Raroia  16-19.06.2019

Das regnerisch, zugezogene, windige Wetter bleibt uns erhalten. Wir hängen ab, räumen und säubern, genießen die Aussicht, haben alle einen klasse Laure-Geburtstags-Sundowner auf der Olena, machen eine Dinghi Tour am inneren Riff, sehen Baby-Haie am Ufer und größere Tiere zwischen den Booten und gehen ausgiebig schnorcheln. Mittwoch motoren wir auf unserem alten Track durch die Lagune zurück, nicht weit von der Passage wollen wir vor dem Ort eine Nacht verbringen, bevor es morgen zum nächsten Atoll los soll. Vor dem Ort sehen wir hinter dem Pier ein Segelschiff mit deutscher Flagge, es ist die Alkyone. Als wir uns gegenseitig registrieren ist das Gejohle auf beiden Kids Booten groß. Hans lotst uns rein. Olena vor ihn und uns als Päckchen. Die Bürgermeisterin des Orts (gut kräftig, im bunten Flatterkleid!) kommt auf dem Motorroller vorbei, wir fragen freundlich und ja wir können hier liegen, das Versorgungsschiff kommt erst wieder in ein paar Tagen. Wir verbringen einen lustigen Abend mit sieben aufgekratzten Kindern, einem Mini von knapp einem Jahr und sieben Erwachsenen die sich viel zu erzählen haben. Eigentlich sollte es im Dorf eine Art Musik und Tanztraining geben. Diese fällt aber aufgrund einer Versammlung aus. Die Bürgermeisterin mittendrin. Wir stehen dabei und Claude, ein etwa 12 jähriger Junge wendet an mir stolz seine erlernten English Kenntnisse an, alle sich anschließenden Kids giggeln über mein miserables Französisch und schon ist man mittendrin. Maria (Ital-Sardin) die zur Zeit auf der Alkyone mitfährt macht lustige Fotos und wir müssen aufpassen die Versammlung nicht zu stören. So aufgeschlossen kann Jugend sein. 

0 Kommentare

Mi

19

Jun

2019

Tuamotus

0 Kommentare

Di

11

Jun

2019

Marquesas, Nuku Hiva, Hakaui und Oa Pou

09 - 11.06.2019

Nach einer Wellen-unruhigen Nacht in der sonst sehr schönen Bucht von Taiohae segeln wir die nur 6sm bis nach Daniels Bay/Hakaui. Eine Doppelbucht. Direkt offen zum Meer liegt der Strand und der kl. Ort, im rechten Knick liegt die eigentliche Ankerbucht. Geschützt und angenehm ruhig ist es hier. Der Ort besteht nur aus ein paar Häusern, die Meisten unbewohnt, alle mit gepflegten offenen Gärten. Eine Tafel verkündet, dass für die Pflege der Wege zum Wasserfall Te Vaipo eine Gebühr genommen wird. Diese wird in einem privaten Haus entrichtet (10usd pro Person) deren Besitzerin auch Essen anbietet (auch 10 usd pP.). Wir reservieren für die Rücktour und laufen los. Ein herrlicher Wanderweg der je weiter man in den Wald eindringt immer schmäler und steiniger wird. Zweimal muss man ein Flussbett durchwaten.

Nach gut 1,5 Std. strammen Laufens erreichen wir das Ende der Basalt-Fels-Schlucht, die kaum 50m breit aber dafür über 350m hoch ist. Mangels Regen in den letzten Wochen ist der Wasserfall eher ein Rinnsal von ganz oben und leider liegt eine abgestürzte Ziege mitten im Pool – da wollen wir nicht baden gehen. Das Panorama rundherum ist aber echt beeindruckend. Baden gehe ich dann später im Fluss ein Stück tiefer doch noch– herrlich kühl erfrischend. Auf dem Rückweg begegnet uns eine Truppe Kanadier u Amerikaner denen die beiden Hundebabys u ein Katzenmini vom Strand gefolgt und bereits gut eine Std. mitgelaufen sind. Wir nehmen die kl. Tierchen wieder mit zurück und die sind heilfroh ein Stück getragen zu werden. Erschöpft schlafen sie zu unseren Füßen ein als wir im Dorf unser Essen bekommen (Ich will sie schon gar nicht mehr abgeben) Poisson cru (roher Fisch in Kokosmilch), Hühnchen,

Maniok, Salat und ausgebackene Bananen – wow, sehr lecker. 

Der kanadisch/amerikanische Trupp kommt auch essen und es wird richtig nett. Wir gehen mit der Chefin noch Pampelmusen pflücken und anschließend beladen zum Strand zurück. Ebbe, das Dingi liegt im auslaufenden Flusswasser und ist leicht wieder ins Wasser zu ziehen. In Ufernähe tummeln sich Baby-Weißspitzenhaie im flachen Wasser. Ist es die Hitze, oder mangelndes Training? Wir sind schon wieder herrlich platt.

Am nächsten Tag verlassen wir die schöne Ecke von Nuku Hiva und segeln die 29sm bis Ua-Pou. Fast zeitgleich kommen wir mit der Olena an, die noch einen Tag länger in Taiohae geblieben sind. Uns hat die erst angepeilte Bucht Hahahetau zuviel Swell und zur hiesigen Schokoladenfarm wollen wir eh nicht, also gehen wir die 3sm weiter südl. nach Vaiehu. Olena bleibt und wandert,  wir gehen tauchen am nächsten Tag. Wieder mal ein herrlich buntes Aquarium in felsiger Landschaft mit Korallen die wie Baumpilze und kl. Tannenbäume aussehen. Abends liegen beide Boote wieder zusammen und wir können Elinas 13ten Geburtstag gebührend mit super leckerem Kuchen feiern.

0 Kommentare

Sa

08

Jun

2019

Nuku Hiva

04.06 - 08.06.2019

Es sind nur 32sm aber die hohe, schaukelnde Welle macht das segeln heute sportlich. Kaum haben wir die Nordküste von Nuku Hiva erreicht wird es ruhiger – und große Delfine kommen angerauscht. Selten so große Tiere gesehen. Meist springen nur die kleinen einer Truppe. Aber hier wollten es die Großen wissen. Wir schauen so gebannt dem Schauspiel an unserem Bug zu, dass wir fast die Kursänderung in die Bucht verpassen. Baie Anaho, geht tief rein, flankiert von hohen Bergen und schroffen Felsen und knickt am Ende ein wenig wie ein L ein. Genial geschützt legen wir neben nur 4 weiteren Booten den Anker. Um uns herum ein schmaler weißer Sandstrand und Palmen. Es sieht einfach nur genial aus. Aus einem Bergeinschnitt saust der Wind herunter aber das passt und wir liegen ruhig. Am nächsten Tag wollen die Männer –brasseln-.Laure, Cyleane, Timeo und ich machen uns auf den Weg auf die in den Foren beschriebene Farm. Wir laufen gut eine Std. erst am Ufer dann über eine Anhöhe, auf schmalen Wegelein entlang bis hinüber zur östl. Bucht. Auf der Farm werden wir herumgeführt und pflücken unsere Bohnen, Tomaten, Pampelmusen, Melonen und die Brotbaumfrucht selber, sie wiegt und der Preis ist ok. Jetzt müssen wir natürlich alles in der Hitze auch wieder zurückschleppen. Unterwegs nehmen wir noch dicke Kokosnüsse und wilde Mangos mit – und sind total platt irgendwann wieder am Boot. 

Jost war derweil fleißig. Das Paddelingboard hatte aus unerfindlichen Gründen vor ein paar Tagen auf ein mal einen großen Riss – das musste aufwendig geflickt werden und der Wassermacher läuft. Zwei Tage später laufen wir wieder. Dieses mal alle zusammen, steil den Berg hinauf, über einen kl. schmalen Stein und Wald Pfad bis hoch auf die Anhöhe, von wo man eine herrliche Übersicht über die Bucht hat. Auf der anderen Seite geht der weg ähnlich wieder hinab, vorbei an wilden Mango- und Tamarindenbäumen. Irgendwann sind wir in der nächsten Bucht Hatiheu, ein kl. Ort, Sandstrand, eingerahmt in hohe Berge, es gibt ein Magazin und ein Eis! Auf dem Rückweg kommen uns immer wieder Insulaner mit ihren Pferden entgegen oder überholen. Bei den hiesigen Verbindungen immer noch das gängige Transport und Fortbewegungsmittel. Auch das Pärchen von der Farm kommt vorbei. Sie waren erst mit Pferd (etwa 3Std.) und dann mit dem Auto bis Taiohae um ihre Ware zu verkaufen. Hartes Brot. Die Sonne schlaucht und es waren auch ein paar Höhenmeter – abends sind wir wieder herrlich platt.  Samstag machen wir uns auf den Weg nach Taiohae. Einmal um die Insel herum. Knapp 25 sm die es in sich haben. Waschmaschine-Schleudergang. Hohe Wellen, guter Wind und Serenity kämpft sich voran. Taiohae ist eine weite nach Süden offene Bucht, der Mount Tekao (1224m) dahinter, der Hauptort der Marquesas. Es sind zwar einige Boote drin, aber die Bucht ist groß – und die Welle läuft rein. Wir wussten es, aber wollten halt hier hin. Proviantiren, Internet, vielleicht noch mal essen gehen. Morgen noch nach Haukaui, vielleicht zum Wasserfall und dann zur Insel Ua Pou. Der Letzten der Marquesas. Sie ist für uns das Sprungbrett für einen drei bis vier Tages Segel-Trip auf die nächste Inselgruppe – die Tuamotus.

0 Kommentare

Sa

08

Jun

2019

Nuku Hiva

0 Kommentare

Mo

03

Jun

2019

Oa Huka

01.06 - 03.06.2019   

Nachdem wir noch getankt und frisches Baguette gekauft haben legen wir ab und segeln nach Tahuata/Hanamoenoa. Neben uns liegt ein deutscher Katamaran. Schwimmend unterhalten wir uns nett und abends sind dann Carola und Martin von der Lana mit der Olena Crew bei uns zum Sundowner. Es wurde spät. Es war ein richtig schöner Abend. Am nächsten Morgen steigen wir schon früh in Tauchausrüstung ins Wasser. Aber irgendwie wollen die Rochen sich nicht sehen lassen. Egal wir tauchen ab, entlang der Felswand, sehen eine Schildkröte, wieder jede Menge bunter Fische und tauchen dann am Boot wieder auf. Wir nehmen Anker auf und wechseln in der Buchtausfahrt per Dingi noch den Anker. Jetzt hängt unser großer Mantus wieder. Während wir das tun – werden wir von einigen richtig großen Mantarochen umkreist, zeigen uns ihre herrlich weiße Unterseite – als wenn sie uns zanken wollten. Nach etwa 3 Std. sind wir wieder an der Nordküste von Hiva Oa/Hanamenu. Die Olena wollte nochmal zu dem Schnitzer. Die Bucht ist an Booten gut besucht und der Wind hat heute eine leicht nördl. Komponente – Heißt, der Swell steht ordentlich drin und Serenity schwankt wie ein Metronom. Bei einem Katamaran ist das nicht so gravierend. Das schauen wir uns eine Weile an, nehmen Anker auf und motoren zurück nach Hanamoenoa. Herrlich ruhig, können wir gut schlafen. Früh an nächsten morgen raus, segeln wir etwa 2 std. dann ist auch Olena wieder neben uns und gemeinsam haben wir einen schönen und zügigen Segeltag bis zur Insel Oa-Huka. Die Bucht und Ort Vapee war anvisiert, aber sie ist zu klein für beide Boote und, wie so oft, die Welle läuft rein. In der Baie Haavei auf der westl. Seite der Insel fällt dann der Anker nach 66sm. Optisch ein wunderbares Highlight. Hohe rotbraune Felsen die von der Abendsonne angestrahlt werden, weißer Palmenstrand, weit nach hinten auslaufendes Tal, zwei vorgelagerte Inselchen verschiedener Farben die Vögel Hochburgen sind – aber die Fallwinde von den schönen Bergen runter bis zu 30..35kn und auslaufende Welle machen die Nacht sehr unruhig. An nächsten Morgen beobachten wir das Ufer – Anlanden mit dem Dingi erscheint uns als zu nass. Also Anker auf und zur Hauptinsel der Marquesas, nach Nuku Hiva.

0 Kommentare

Sa

01

Jun

2019

Info

Aufgrund der schlechten Internetverbindung werden wir unsere Texte versuchen zeitnah zu laden und die Bilder wenn es mal wieder eine gute Verbindung hat !!

0 Kommentare

Fr

31

Mai

2019

Tahuata

25.05 – 31.05.2019 

Wieder brechen wir früh auf. Es ist diesig zugezogen und es regnet. Der Wind ist mäßig und die meiste Zeit läuft der Motor. Unter Regen und mit heftigen Fallboen von den Bergen herunter legen wir nach 43 sm in der nördl. Bucht von Hapatoni auf der Insel Tahuata den Anker. Die Nacht schüttet und schüttelt es noch ordentlich, aber dann wird die unscheinbare Palmen Bucht einfach nur herrlich. Wir besuchen Sonntagfrüh die hiesige Messe. Es ist Muttertag (die Franzosen sind immer später dran), die Kirche klein, zwei Gitarren und eine Ukulele und volle Stimmen die kraftvoll singen. Die Zeremonie bekannt, verstehen kann man aber nichts. Es wird viel gesungen, bunte Gewänder, kräftige Frauen u Männer, hübsche ungeduldige Kinder, ein fröhlicher Gottesdienst. Celine hat ein Faible für die Segler und so sind wir dann auch danach mit drei anderen Seglern bei ihr auf der Terrasse und sie erzählt viel über das hiesige Leben. Eine junge Französin greift sich die Ukulele (die mit Angeldrähten gespant ist), spielt richtig gut und die beiden Frauen singen dazu. Alles anders hier. Den nächsten Tag gehen wir tauchen. Gleich zweimal, weil die steil abfallenden Felsen am nördlichen Buchtende ein herrliches Aquarium beherbergen, mit farbenwechselnden Tintenfischen, Muränen, bunten noch nie gesehenen Fischen und als zweimal der Adlerrochen vorbeisegelt, ist das einfach nur schön. Fast jeden Morgen zwischen 7 und 10 kommen die Delphine. Sie durchstreifen die Bucht, kleine und größere Gruppen, viele kleine Tiere, springen wie jeck, dreifach, vierfach Saltos, kommen nahe an die Boote ran. An zwei Tagen schwimmen bzw. fahren wir mit dem Dinghi näher ran. Es scheint sie nicht wirklich zu stören. Einmal nehmen wir mit dem Dinghi Anlauf und sie jagen wie am Boot-Bug vor uns her und wieder hin. Ansonsten schwimmen sie unter einem durch, oder tauchen ab wenn sie nicht wollen. Oft kann man das Fiepen hören womit sie sich verständigen. Nur ein paar Boote sind mit uns hier und es hat wenig Swell. Die Sonne scheint. Das Wasser hat 30 Grad – uns geht es sooo gut. Wir machen einen Dinghi Abstecher in das 1,5sm entfernte Vaitahu. Wieder jagen die Delphine vor dem Dingi Bug daher - Unglaublich. Der eigentliche Hauptort der Insel ist nicht viel größer hat aber ein Magazin (Minisupermarkt), eine moderne offene Kirche und ein Restaurant. Wir trinken was und andere bekannte Segler die die 8km hierher gewandert sind kommen hinzu. Nach einer unruhigen Nacht in der heftige Fallboen um 30kn und mehr uns durchschütteln, machen wir uns auf in die nur 3,5sm entfernte Bucht Hanamoenoa. Ein herrlicher weißer Sandstrand gesäumt von Palmen und ein Ankerfeld mit hellblauem Wasser. Wir ankern direkt neben der Kisu ein weiterer Schweizer Fahrtensegler mit einem ähnlichen Schiff wie unseres. Die Olena kommt ein paar Std. später dazu und schon gibt es wieder viel zu erzählen. Bevor wir am nächsten Tag nach Atuona segeln, wollen wir noch die großen Mantarochen sehen die es hier wohl gibt. Kaum bin ich die Badeleiter runter, schwimmen sie auch schon unter mir her. Ein paar Tiere nur, eine Spannweiter von fast 2 mtr, ziehen sie ihre Kreise. Sie sind weg und eine Minute später auch schon wieder da, segeln an einem vorbei, zeigen die strahlendweiße Unterseite. Zwischendurch mischt sich noch ein Weißspitzenhai dazwischen, aber ihm sind wohl zu viele Schnorchler hier und weg ist er. Irgendwann gehen wir überglücklich und total aufgeweicht zurück an Bord. Da sind dann die gut zwei Std. Wellen durchgeschüttelt werden bis nach Atuona nicht weiter schlimm. Leider ist es hier megavoll (30 Boote) und wir legen Anker und Landleine am Pier (das geht gut solange kein Versorgungsschiff kommt). Gendarmarie kommt vorbei. Sie grüßen freundlich. Kein Problem. Am nächsten Tag bringen Jost und Stephan unseren Anker zur hiesigen kleinen Werft. Er wird Nachmittags fertig und die Werft präsentiert stolz ihren gerade eröffneten Marine-Ersatzteilshop. Die Beiden sind die ersten Kunden! Jost sprüht ihn noch mit Galvanierungs Lack und Voila, er sieht aus wie neu. Da es hier frei Wasser am Pier gibt, mache ich große Wäsche. Handwäsche und wieder in meiner Camping Waschmaschine. Es geht, ist aber bei der Hitze u 35 Grad in der dann feuchten Kabine kein Spaß. Später laufen wir in den Ort. Der kleine aber gut sortierte Supermarkt hat gerade frisches Gemüse aus dem Umland bekommen und so schlagen wir denn zu bei Kohl, einer Art Mangold, Tomaten, Bananen, Frühlingszwiebeln. Der Laden macht gerade Mittag und die Lady von der Kasse fragt ob sie uns an den Hafen mitnehmen kann – Manchmal ist es schon beschämend wie selbstverständlich hilfsbereit die Menschen hier sind. Am Pier stehen noch andere Segler und die Lady und wir  dann gleich mittendrin. Ein englisch, französisches Durcheinander. Für morgen haben wir den Plan ein wenig geändert. Wir wollen zurück nach Tahuata / Hanamoenoa – Die Rochen wollen wir nochmal aber diesmal mit Tauchflasche. 

 

0 Kommentare

Fr

31

Mai

2019

Tahuata

0 Kommentare

Fr

24

Mai

2019

Fatu Hiva

23 & 24.05.2019 

Früh raus legen wir die 51sm zügig am Wind segelnd nach Fatu Hiva zurück. Als wir in die Bucht von Hanavave einlaufen ist diese schon sehr gut besucht - kein Wunder, ist sie doch der meist fotografierte Ort bei den Pacific Cruisern. Wir suchen uns ein Plätzchen außerhalb, kurz bevor es zu tief wird und legen Heckanker um den Schwoikreis einzugrenzen. Die Aussicht auf die Bucht mit seinen steil herausragenden Felsen und das dahinterliegende üppig grüne Tal hat schon was sehr exotisches. Am nächsten Morgen setzten wir zu siebt früh über und laufen durch den netten Ort. Wie fast überall bisher sind die Gärten gepflegt, mit Obstbäumen und Blumen, einfache offene Häuser, Pickups davor (und erstaunlich wenig Müll). Nach dem Ort geht es ordentlich bergauf, durch den Bananen- und Mangowald, den Flusslauf das letzte Stück hoch krakselnd bis zum etwa 60m hohen Wasserfall. Leider war der kl. Teich davor nicht klar und lud nicht zum schwimmen ein. Auf dem Rückweg bewundern Laure und ich einen Garten mit jeder Menge Pampelmusen Bäumen. Sie hängen zum greifen nahe aber es ist privat Grund. Der Besitzer scheint uns beobachtet zu haben, kommt raus, wir unterhalten uns und eh wir uns versehen haben wir eine schwere Tasche voll mit den superleckeren Früchten geschenkt bekommen. 

0 Kommentare

Fr

24

Mai

2019

Fatu Hiva

0 Kommentare

Mi

22

Mai

2019

Buchten von Hiva Oa

16 - 22.05.2019

Es dauert etwas bis wir unseren Heckanker aus dem graubraunen Mud des Hafens ausgebuddelt haben und Kurs nehmen auf die NW Bucht Hanamenu. Eine Weile relaxtes segeln, dann muss der Motor ran. Nach nur 17 sm erreichen wir die von hohen, steil abfallenden, kahlen Felswänden umsäumten Bucht Hanamenu. Das Innere zieht sich nach dem schwarzen Sandstrand, der von Palmen gesäumt ist, tief als Schlucht hinein. Nach dem Ankern will ich anfangen den Wasserpass vom Boot zu reinigen, aber ein junger Franzose rät mir ab. Zu viele große Fische im dunklen Wasser hier. Ok, dann doch lieber einen leckeren Sundowner genießen. Nur drei weitere Boote neben Olena und uns. Herrlich. Am nächsten Tag landen wir mit dem Dingi am Strand an und erlaufen uns das kleine Dorf dahinter. Es leben nur 4 Leute fest hier, ein paar mehr am Wochenende. Dank Olena und deren französisch Kenntnisse unterhalten wir uns nett mit einer Familie die mit dem Boot reinkommt als wir anlanden. Alle helfen mit das Aluboot samt Motor den Strand hochzuziehen und schon sind wir im Gespräch. Er schnitzt und zeigt uns stolz seine herrlich verzierten Werke und sie führt uns zum kl. Süßwasser Wasserfall und Pool direkt hinter deren Haus. Hier bekommen sie ihr Trinkwasser, hier wird von Hand gewaschen und selbst baden gegangen. Zitronenbäume stehen mehrere herum und wir dürfen uns bedienen. Ähnlich ist es in der nächsten Bucht nur 10sm weiter. Hanaiapa ist ein paar Häuser größer, an einigen Stellen sind die überdachten Plattformen zu sehen auf denen die Kokosnüsse getrocknet werden – Kopra, aus dem dann das Öl gepresst wird. Dieses wird dann nach Tahiti verkauft. An der kl. Kirche setzten wir uns und lassen alles auf uns wirken, da kommt ein älterer Herr vorbei, versucht Konversation (wobei sein französisch scheinbar einen starken marquesischen Akzent hat, das sogar Laure nur schwer versteht) und bringt eine Kiste Bananen für uns alle mit. Mit uns liegen auch unsere Segelbekannten der norweg. –Vega- hier. Sie wollen ihr Parasailor – Segel verkaufen. Da wir an einem solchen Segel schon länger interessiert sind und die Größe zu unserem Boot passt machen wir gemeinsam mit Stephan/Olena und Otwan/Vega einen Test-Segel-Törn. Jost hat sich vieles erlesen und die Beiden haben Erfahrung und so steht das große blaue Segel (125qm) bald einwandfrei und Serenity wird wunderbar mit 7kn durch die Wellen gezogen – Genial. Aber nicht alles läuft so einwandfrei. Beim Anker aufholen hat sich der Bügel unseres Ankers so in den Korallen verhangen, dass er abreißt. Jost u Stephan tauchen den Bereich ab und beim zweiten Mal finden sie den Bügel. Jetzt brauchen wir nur noch jemanden finden der schweißen kann. 

In der Mitte der Bucht ragt ein säulenartiger Stein 23m aus dem Wasser- Roche Fatutue. Um diesen herum gehen wir tauchen. Nicht sensationell, aber herrliches Aquarium und wunderbar relaxed. Einen Abend gibt es gekochte Ziege. Laure hat ein Stück geschenkt! bekommen, es wird auf der Olena gekocht und typisch für die Marquesas, mit Kokosmilch aufgefüllt – Super Lecker!

Die Bucht 11 sm weiter heißt Puamau, ist weit offen, von einem Palmen Wald umgeben und leider auch sehr wellig. In keiner der bisherigen Buchten war wirklich ruhiges liegen, aber hier ist das geschaukel am Ankerplatz die Krönung. Es gibt eine Anlegestelle, an der es auch wieder eine Wasserzapfstelle gibt. Gutes Bergwasser. Wir 7 werden von einem Insulaner auf seinem Pickup mitgenommen. Er fährt uns oberhalb des Dorfes zu der archäologischen Ausgrabungsstätte. Mehrere Steinfiguren –Tikis- wurden liebevoll restauriert  Tikis sind kraftgebende vergöttlichte Stammesahnen. Jeder Mensch wird mit einer eigenen spirituellen Kraft geboren, den er von seinen Ahnen mitbekommt – Mana, ist das Wort hierfür. War jemand  überdurchschnittlich gut in seinem Tun, so war dies ein Beleg dafür, das er viel Mana besaß. Das gab ihm/ihr auch Macht. Diese musste aber auch immer wieder aufs neue unter Beweis gestellt werden (entweder als Krieger, Priester/in oder Tiki Schnitzer/Steinmetz). Es war weiterhin verboten –Tapu- den Kopf einer Person zu berühren, die Mana besitzt, da diese sie dadurch verlieren kann. Die Polynesische Kultur ist schon sehr interessant. Unten im Dorf dann sehen wir wieder einige der zur Kopra Produktion aufgestellten Plattformen. Laure kommt mit einer Frau ins Gespräch und eine halbe Std. später bringt sie uns zwei dicke Tüten mit riesigen Pampelmusen, Mangos u Avocados. Wow, so locker und nett. Ein paar Kinder tummeln sich auf dem Platz vor dem Ufer, Timeo hat seinen Ball mit und schon spielen die hiesigen Kinder, wir Erwachsene und die Kids erst Fußball und dann Volleyball zusammen. 

0 Kommentare

Mi

22

Mai

2019

Buchten von Hiva Oa

0 Kommentare

Mi

15

Mai

2019

HIVA OA Marquesas

13.05 - 15.05.2019

Wir sind da. Ein tolles Gefühl. Wir haben gut geschlafen. Das erste Frühstück mit gedecktem Tisch und ohne das man alles festhalten muss. Um uns herum es frischgewaschen grün(es hat geregnet nachts), der Wind noch angenehm frisch und ungefähr 20 Boote um uns herum. 

Franz. Polynesien besteht aus 5 größeren Inselgruppen, verteilt auf 4 500 000 km2 Seefläche, von denen die nördlichste die Marquesas sind. Bestehend aus 12 Inseln und zahlreichen kleinen Eilanden vulkanischen Ursprungs, überwiegend gebirgig (1224 Mt Tekao als höchster Berg), stark zerklüftet mit tief eingeschnittenen Tälern und Wasserfällen mit gesamt etwa 10T Einwohnern. Die Wind zugewandten Seiten Süd und Ost bestehen aus üppiger tropischer Vegetation, Regenwald der bis in die höchsten Gipfel reicht. Die im Regenschatten liegende NW Seite ist meist mit spärlichem Bewuchs u teilweise wüstenartig. 1595 sichtete Senior de Neyra die Insel und benannte sie nach seinem Gönner, dem damaligen Vize von Peru,  Marques de Mendoza. Die Bevölkerung spricht neben dem französischen auch Tahitianisch und einige weitere kulturelle Besonderheiten wie z.Bsp. die Haka-Gesänge und –Tänze, sowie die Tätowier Kunst. Die Überreste riesiger Kultanlagen und imposanter Steinfiguren –Tikis- sowie rätselhafte Petroglyphen sind stumme Zeugen einer untergegangenen Zivilisation. Politisch als -Franz. Überseeland- geführt sind die Bewohner wahlberechtigt für das EU-Parlament und haben ihr eigenes Parlament. (Infos aus dem Dumont Reiseführer –Südsee-)

Wir machen uns selbst ein Bild und laufen in den kl. Ort Atuona. Schnell und freundlich sind wir einklariert. Zwischen Brotfrucht- und Mangobäumen liegt die Post, ein Supermarkt, Apotheke und zwei drei kl. Geschäfte – und natürlich das Paul Gauguin und Jaques Brel Museum. Die beide sind hier auf  Hiva Oa gestorben und haben viele Jahre in Polynesien gelebt. Geblieben sind die vielen Bilder v Gauguin und das Flugzeug des hilfsbereiten Sängers Brel. Der kl.Ort ist sauber und freundlich. Dahinter liegt die Versammlungsstätte mit großen Tikis (Große Holzfiguren, die kraftspendende Gottheiten darstellen) Wir finden Internet! In dem einzigen richtigen Restaurant hier (das zudem auch noch richtig gutes Essen hat) und neben dem Hafenbecken auf der Anhöhe. Dort hat eine pfiffige Insulanerin einen Internet Hotspot errichtet. Logisch das dort das  “get together“ der Segler ist. 

Wir nutzen nochmal den Spot um ein paar Bilder hoch zu laden was in Zukunft schwierig werden kann. Wir werden uns Mühe geben Euch auch mit Bilder auf dem laufenden zu halten...

 

 

 

 

 

0 Kommentare

Mi

15

Mai

2019

HIVA OA Marquesas

0 Kommentare

So

12

Mai

2019

Galápagos - Marquesas / French Polynesia

Tag 22 11.+12.05.2019

Landfall - Den ersten Kontakt mit Polynesischen Landsleuten haben wir 60 sm vor der Insel. Ein grösserer Fischkutter fährt dicht an uns vorbei. Ich grüsse und mehrere Hände grüssen freundlich zurück, das Signalhorn tutet. Etwa eine Stunde später spielt kurz eine Horde kleiner Delfine am Bug. Unglaublich, so schön, endlich, fast da. Gegen 11.00 Uhr ruft Jost auf einmal - Land in Sicht ! Noch 40 sm to go. Marquesas wir kommen. Auf unserem Boot brummt es wie auf einer Baustelle. Der Motor läuft, da gegen 10 Uhr der Wind einschlief, der Generator und Kärcher für den Wassermacher laufen, das Dingi wird aufgepumpt. Wir bereiten uns vor, räumen auf, um, holen den schweren Zweitanker hervor (Front- und Heckanker werden in der Bucht gelegt), passende Leine wird entsprechend auf die Heckrolle montiert, neue Landesflaggen hochgezogen und, und und.... und die letzen Meilen zählen runter. Gegen 13 Uhr haben wir ein Tagesetmal von 134 sm und noch 25 sm zu segeln. 15 sm segeln wir an der grünen Küste von HivaOa entlang. Dann biegen wir in die Bucht vor Atuona ein und zwischen ein paar anderen Seglern liegen Olena und Vega und mit lauten Tröten und Winken werden wir begrüsst. Ich habe echt Pipi in den Augen. Der Anker fällt nach 3063 sm, 22 Tagen und 4 Stunden. Auf der Olena gibt es Sekt und Knobibrot. Perfekt ! Eine Ankunftszigarre noch für uns als Abschluss - wir sind da !

Fr

10

Mai

2019

Galápagos - Marquesas / French Polynesia

Tag 21    10.05.2019

Der Wind - bleibt uns die Nacht über treu. Genau drei Wochen sind wir jetzt auf See. Morgens riggen wir Main und Genua ausgebaumt jeweils auf die andere Seite, um einen direkteren Kurs fahren zu können. Ab Mittag muss leider der Motor bei 6-8 kn Wind ein wenig nachhelfen. Nachmittags sind wir von dunklen Wolken umgeben und der Wind hat aufgefrischt. Das hielt leider nicht lange an. So dümpeln wir mit 8-9 kn dahin. Mal schaun wann wir den Motor anwerfen. Die Olena hat heute Landfall! Bei uns wird es wohl Sonntag spät nachmittag werden! Tagesetmal 129 sm. Letzter Sundowner während der Überfahrt auf der Serenity

Do

09

Mai

2019

Galápagos - Marquesas / French Polynesia

Tag 20    09.05.2019

To do Liste - unsere To Do Liste wenn wir dann da sind, wird wieder länger. Von den 5 Sonnen Paneelen liefern seit gut einer Woche nur drei Strom, was dazu führt dass wir abends schon mal den Motor zwecks Stromerzeugung mitlaufen muss. Das Dingi hat auf einer Seite ein Leak und muss alle zwei Tage aufgepumpt werden. Der Spibaum braucht Service und und und. Und der Wind lässt bedenklich nach. Nein bitte Wind, nur noch zwei Tage durchhalten. Nicht endlos motoren. Noch segeln wir. Nebenbei - seit 20 Tage haben wir ausser der Olena nichts und niemanden gesehen. Heute fährt ein Riesentanker knapp 2 sm dicht hinter uns her. Tagesetmal 138 sm. Eine weitere Stunde Zeitverschiebung auf der Serenity angepasst.

Mi

08

Mai

2019

Galápagos - Marquesas / French Polynesia

Tag 19    08.05.2029

Unter 500 - Seemeilen bis zum Ziel. Die Nacht war ruhig und wir konnten nacheinander gut schlafen. Heute morgen sollte dann der Gennaker die Speed ein wenig beschleunigen. Alles ausgebäumte zurückgerüstet und den Gennaker hochgezogen. Da wir aber achterlichen Wind und die Welle fast auf backbord haben, schlug das grosse Segel alle paar Minuten gut um. Jost schaut sich das genau 15 Minuten an, dann wird alles ab- und wieder Altzustand aufgeriggt. Schmetterling mit Genua und Main taumeln wir nun bei 13-18 kn Wind, 2m Welle, 4,5-7 kn Speed ( je nachdem ob uns die Welle abbremst oder anschubst) vorwärts. Tagesetmal 131 sm. Mögliche Ankunftszeit wird nun ständig hochkalkuliert auf der Serenity.

Di

07

Mai

2019

Galápagos - Marquesas / French Polynesia

Tag 18    07.05.2019

Alles ruhig - Es gibt eigentlich nichts zu berichten. Der Wind gleich bleibend, im ganzen aber weniger (10-15kn), die Welle die letzten 24 Stunden gnädig, aber immer noch nervend, Passatwölkchen am Himmel, kommen wir langsam voran und die Segel bleiben fast unangetastet. Wir lesen, dösen, machen kleine Wäsche, Jost macht seinen täglichen Check-Rundgang auf Verbindungen und Scheuerstellen und abends genießen wir den leckeren Fisch. Tagesetmal 128. Alles locker auf der Serenity

Mo

06

Mai

2019

Galápagos - Marquesas / French Polynesia

Tag 17    06.05.2019

MahiMahi - Nach dem Thunfisch-Angel-Glück nun ein grandioser MahiMahi (Goldmakrele). Das Abendessen ist gerade fertig, als die Angel rauscht. Jost kämpft und bald kann ich einen bunten, grossen Fisch über das Heck annehmen. Ein bisschen tut es uns Leid um das schöne Tier. 93cm lang und gut 8 kg schwer. Wir haben einiges zu tun bis alles wieder sauber, der Fisch zerlegt, filetiert und teilweise eingefroren ist. Bis zu den Marquesas braucht die Angel jetzt nicht mehr raus. 

Ein lieber Exkollege hat immer gesagt. Jammern auf hohem Niveau - so komme ich mir vor wenn ich die Nachricht eines Segelkollegen lese. Vor Pitcairn ist zurzeit Sturmwarnung, anlanden unmöglich und auf Gambier sind es viel zu kalte 18 Grad und Dauerregen. Wir haben alles richtig gemacht und über unsere weiterhin nervigen Wellen denke ich jetzt weniger unzufrieden. Tagesetmal 140sm Alles läuft rund auf der Serenity.

So

05

Mai

2019

Galápagos - Marquesas / French Polynesia

Tag 16    05.05.2019

El Nino - Heute haben wir wieder ein Forecast von Wetter-Bob aus Australien, mit dem Südsee Daten erhalten. Er ist nicht glücklich mit der viel zu hohen Wassertemperatur, dem Wetter vor der Südküste NZ und ungewöhnlichem Wellenbild vor den Marquesas. Es ist wohl doch ein kleines El Nino Jahr. Dadurch verschiebt sich die Strömung im kompletten Pazifik und nix is mit Barfuss-Relax-Route. Die Welle rollt heftiger denn je von hinten ran, wir segeln Schlangenlinien am optimalen Kurs entlang um mal am Wind, dann wieder Schmetterling nicht zu stark zu rollen. Dabei verhakt sich die Main beim Einrollen im Mast und wir brauchen einiges an Geduld und Zeit bis wir sie wieder frei haben. Die Nacht dagegen beginnt wieder mit einer Delphin Show und verläuft verträglich. Wir können beide während unserer Freiwache gut schlafen. Tagesetmal 138sm. Heute alle besser drauf auf der Serenity

Sa

04

Mai

2019

Galápagos - Marquesas / French Polynesia

Tag 15    04.05.2019

Freud und Leid - liegen so nah beieinander. Die ganze Fahrt über haben wir sie noch nicht gesehen. Plötzlich, gegen späten Nachmittag sind sie da. Delphine, erst 3,4 dann 10-15 grosse dunkelgraue Tiere mit hellgrau geflecktem Bauch. Sie kommen in dreier Formation zum Bug, springen in die Welle, aus der Welle heraus, surfen die hohe Welle am Bug hinter uns ab, klatschen mit der Flosse und machen Jost vorne nass, haben sichtlich Spass. Unglaublich, immer wieder, unermüdlich in das glitzern der schräg stehenden Sonne. Ein Traum. Unsere Kameras sind immer im falschen Moment am falschen Ort und die Batterie hat schon lange aufgegeben, da sind sie immer noch um uns herum. Ach, ich weiss nicht warum, die Tiere machen einfach glücklich. Dann kam die Nacht. Die Wolken wurden dick und schwarz, kein Stern zu sehen, der Wind schwankt zwischen 15 und 25 kn, mehrere Regenschauer ziehen über uns weg. Die Welle stoppt einen auf, dann kommt der Klatscher von der Seite, die nächste schiebt uns von hinten wieder an. Speed zwischen 3,5 und 7 kn. An Schlaf ist nicht zu denken. Als es hell wird wieder auf Main und Fog, am Wind segeln umgeriggt. Kurs passt noch. Tagesetmal 136 Alle müde auf der Serenity


Fr

03

Mai

2019

Galápagos - Marquesas / French Polynesia

Tag 12    01.05.2019

Man trifft sich - 1690 sm nachdem wir von Galapagos los sind, mitten im riesigen Pazifik holt die Olena uns spätnachmittags ein. Segelt direkt neben uns. Per Funk und Sichtkontakt unterhalten wir uns fast eine Stunde lang. Fehlt nur noch das Bier, dann wäre der Sundowner perfekt. Über das chaotische Wellenbild verliere ich heute mal kein Wort. Ansonsten ist der Wind konstant und das ist beruhigend. Tagesetmal 144. Die Sonne geht unter vor der Serenity mit Blick auf das Boot von guten Freunden.

Do

02

Mai

2019

Galápagos - Marquesas / French Polynesia

Tag 14    02.05.2019

Zwei Wochen - auf See sind wir schon und etwas mehr als eine weitere wird es wohl noch werden. Heute haben wir was Neues ausprobiert. Da wir bei den Bedingungen leider die zweite Genua nicht ein- und hochziehen können sind wir die letzen Tage mit Main und Genua ausgebaumt Schmetterling gefahren. Dabei ist der Segelplan nicht ausgeglichen und der Drehpunkt des Bootes liegt weiter hinten, was dazu führt, daß das Heck bei einer seitlichen Welle ausgehoben wird. Wir haben ein Fog welches für Starkwind gedacht und noch selten genutzt wurde. Mit dem Babystag wird diese direkt hinter der Genua angeschlagen. Es hat etwas gedauert, aber nun segeln wir mit gereffter Genua und Fog Schmetterling. Der Drehpunkt ist nun weit vorne und wir laufen trotz drei meter Welle achterlich weit ruhiger. Tagesetmal 144sm. Immer was neues auf der Serenity

Mi

01

Mai

2019

Galápagos - Marquesas / French Polynesia

Tag 13   01.05.2019

Einen Ruhigen - Jost schickt die Angel einkaufen und tatsächlich hängt sich ein netter Thunfisch an den Haken, der für gut zwei Abendessen reicht. Mittlerweile habe ich mit dem Filetieren richtig Übung. Verrückt, in den Wochen hier im Pazifik haben wir schon mehr Fisch gefangen als im ganzen Jahr im Atlantik. Olena immer noch in Sichtweite haben wir einen guten Segeltag. Auch wenn morgens die Welle wieder zum Haare-raufen aus allen Richtungen kam. Tagesetmal 142sm. Alles ruhig auf der Serenity

Di

30

Apr

2019

Galápagos - Marquesas / French Polynesia

Tag 11    30.04.2019

Halbzeit oder auch Bergfest - Die 1500er Marke ist über- und unterschritten. Das muss gebührlich begangen werden. Ich backe uns einen Apfel-Nusskuchen, der nachmittags bestens passt. Als die 1500er sm Marke dann unterschritten wird, gönnen wir Neptun einen feurigen 70%igen Ätna Schnaps (danke dafür an Mirella u Roy, Sizilien). Als Antwort darauf werden seine Fische feurig und der grosse Köder samt Leine ist schneller weg als wir gucken können. So war das nicht gedacht. Auf den Anlass hin und den Schreck genehmigen wir uns einen braven Kräuterlikör. Wind und Welle heute ein auf und ab zwischen genial und nervig. Tagesetmal 133 sm. Auf der Serenity wird nun herunter gezählt

Mo

29

Apr

2019

Galápagos - Marquesas / French Polynesia

Tag 10   29.04.2019

Struktur - Es heisst immer, der Tag muss eine Struktur haben, dann lebt es sich leichter. Unsere Struktur zur Zeit - Frühstück gegen 09, Salzwasser Dusche, 29 Grad, per Eimer und mit Süsswasser abduschen danach, genial. Lesen, dösen, Positionsdaten verschicken um 12.00, Tagesmail mit Olena (heute ca 70 sm hinter uns), Snack, lesen, dösen, dazwischen immer wieder kleine Segel-Stellungs-Korrekturen. Sportliches kochen, Abendessen, gegen 20.00 Uhr gehe ich schlafen, gegen 0:30 Uhr wird getauscht und dann wieder gegen 05.00 Uhr. Langweilig, nein, ich bin dankbar für jeden Tag der so locker verläuft, ohne das etwas kaputt geht oder Wind und Welle anstrengend sind. Wind zur Zeit 10-15 kn, Welle seit morgens wesentlich weniger, Kurs 255 grad, am Wind 135 grad. Tagesetmal 140sm. Angenehme Struktur auf der Serenity

So

28

Apr

2019

Galápagos - Marquesas / French Polynesia

Tag 9   28.04.2019

Wellen Waschmaschine - Heute mochte uns die Sonne wieder. Nur die Welle lässt partout nicht mit sich reden. Die Nacht hat sie uns gut hin und her gebeutelt. Schlafen ging gar nicht. Mal von hinten, dann wieder auf Backbord und zwischendurch kreuz und quer. Da wir ihr nicht zu viel Segelfläche zumuten, reitet Serenity diese mit Hilfe des Autopiloten auch gut ab. Einzig wir Menschen haben noch keinen Automatismus. Tagesetmal 144sm. Mit Humor alles gut auf der Serenity

Sa

27

Apr

2019

Galápagos - Marquesas / French Polynesia

Tag 8    27.04.2019

Beschäftigter Tag - Im Gegensatz zu den letzten Tagen waren wir heute recht umtriebig. Jost schmeisst den Watermaker an, ich backe Brot, Segel werden auf Schmetterling umgeriggt und abends für die Nacht wieder nur die Genua gesegelt. Plötzlich stellen wir fest, dass die Deckbeleuchtung am Mast nur noch am Stromkabel baumelt. Also ziehe ich Jost bei gut schaukelnder Welle auf halben Mast für eine schnelle Reparatur hoch. Ansonsten ist es bis Mittag wolkenverhangen, der Wind schiebt uns gut voran und die hohen Wellen kommen fast achterlich. Tagesetmal 137sm. Gut schaukelig lässt es sich gut leben auf der Serenity

Fr

26

Apr

2019

Galápagos - Marquesas / French Polynesia

Tag 7   26.04.2019

Entscheidung - nachdem abermals das Wetter rauf und runter diskutiert ist, entscheiden wir uns nicht nach Pitcairn und Le Gambier zu segeln. Mehr oder weniger 4m Welle für fast eine Woche gegen an sind es uns nicht wert. Wir fallen ab, neuer Kurs 260 grad mit 130 grad am Wind sollten uns auf die nördliche Inselgruppe von Franz. Polynesien bringen, auf die Marquesas. ca 200 sm mehr aber voraussichtlich moderates Segeln mit mehr achterlichem Wind und Welle. Gesegelt mit 6 Std Motor 977 sm in einer Woche gibt einen Verbrauch von 0,003 ltr/km, damit sollte Serenity die Feinstaubplakette erhalten. Olena hat ebenfalls ihre Wetterdaten durchdacht und haben ebenfalls den Kurs geändert.Tagesetmal 137sm. Alles gut auf der Serenity

Do

25

Apr

2019

Galápagos - Pitcairn / French Polynesia

Tag 6    25.04.2019 

Rollercoaster - Eine unruhige Nacht und ebenso der Tag. Die Welle wird immer zickiger und laut Wettervorhersage für die nächsten Tage wird es nicht besser, eher höher und fast gegen an. Immer öfters klatscht eine Welle hoch an die Seite. Dank des neuen Bimini-Seitenschutzes bleiben wir jedoch im Cockpit trocken. Wir verkeilen uns irgendwo und lesen oder holen uns neue Wetterdaten. Pitcairn ist anvisiert aber es gibt Ausweichmöglichkeiten. In den nächsten zwei, drei Tagen müssen wir uns entscheiden. Tagesetmal 143sm. Es bleibt spannend auf der Serenity 

Mi

24

Apr

2019

Galápagos - Pitcairn / French Polynesia

Tag 5   24.04.2019
Blödes Ohr - Immer noch nehme ich (Susanne) Antibiotika. Das schlägt auf den Magen und das allgemeine Wohlbefinden. Und das Ohr nervt trotzdem noch. Die Wellen schlagen auch. Werden immer ruppiger. Wir fallen etwas ab um mit ihnen und nicht gegen an zu schaukeln. Dabei kommen wir gut voran. Tagsüber volle Besegelung und 7-8 kt Fahrt. Nachts gut eingerefft, damit es mit dem Schlaf besser klappt. Tagesetmal 152. Alles im Rhythmus auf der Serenity.

Di

23

Apr

2019

Galápagos - Pitcairn / French Polynesia

Tag 4   23.04.2019
Abermals haben wir einen guten Segeltag und die Angel zieht wieder einen netten Thunfisch ins Boot. Die Nacht aber sind voller kleiner Squalls. Der Wind geht auf 8 kn runter und auf 20 kn rauf. Die Windrichtung schwankt. Es regnet zwischendurch. An Schlaf ist für Jost nicht zu denken. Der Morgen empfängt uns wieder freundlich als wenn nichts gewesen wäre. Einzig die Wellen werden immer höher. Damit wird auch Fisch filetieren und kochen im allgemeinen mal wieder sportlich. Tagesetmal 158sm. Alles gut schaukelig auf der Serenity.

Mo

22

Apr

2019

Galápagos - Pitcairn / French Polynesia

Tag 3    22.04.2019
Ruhiger Tag, unruhige Nacht - wir gleiten dahin, lesen, dösen, geniessen. Bei Leichtwind und gut Strömung kommen wir mit 4-6 kn voran. In der Nacht dann dreht der Wind auf Süd und dann plötzlich auf Südwest. Die Segel schlagen, wir wechseln auf den Backbord Bug. Schwarze tiefhängende Wolken ziehen süd. von uns vorbei. Drei Std. später dreht der Wind abermals und wir können wieder unseren Zielkurs anlegen. Die Wellen werden höher und die Bootsbewegungen sind nicht mehr so komfortabel. Kein AIS weit und breit. Tagesetmal 140sm. Alles entspannt aber müde auf der Serenity

So

21

Apr

2019

Galápagos - Pitcairn / French Polynesia


Tag 1  20.04.2019 Ostersamstag

Wir verlassen Santa Cruz/ Galapagos. Gegen 15 Uhr sind wir endlich soweit. Anker auf winken uns einige Boote zu die bald folgen werden. Anfangs läuft der Motor aber bald können wir Leichtwind-segeln bei wenig Welle. So ist denn auch die erste Nacht eine Erholung vom Ankerplatz. Es ist gut bewölkt und zwei Regenschauer ziehen durch. Leider ist der Wind südlicher als vorhergesagt, aber bei geplanten 2900sm Gesamtstrecke sind ein paar Meilen nördlich der optimalen Linie nicht so wichtig. Tagesetmal 120sm. Alles Bestens auf der Serentiy

Sa

20

Apr

2019

Galapagos Santa Cruz

17.04 -20.04.2019   Santa Cruz

Früh raus, haben wir erst nicht so tollen Wind, später können uns dann aber die Segel die 48 sm bis vor die Bucht Ayora auf Santa Cruz tragen. Etwas ungeschützt läuft dort eine gute Welle hinein und beschert uns unruhige Tage. Zudem sind hier im Hauptort des Archipels mehr kleinere Tauch-Cruise-Ships als Segler vor Anker (19 Dampfer! habe ich an einem Tag gezählt), deren Transport Dingis ständig unterwegs sind. Es ist laut hier. Der Ort ist wesentlich größer, viele Restaurants, Souvenierläden, Schmuck und Tauchbasen. Es hat eine interessante Straße die sich abends in eine Restaurantmeile verwandelt. Alle stellen Stühle u Tische nach draußen und es gibt alles an Fisch was die Region hergibt (auch Bärenkrebse.... ich sehe sie lieber unter Wasser). Spielplätze, durchweg freundliche Leute. Ein wirklich netter Ort, der aber besser ins Sommer-Mittelmeer-Feeling passt als in ein hochsensibles Naturschutzgebiet. Wir besuchen das weitläufige Darwin- Center. Mit schönen Wanderwegen, interessanten Ausstellungsräumen, einer Schildkröten Aufzuchtstation und einer netten Bibliothek die es den Kids angetan hat, sieht man viel was hier für den Naturschutz getan wird. Da wir aber die große Passage vor uns haben, wird auch noch einiges gearbeitet. Neben Wassermachen wird alles nochmal abgeprüft, hoch in den Mast, Tauwerk, Bolzen und Aufhängungen, Gasflasche im Dorf füllen, Wäsche etc. Heute sind Jost, Laure u Stephan in den Norden tauchen. Da mein Ohr noch nicht wieder Tauch-fit ist unternehme ich was mit den Kids. Ich laufe mit sechs Kindern zweier Schiffe zu der kl. Schlucht von Las Grietas. Hier fließt das Süßwasser aus den Bergen durch eine tiefe Lavaschlucht ins Meer. Das Wasser ist fast schon kalt und wir toben uns aus. Superschön und echt spaßig mit den tollen Kids. Morgen früh um sechs wollen wir noch auf den Insulaner Obst und Gemüsemarkt, um 9 Termin bei der Immigration und dann kommen die Behörden nochmals an Bord, alles prüfen (haben die Angst wir nehmen einen Iguana mit?). 

Dann soll es los gehen - Auf die etwa 3000sm lange Tour durch den Pazifik nach Pitcairn und Le Gambier, den südl. Zipfel von Franz. Polynesien. Etwa 3 bis Wochen auf See haben wir eingeplant. Wir werden berichten.

0 Kommentare

Mi

17

Apr

2019

Galapagos Isabela

16 & 17.04.2019

Sonntag haben Laure und ich uns in eine Boots- und Schnorcheltour zu den Los Tuneles gebucht. Gut 40 min geht es die Küste hinauf zu den Lavafeldern die weit ins Meer ragen. Eine bizarre Landschaft deren natürliche Lavatunnel eine ideale Unterwasserwelt für die riesigen Schildkröten, Haie und bunten Fische bilden. Der Guide zeigt uns dann auch zwei Höhlen (die wir sonst nie gefunden hätten) mit jeder Menge ruhender Haie, recht große Seepferdchen und Pinguine die sich, von uns total unbeeindruckt, weiter auf ihrem Stein putzen. Eine schöne Wanderung auf den bizarren Lavafeldern mit den einzelnen Kakteen und Blaufußtölpel noch, dann geht es zurück. Spät Nachmittag dann das Kontrastprogramm – Fußballspielen mit den Insulanern. Sam von der Archer hat es organisiert. Mitspielen ist nicht mein Ding, aber zuschauen und anspornen. Hochrote Köpfe, geschrammte Schienbeine, alle Altersklassen und die Hiesigen integrieren die Boot-Kids so nett! Alles etwas chaotisch aber voller Elan, wir feuern an und trösten. Das Abendessen in einem der einfachen und netten Restaurants haben wir uns Alle verdient.

Montag will uns unser Agent die Zarpe (Genehmigung) für Santa Cruz bringen, die letzte der drei Inseln die wir besuchen dürfen. Hans schaut noch schnell in mein Ohr - ich habe seit Tagen auf einem Ohr schmerzen und wohl eine fette Entzündung - wir entscheiden uns nun doch Antibiotika zu nehmen, dann segelt die Alkyone nach Santa Cruz voraus. Olena und wir werden wohl morgen folgen. 

0 Kommentare

Mo

15

Apr

2019

Galapagos Isabela

08.04-15.04  Isola Isabela

Wir genießen ein relaxtes Frühstück und schauen den Taxibooten, Tauchbooten und kl. Tauch-Cruising-Ships zu. Und natürlich den Tieren die ums Boot herum spielen. Seelöwen liegen oft stundenlang faul in der Sonne. Sobald sie im Wasser sind, blühen sie richtig auf, schwimmen geschmeidig, springen wie Delphine, toben mit den Artgenossen, total verspielt und suchen jede Möglichkeit irgendwo an Bord eines Schiffes zu kommen. Vor uns liegt ein alter Fischerkahn mit einer recht hohen Heckrampe. Kein Hindernis, es liegen immer mindestens 10-15 Tiere grunzend auf dem Kahn. Da wir es alle irgendwie am Magen haben lassen wir es heute ruhig angehen. Dienstagmorgen bekommen wir vom Agenten die Zarpe für die nächste Insel und gegen späten Nachmittag gehen wir Anker auf zur Isola Isabela. Gleich zu vier bekannten Booten sind wir heute Nacht unterwegs. Die kanadische Maple, Alkyone, Olena und wir. Es wird eine angenehme Überfahrt und gegen morgen sind alle nach 86sm vor Anker in der kleinen gut besuchten Bucht Villamil. Unser Agent und ein Herr in Uniform kommen und prüfen mal wieder Papiere, fotografieren und schauen sich im Boot um . Danach genieße ich das klare Wasser (27 Grad), schwimme und nehme mir den Wasserpass vor. Das das Meerwasser hier sehr nährstoffreich ist, sieht man auch an dem Algenbewuchs nach nur einer Woche. Während ich schrubbe, sammeln sich jede Menge Fische um mich, welche die Schwebstoffe aufsaugen und! ein kl. Pinguin spielt neugierig um mich herum. Was für eine nette Begrüßung. Was nicht so nett ist, die Olena hat beim Ankern kurz kontakt mit einem Felsen. Die Jungs sind mit Tauchequipment unten und schauen was repariert werden muss. Mit Unterwasser-Epoxy wird der Kiel repariert, aber ein Ruder muss ausgebaut werden. Die nächsten Tage wird immer wieder Glasfasergewebe mit Epoxy aufgetragen und geschliffen, bis das Ruder den hohen Ansprüchen der Beiden genügt und Samstag wird dann alles wieder installiert. Puuh das ging nochmal so  gerade gut, Auskranen wäre hier auf Galapagos nicht möglich gewesen. Zwischendurch wird der nette kleine Ort erkundet, deren Sandstraße kaum von Autos befahren ist. Der moderne Kirchenbau hat als Altarhintergrund eine Palmen- und Strandlandschaft mit den Tieren der Insel und Christus hält die Arme weit offen – das nenne ich mal eine einladende Kirche. Isabela ist zwar die größte der Galapagosinseln, es darf aber nur ein kl. Teil betreten werden, der Rest ist geschlossener Naturschutzpark. Wir laufen über den schön angelegten Holzplanken- und Lavaweg hinter dem Ort, tunnelartig durch die Mangroven, vorbei an Flamingos und großen Meerechsen bis zum Park mit den Riesen-Schildkröten. Ein Funkrundruf und am Strand neben dem Anlegepier toben nachmittags 15 Kids im Wasser und Strand. Die Erwachsenen der 6 Boote sitzen unter den Bäumen, müssen aber die meisten Bänke den Seelöwen überlassen. Denn die kennen kein Pardon, auch untereinander nicht, wenn einer seine Bank beanspruchen will. 

Einen Tag haben wir uns zu vier Booten (Norwegen, Schweiz, Deutsch)verabredet und Octon und seinen bunten, offenen Bus gemietet. Er fährt uns und dann erlaufen wir uns dann El Murro de las Lagrimas – die Mauer der Tränen (zwischen 1946-59 gab es hier ein Strafgefangenenlager), Lavatunnel und schöne Strandstücke und begegnen immer wieder freilebenden Riesenschildkröten die ganz gemächlich unseren Weg kreuzen. Es ist unglaublich heiß. Zum Abschluss fahren wir noch vorbei an diversen kl. Farmen hoch bis zur Caves de Sucre. Nein keine Zuckerhöhle, sondern eine tiefe begehbare Lava Höhle, deren Schwefelablagerungen wie ein goldenes Firmament aussehen und einem Senior Sucre gehört hat. Taschenlampen und das HuHu von 10 Kids machen es schaurig schön. Als wir rauskommen ist schon dunkel und wir treten müde und verklebt vom Tag den Rückweg an. 

0 Kommentare

Mo

08

Apr

2019

Galapagos San Cristobal

Donnerstag bis Sonntag

Donnerstag haben wir alle uns Fahrräder gemietet. Früh raus geht es zügig bergauf. Schwül warm ist es, teilweise gut steil. Auf der Hälfte der Strecke steigt die Olena in ein Taxi, zu viel für die Kids. Jost und ich radeln weiter u nach 600hm kommen wir am Vulkansee El Junco an – Puuh, auch genug für uns! Der Junco See ist das größte Frischwasser Reservoir der Insel. Danach sind wir wieder zusammen und fahren eine schöne Nebenstrecke, vorbei an kleinen Fincas, Zitronenbaumen, kl. Bananenplantagen und Brombeeren. Probiert – sie schmecken doch. Abwärts geht es dann zu einer Schildkröten Aufzuchtstation. So nett, von schläfrigen Minis bis gemächlich schreitenden großen Schildkröten. An der Endstation der Straße (danach gibt es nur noch den Wanderweg bis Puerto Chino) holt uns dann das vorher bestellte Taxi mit großer Ladefläche wieder ab. Ein anstrengender aber toller Tag. Freitag machen wir dann mit den Kids einen Strandtag. Noch zwei Mädels von der Alcyone dazu, toben wir in den Wellen, bauen Sandburgen, schauen die Seelöwen zu die sich zwischendurch an den Strand spülen lassen und die großen Echsen beäugen uns nur gelangweilt. Samstag sind dann Laure und ich dran mit tauchen. Ebenso wie die Männer fährt das Tauchboot bis zum vorgelagerten großen Felsen – Kickers Rock (148m hoch. Im spanischen heißt er- schlafender Löwe) Leider ist unsere Gruppe nicht so homogen wie bei den Männern. Die drei Japaner die mit uns tauchen sind noch Neulinge und der Guide hat alle Hände voll zu tun. Der erste Tauchgang ist dementsprechend besser schnell vergessen. Der zweite war besser. Ein riesiger Schwarm Fische, eine Bowl, man taucht hinein und es ist schwarz! Ein geniales Gefühl langsam mittendurch, am Rand und wieder hinein und die Fische scheint es nicht zu stören. Ein Adlerrochen, ein Hammerhai!, zwei weißspitzen Haie, ein paar jagende Seelöwen, jede Menge große Schildkröten, Papageienfische, Kissenseesterne und diverse andere Fische runden das Ganze ab. Die Jungs sind noch in die Felsspalte getaucht, wo viele Haie, von der Sonne angestrahlt, kreisen! Das ging leider mit unserer Truppe nicht.

Sonntag ist wieder Tauchtag. Olena hat die drei Kids auf der Alcyone untergebracht (da sind dann nun 8 Kids) und wir vier können zusammen los (Danke Jutta und Hans). Fast zwei Std. geht es mit dem Boot von der Wreck Dive Basis in den Norden der Insel, nach Punta Pitt. Zwei Tauchgänge machen wir zu sechst, Olena, wir und ein australisches Pärchen. Dazu zwei Guides. Die Sicht ist sehr diesig, das Wasser ein buntes Aquarium an Fischen und um uns spielenden Seelöwen. Ein Galapagos Hai und ein riesiger Stingray sowie ein großes Feld mit Kissenseesterne können wir im milchigen Wasser so gerade erkennen. Dann verlieren unsere beiden Guides uns vier auch noch(oder wir sie) und wir gehen auf die Suche. Später werden Taucher und Schnorchler ans Ufer gebracht. Wir machen eine 1,5 stündige Wanderung durch die Hitze hinauf auf ein Plateau wo die Blaufuß- und Rotfußtölpel nisten. Die Tiere lassen sich durch uns in keinster Weise irritieren und halten mit ihren blauen Füßen ihre ein oder zwei Eier warm. Der Guide hat viele interessante Informationen für uns über Brut und Aufzucht und ein Vogel hat sogar zwei flauschige Kleine dabei. Zurück am Ufer toben Seelöwen am Strand & Wasser. Ich kann mich immer noch nicht satt sehen. 

0 Kommentare

Mo

08

Apr

2019

Galapagos San Cristobal

0 Kommentare

Mi

03

Apr

2019

Galapagos San Cristobal

Dienstag/Mittwoch ....   Seelöwen überall

Dienstag erkunden wir den Ort und versuchen Termine zu machen. Ein warmer Sommerregen, der alsbald sintflutartig wird zwingt uns auf ein gutes Eis in ein Café.

(Es ist Trockenzeit in Panama und Regenzeit auf den Galapagosinseln!) Danach werden Tauchtermine und Fahrräder für die nächsten Tage festgemacht. Der Ort ist nicht groß, hat viele Dive-Shops und kl. Restaurants, uns gefällt er, es ist nicht viel los. Etwas außerhalb liegt das Interpretacion Center. Ein interessant gestaltetes Haus mit vielen Informationen über die Evolution der Tierwelt und Historie von Galapagos. Selbst die Kids haben Spaß und stellen viele Fragen. Einige kl. Restaurant bieten günstige Tages-Menus an. Wir testen und sind angenehm überrascht. Mittwoch werden Stephan und Jost früh abgeholt. Sie gehen Tauchen! Eigentlich wollten wir Mädels mit den Kids in den Ort und eine Wanderung an den Strand machen, aber daraus wird erst mal nichts. Es regnet, nein es schüttet, nein nicht nur ein paar Minuten, über Stunden. Die Flüsse spülen ihr Wasser ins Meer und die Bucht ist braun mit viel Holz und anderem Grüns. Aber auch erstaunlich wenig Müll!

Wasser muss genutzt werden. Ich stelle Eimer auf, wasche Handtücher und bin selbst gründlich geduscht.

Quelle Wiki: Galapagos ist eine Provinz von Equador, vulkanischen Ursprungs, hat bis zu sieben unterschiedliche Vegetationszonen, liegt am Äquator und ist ca 1000km vom Festland entfernt. Der Name leitet sich aus dem spanischen ab was so viel heißt wie Wulstsattel, bzw Schildkrötenpanzer. Alle Inseln sind als Nationalpark geschützt (seit 1959)und stehen unter strengem Naturschutz. Die Inselgruppe besteht aus 13 größeren und etwa 100 winzigen Inseln, nur 5 sind besiedelt. Das Archipel wurde 1535 per Zufall entdeckt. Der damalige Bischof von Panama war auf dem Weg nach Peru vom Kurs abgekommen und strandete hier. 1835 besuchte Charles Darwin die Inseln und fertige viele Aufzeichnungen über die Tierwelt an. Obwohl die Inseln in Äquatornähe liegen, ist das Klima aufgrund des mit 20 grad Celsius kühlen Meerwassers (vom Humboldtstrom und von aufsteigendem Tiefenwasser) eher gemäßigt. Das nährstoffreiche Tiefenwasser ist verantwortlich für den Artenreichtum rund um den Archipel. Neben den Seelöwen gibt es einiges an Vogelarten, Schildkröten und Echsen die nur hier vorkommen. Der Mensch ist, wie so oft, der Eindringling und brachte vieles mit, was die hiesige Tierwelt bedroht – Hunde und Katzen, Esel, Ziegen und die Brombeere. Die schlimmste invasive Pflanze wurde 1968 auf die Inseln gebracht. Die Beeren erwiesen sich hier als ungenießbar. Die Ranken jedoch wucherten heute unkontrollierbar. Der Tourismus ist die größte Einnahmequelle und zugleich die größte Bedrohung für das sensible Ökosystem - Wir werden alles tun um uns entsprechend zu verhalten! 

0 Kommentare

Mi

03

Apr

2019

Galapagos San Cristobal

0 Kommentare

Mo

01

Apr

2019

Galapagos San Cristobal

Bienvenidos Galapagos

Gegen Montagmittag erreichen wir den Ankerplatz vor dem Hauptort Puerto Baquerzo Moreno auf der Insel San Christobal. Nach 6 Tagen 3Std und 873sm fällt der Anker mit Olena neben uns. Einige gelbe Flaggen um uns herum (auch die Australier, Triple Shot und die deutsche Alcyone die wir unterwegs auf dem AIS hatten bzw. im Funk) und so müssen wir warten bis die Offiziellen von Boot zu Boot fahren um dann mit 9 Leuten plus Maria, die Vertreterin des Agenten an Bord zu kommen. Zwei Taucher untersuchen das Unterwasserschiff und geben grinsend ok (Jost hat alles blankgewienert) Wir öffnen Bilgen, Schränke und den Kühlschrank, Sicherheitsequipment. Alles wird inspiziert. Für den Müll habe ich, wie gefordert verschiedenfarbige Säcke mit Beschriftung im Bad angebracht. Passt so. Einige Fragen (...keine Zitrusfrüchte an Bord? Keine Samen?) und jede Menge Papier. Jede Behörde fragt die gleichen Daten ab, füllt die Bögen mit fast gleichen Informationen. Nun ja, alle sind locker und freundlich und nach einer Std. gehen sie von Bord, wir sind einklariert und können die gelbe Q-Flagge herunternehmen. Mit einem Taxiboot fahren wir an Land. Eigenes Dingi ist hier nicht erlaubt. Nur in Notfällen und nachts, wenn die Taxiboote nicht mehr fahren. Wir dürfen aber paddelnd von Boot zu Boot. Maria, zeigt uns ein wenig vom Ort, ist aber ansonsten eher sehr zurückhaltend. Überall in Ufernähe und auch auf den Sitzbänken und Pontons gibt es Seelöwen. Sie röhren, grunzen und! stinken und wir können uns nicht sattsehen. Als uns Hans von der Alcyone mit seinem Dingi spätabends zurück zum Boot fährt (weil Taxiboote scheinbar schon Feierabend haben), sitzt auch schon ein mächtiger Seelöwe bei Olena auf den Stufen – inklusive eines dicken Haufens Püh. Da Stephan heute Geburtstag hat, 50 wird er, gibt es noch einen Umtrunk incl. eines megaleckeren Karottenkuchens bei der Olena.

Hey, wir sind auf Galapagos!!

0 Kommentare

Mo

01

Apr

2019

Galapagos San Cristobal

0 Kommentare

Mo

01

Apr

2019

Äquatorüberquerung

0 Kommentare

Mo

01

Apr

2019

Pacific Crossing Day 6

31.03.2019    Äquator Tag 6

Gegen Mittag treiben wir locker neben der Olena her. Kaum Wind. Die Jungs reinigen ein letztes Mal das Unterwasserschiff. Wir gehen schwimmen. 2800 m unter uns. 28 grad Temp. Unglaublich aber wahr! Kaum alle wieder an Bord, das Handtuch noch in der Hand, sehen wir eine große Flosse nah an beiden Booten kreisen. Gegen 18.30 Uhr dann, Sonnenuntergang, O-Meridian, Äquator. Wir huldigen Neptun mit Sekt, Fisch und Münzen, Tina schmettert ihr -Paradise is here- und nebenan auf der Olena finden wilde Wasserspiele statt. Einfach nur herrlich. Ein Tölpel macht es sich für die Nacht gemütlich auf unserem Anker. Die Nacht selbst ist ruhig und die Segel reichen bis etwa 05 Uhr morgens, dann muss wieder der Motor ran. Als ich um 08.30 Uhr aufstehe, liegt San Christobal schon an Backbord. Wir sehen die ersten Seelöwen und riesige springende Rochen. Genial. Tagesetmal 120 und nur noch ca 15 sm zu gehen. Neugierde macht sich breit auf der Serentiy.

So

31

Mär

2019

Pacific Crossing Day 5

30.03.2019    Panama - Galapagos Tag 5
Slow motion - Den ganzen Tag bringen Gennaker und Gross uns dem Ziel näher. Bei Leichtwind und nur langgezogener Welle. Jost beschallt das Meer mit Musik und keinen stört es. Wir haben gut 1 bis 1,5 knoten Strömung gegen an und in den frühen Morgenstunden nutzt uns auch das große Segel mangels Wind nicht mehr. Der Motor läuft und das Wasser ist so glatt und spiegelt wie das Meer bei Urmel aus dem Eis/ Augsburger Puppenkiste. Tagesetmal 128. Der Äquator rückt näher.

Sa

30

Mär

2019

Pacific Crossing Day 4

28.03.2019 Panama - Galapagos Tag 4

Ein schöner Segeltag. Der Wind dreht auf Ost, am Wind segeln perfekt, bei 15-20 kn Wind. Am späten Abend lässt er nach, aber die Nacht über sind wir immer noch mit 4 kn Fahrt unterwegs. Beide können in der Freiwache gut schlafen. Olena und ein weiterer Katamaran, Triple Shoot, Australier, sind in Funkweite und es wird einwenig gechattet. Seit heute morgen schiebt der Genaker wieder Dienst und bei lang rollender Welle ist es schon fast Champagner Segeln. Zweimal springen grosse Delphine am Boot vorbei. Tagesetmal 142 sm. Noch 1,5 Breitengrade bis zum Äquator und 240 sm bis Galapagos

Stressfrei auf der Serentiy 

Fr

29

Mär

2019

Pacific Crossing Day 3

28.03.2019   Panama - Galapagos Tag 3
Auf der Suche nach dem Wind. Gennaker rauf, wieder runter, motoren, Gennaker wieder rauf suchen wir den Wind. Den ganzen Nachmittag bei leichter Welle mit nur 5 kn Wind bewegt uns der Motor vorwärts. Die Olena kommt nahe, wir unterhalten uns von Reling zu Reling. Gegen 22 Uhr frischt es dann endlich wieder auf und über die Nacht können wir wieder mit 6kn komfortabel segeln. Tagesetmal 144 sm. Noch 400sm to go.
Jetzt nur noch 2 Breitengrade vom Äquator entfernt und....“Es gab wieder Fisch“
Alles gut auf der Serenity

Do

28

Mär

2019

Pacific Crossing Day 2

27.03.2019   Panama - Galapagos Tag 2
Einen ruhigen Tag und Nacht mit angenehm frischen Wind 18-20kn und einer rollenden Welle an die wir uns langsam gewöhnen. Leider lässt der Wind ab früh morgens stark nach und wir ändern die Besegelung. Der Gennaker hat mit 8-10kn Wind gerade genug Vortrieb für 4-5 kn Speed. Wir sind in Kontakt per Satphone mit Olena, die etwa 40sm weiter südl. von uns segelt. Tagesetmal 158sm. Wir sind nur noch 4 Breitengrade vom Äquator entfernt und....“Es gab wieder Fisch“
Alles Bestens auf der Serenity


Mi

27

Mär

2019

Pacific Crossing Day 1

26.03.2019   Panama - Galapagos

Anker auf gegen 10 Uhr. Die ersten Stunden segeln wir bei angenehmen Flachwasser, danach baut sich die Welle auf. Das Angelglück ist uns holt. 5 Sierra-Fische, eine Art Thunfisch, zieht Jost ins Boot. Das Abendessen die nächsten Tagen ist gesichert. Abends umgeriggt auf Schmetterling. Die Welle rollt aufs Heck. Tagesetmal 166 sm

Mo

25

Mär

2019

Adios Panama

20.03 - 25.03.2019    

Wir bleiben noch einen weiteren Tag vor Contadora, dann segeln wir mit Olena bei flachem Wasser bis nach Panama. Dieses Mal legen wir den Anker vor der La Playita Marina. Etwa 30 Boote um uns herum und in der Marina ein angenehmes Dingi Dock. Es ist Vollmond und Equinox (nur zwei Mal im Jahr), der Tidenhub beträgt gut 5m. Freitag wird ausgecheckt. Ein wenig umständlich gemacht, aber Eric (Agent / Shelter Bay) hilft uns. Wir haben ihn nicht offiziell angeheuert, aber er bestätigt seinen guten Ruf – hilft wo er kann. Einmal Gesichtskontrolle bei der Immigration noch und dann haben wir offiziell 72Std. Zeit Panama zu verlassen. Ein letztes Mal in die Mall, Supermarkt für frische Dinge, hier in den Duty Free Bereich und der Angel Zubehör Laden macht auch sein Geschäft. Unser Boot ist beladen wie nie zuvor. Die Lebensmittel müssen mehrere Monate reichen. Auf allen kommenden Inseln soll es hier und da frisches Obst geben aber nur kleine und sehr! teure Supermärkte! Richtung Flamenco Marina gibt es eine Art Spielplatz. Es ist Wochenende und um die ganzen Restaurants und Imbissbuden ist richtig was los. Hier hat es auch sehr gutes Internet und das nutzen wir. Die Erwachsenen für Wetter, Mails, Downloads etc. und die Kids für ihre YouTube Kindersendungen. Luxus, denn ab jetzt wird Internet rar.  Auf dem Rückweg zum Boot sehen wir mehrere Waschbären die sich um die Mülltonnen herum tummeln. Eine Plage zwar aber so nett anzusehen. Der Ameisenbär nicht weit davon entfernt im Papaya Baum ist dagegen schon eine Rarität. Sonntag nehmen wir Abschied und segeln wieder auf die Las Perlas. Die Olena zieht ihren eleganten Parasailer auf und bei uns kommt nach langem nochmal unser roter Genacker zum Einsatz. So macht Segeln richtig Spaß. Montag werden wir noch Wasser machen, kleiner Arbeiten machen & nochmal den Rumpf von unten reinigen – Galapagos nimmt es damit sehr genau. Wir haben insgesamt 8 Std investiert und 4 Tauchflasche leergesaugt - man könnte direkt wieder mit Antifouling streichen...  Dienstag geht es los. ca. eine Woche und 850sm werden wir unterwegs sein – nach Galapagos / Ecuador.

 

Wir versuchen täglich per Satphone Informationen und Position an unsere Freundin Nina zu schicken, die diese dann hier einpflegt. Danke Nina!! 

Ebenfalls gibt es einen Link zur Seite von Cruisersat wo ebenfalls Infos unserer Position stehen sollte. Wir nutzen die kommende Woche um das alles zu testen, da ab Galapagos bis wahrscheinlich Tahiti dies unsere einzige Kommunikationquelle sein wird

0 Kommentare

Do

21

Mär

2019

Endlich wieder vor Anker

11.03 - 20.03.2019    Las Perlas

Montag schaffen wir es endlich uns zu lösen. Fällt nicht leicht, da gerade die letzten Tage voll mit netten Menschen, neuen Bekannten und guten Gesprächen waren. Gegen Mittag gehen wir raus, eine spitze kurze Welle und 20-25 später 30 kn Wind erwarten uns. Der Kurs sollte gutes am Wind segeln möglich machen, aber Welle u Strömung gegen an gibt uns das Gefühl auf der Bremse zu stehen. Später wird es angenehmer und nach 20sm erreichen wir Otoque auf dessen Südseite wir ankern. Zerklüftete Felsen, spärlicher Bewuchs und dürre hohe Bäume dazwischen. Davor ein kleiner weißer Sandstrand und um uns herum hunderte Vögel. Tölpel, Fregatten und Braun-Pelikane. Auf der Suche nach Futter schießen sie immer wieder im Sturzflug ins Wasser. Ein herrliches Schauspiel. Wir gehen schwimmen – Puh, das Wasser ist merklich abgekühlt -21 Grad- (Atlantik 30 Grad) erfrischend. Olena ankert neben uns. Unterwegs hatten sie Anglerglück und abends gibt’s für alle Sushi und Bonito vom Grill. Dienstag verabschieden wir uns für ein paar Tage von Olena und legen Kurs auf die -Las Perlas-. Es werden gut 30sm perfektes am Wind segeln bei fast flachem Wasser. Jost wirft die neue Angel aus und! kurz darauf haben wir einen guten Bonito an Bord. Der Anker fällt auf der Isla Pedro Gonzales, Punta Tutumitu vor einem kl. Sandstrand mit Palmen und wieder einer lauten Schar Vögel. Die trockenen Bäume sind ganz weiß von deren Kot und auf den Wipfeln sitzen Jungtiere in den Nestern. Wir haben die Bucht für uns alleine! Zu schnell gebe ich das Ok um kurz nach dem Anker zu schnorcheln. Das Wasser hat nur noch 18 Grad und da wird’s schon sportlich. So vergeht eine schöne, ruhige Woche. Wir segeln oder motoren jeden Tag auf eine andere Insel, in eine andere Bucht, meist vor einem kl. Sandstrand umrahmt von Kokosnussbäumen. Achten sorgsam auf die Tide (3-4M)und auf die in den Karten eingezeichneten Felsspitzen die bei Ebbe sichtbar sind! Sehen kaum ein anderes Boot, dafür aber wunderbare Sonnenuntergänge. Von dem kleinen u geschützten Inselchen Fuenche geht es nach Chapera u MogoMogo. nach Espiritu Santo und dann wieder gemeinsam mit der Olena zur Isola Canas, fahren mit dem Dingi das Flüsschen Mosquitos hinauf, öffnen Kokosnüsse , sitzen im Sand, bauen Sandburgen und versuchen Körbe aus Palmwedeln zu flechten (und lassen uns dabei von den Sandflöhen ordentlich stechen), ankern vor Momo Cacique und Viveros und nun vor Cantadora. Das Wasser hat meistens 22 Grad. Wir haben uns daran gewöhnt. Leider ist es voller Schwebstoffe. Wir reinigen das Unterwasserschiff von Algen und Muscheln und können kaum was sehen. Contadora selbst ist enttäuschend. Eine abrissreife Hotelanlage auf der einen Seite und der Ort fast verlassen und nicht wirklich einladend. Morgen oder Übermorgen geht es wieder nach Panama Stadt. Die letzten Einkäufe, Ausklarieren und dann auf nach Galapagos. 

0 Kommentare

Do

21

Mär

2019

Endlich wieder vor Anker

0 Kommentare

So

10

Mär

2019

Letzte Tage in der Vista Mar Marina

04.03 – 10.03.2019  

Marinaleben

Es gib immer was zu erledigen, aber die wichtigen Dinge sind getan. Die –Wilderness- kommt für einen Tag rein, wir freuen uns über einen gemeinsamen Sundowner. Dann bricht Sie am nächsten Tag auf in Richtung Marquesas ! Wir hadern mit den verschiedenen Angeboten der Agenten von Galapagos. So viele Regularien und verschiedene Gebühren und gravierende Preisunterschiede in den Angeboten - und ohne Agent geht es auf Galapagos nicht. Wir nehmen uns gemeinsam mit Olena einen Leihwagen und fahren nacheinander die Supermärkte ab. Gegen 22.00 Uhr abends ist alles an Bord und gegen 1 Uhr habe ich das Meiste dann endlich verräumt - puhh. 

Der Wind nimmt zu. Es wird ungemütlich. Frühstücken in der Kabine, da sonst die Butter vom Brot fliegt. 25-30 Knoten und mehr. Ebbe und Flut haben fast fünf Meter Tidenhub und bei Flut kommt die Welle auch ein wenig rein in die Marina. Schaukelig und leichte Schräglage - Nun ja, wir wollen uns nicht beklagen. Die norwegische Crew der – Vegas-, liegt auch in der Marina. Wir hatten in Porto Santo, vor Madeira! nebeneinander in der Marina gelegen. So klein ist die Welt. Beim Sundowner erzählt jeder was er die letzten 1,5 Jahre so gemacht hat. 

0 Kommentare

Di

05

Mär

2019

Oh, wie schön ist Panama...

25.02 - 03.03.19   Panama City

Montag wollten wir eigentlich mit dem Shuttle Bus nach Coronado und dann weiter bis Panama. Als er nicht kommt, nimmt uns Maria von der Marina kurzerhand auf ihrem Weg nach Panama mit. Wenn das mal nicht ein netter Zufall ist. In der Stadt gibt es eine Metro quer durch und sehr gute Busverbindungen. Es dauert zwar bis wir aus dem Verbindungsplan schlau werden, aber dann bewegen wir uns ständig mit dieser günstigen Möglichkeit. Die Neustadt mit den riesigen Glasbeton-Wolkenkratzern ist schon gewaltig. Wir fahren im Trump Tower bis hoch ins Restaurant und genießen die Aussicht. Laufen durch die Multicentro Mall mit ihrem imposanten Hard Rock Hotel und im anliegenden HardRock Café treffen wir per Zufall die Jajapami Crew. Hey, wie schön. Die Olena Crew ist auch in der Stadt und die nächsten Tage verbringen wir sieben zusammen. Dank MapsMe und Google finden wir diverse Ship-Chandler, Baumärkte und andere Spezial-Läden. Wir werden zwar nicht immer fündig, aber so lernt man auch eine Stadt kennen. Es ist sehr warm und trotz Metro und Bus schmerzen Füße und Rücken abends sehr. Die Altstadt ist voller Autos und Staus aber mit seinen unterschiedlichen Kirchen, Ruinen, kl. Gassen und bunten Bars nicht minder interessant. 

Panama hat etwa 1 Mio Einwohner und wurde 1519 gegründet. Die damalige Altstadt war etwa 10km weiter östl. Durch die Entdeckung des Inkareiches in Peru wurde die Stadt bald zu einem wichtigen Handelszentrum. Die Reichtümer der Inkas wurden von hier nach Europa transportiert. 1671 wurde die ursprüngliche Stadt durch Piraten zerstört und die heutige Altstadt wurde erbaut. Mit dem Beginn des Panamakanals etwa 1881 begann das rapide Wachstum. Panama ist  heute ein international bedeutendes Banken und Offshore Zentrum. Immobilienspekulationen und vermutetes waschen von Drogengeldern runden das Paket ab. Wie auch die angrenzenden Länder hat das Land und der Kanal, allein die letzten 200 Jahre eine spannende und sehr abwechslungsreiche Historie – Die hier weiter zu vertiefen würde den Rahmen sprengen. (Quelle Wikipedia)

Donnerstag gehen wir gemeinsam zum -Puddle Jump- Meeting im Hotel neben der Balboa Yacht Marina. Jede Menge guter Informationen durch Vorträge und Broschuren gibt es zum Thema Französisch Polynesien, Tahiti, Fiji und Neuseeland. Viele nette Leute mit dem gleichen Ziel und ein schönes Wiedersehen mit der –Wilderness- die letztes Jahr im Jan. mit uns über den Atlantik gesegelt sind. Ein gelungener Tag. Als wir dann auch noch in der Nähe das offizielle Seekarten-Büro finden und die Karten bekommen die wnoch fehlen ist der Tag perfekt. Leider macht mir mein Rücken zu schaffen. Mein Ischias kneift gewaltig und das sitzen den ganzen Tag mochte er gar nicht. 

Freitag machen wir die große Albrook Mall unsicher. Zum verlaufen riesig und eine richtig gute Mischung von Läden aller Art. Wo es viel Interessantes gibt werden Wünsche geweckt.

Samstag dann geht es zurück zum Schiff. Den richtigen Bus ab Albrook zu nehmen ist gar nicht so einfach. Dieser ist dann klein, megavoll, jeder mit viel Gepäck und laut! Der Fahrer meint es zu gut, dreht das Radio auf, die Ohren schmerzen! Der Radio-DJ heizt brüllend immer wieder lauthals zum Karnevals Auftakt an und wir stauen uns Richtung San Carlos. Unglaublich, aber nach drei Std. sind wir heile, mit tauben Ohren aus dem Bus raus. Eine kurze Taxifahrt noch, dann sind wir wieder am Boot. Oh wie herrlich. Panama ist eine imposante, tolle Stadt, voller Kontraste, mit freundlichen Menschen die uns gut gefallen hat, aber jetzt ist genug Stadt. Umso mehr genießen wir dann Timeos Kindergeburtstag am nächsten Tag mit Kuchen und im Pool planschen. 

Di

05

Mär

2019

Oh, wie schön ist Panama...

0 Kommentare

Mo

25

Feb

2019

Besuch aus der Heimat

18 - 24.02.19 Vista Mar Marina 

Wir bleiben noch einen Tag, schlafen aus, frühstücken gemütlich gemeinsam mit Sandra u Andreas, dann verlassen auch sie uns. Dienstagmorgen, nachdem Jost u Stefan die Reifen-Fender und Seile übergeben haben, machen wir uns auf den Weg nach Vista Mar. 40sm gen NW und wir können segeln. Kaum Welle, guter Wind, einfach herrlich. Nach etwa 20sm ändert sich das Küstenbild, die Berge am Ufer und Hinterland werden höher und damit auch heftige Böen. Zwischen 13 und 25kn ist alles dabei. Mit 25kn auf der Seite legt Jost Serenity sicher am Steg der Vista Mar Marina an. Wir räumen auf und putzen Serenity wo es geht.

Wir bekommen Besuch! Jost Schwester Verena hat Mutter Norita und Hans Hermann an die Hand genommen und von Mexiko via Flieger & Auto nach VistaMar gebracht. Geschlafen wird im Apartment hier in der Anlage und die Tage verbringen wir meist an Bord. Es wird lange gefrühstückt, vieles an Bord erklärt, einfach herrlich viel erzählt, mit der Olena zusammen bei uns gegrillt, ein Eis im Ort, schwimmen im Pool, gemeinsam Kindergeburtstag gefeiert und Samstag trotz ordentlich Wind ein kleiner Segeltrip gemacht. Die Schräglage bei 25kn am Wind segeln macht den Beiden nichts und Hans Hermann mit seinen 89 Jahren hat sichtlich Spaß. Wir ankern, trinken Kaffee, gehen schwimmen. Norita (81) muss zwar mit der Strömung aufpassen aber die Leiter hoch an Bord ist sie zügig .Vier richtig schöne, lustige Tage die viel zu schnell wieder vorbei sind.

0 Kommentare

Mo

25

Feb

2019

Besuch aus der Heimat

0 Kommentare

So

17

Feb

2019

Vom Atlantik in den Pazifik

16 & 17.02 .2019   Der Panama Kanal – oder Pazifik wir kommen. 

Die Jungs decken noch die Solarpanel ab, wir Mädels kochen vor, dann kommen alle Line- Handler beider Boote zu uns und raus geht es zur Olena. Die Lotsen kommen pünktlich an Bord und wir motoren Richtung Schleusen. Wir legen uns als dreier Päckchen zusammen. Olena in der Mitte und ein franz. Segelboot an eine Seite wir an die Andere. Erst gegen 18.30 dürfen wir in hinter einem dicken Frachter in die erste Schleuse einfahren. Wir bekommen Hilfsleinen mittels einer Affenfaust (eingespleisstes Gewicht am Seilende) zugeworfen, verbinden diese mit den starken Festmacher-Leinen. Die ersten Schleusentore schließen sich und zügig steigen wir um etwa 9 meter. Als Packet fahren wir in die zweite Schleuse. Es läuft gut. Andreas und Sandra sind am Bug ein Team, Tim und ich am Heck. Stephan und Jost halten mit Motor das Päckchen mittig und so steigen wir in drei Schleusen fast dreißig Meter auf. Lang ist es dunkel als das Tor sich zum Gatunsee öffnet und wir noch eine gute halbe Std. bis zum unserem Ankerplatz fahren. Die Lotsen essen noch und werdenanschließend vom Lotsen Boot abgeholt. Wir liegen an einer Mega-Boje mit Olena längsseits an uns festgemacht. Süßwasser – Jost kann es nicht sein lassen und muss das Wasser kurz testen. Aber nur kurz, da man im dunkeln die Krokodile nicht sehen kann! Es wird ein lustiger Abend. Auf der Olena feiern wir zu 14 Personen Josts Geburtstag ein wenig. Alle sind guter Dinge aber auch ein wenig platt. 

Eine kurze Nacht später, morgens um 07.30 kommt der nächste Lotse an Bord. Manuel ist gut kräftig und hat ein heiteres Gemüt, erzählt viel während wir pünktlich um acht die Leinen lösen und den Gatunsee durchqueren, vorbei an Gamboa, durch den Gaillard Cut Kanal. Wir sehen unterwegs ein Krokodil am Strand - Genial. Wir sind zügig unterwegs und als wir an den Pedro Miguel Locks ankommen dürfen wir direkt durch. Nur Olena mit uns verbunden fahren wir als erste in die Locks – und dann müssen wir warten, weil der Dampfer hinter uns irgendein Problem hat. Wir nutzen die Gelegenheit um ein verspätetes Mittagessen einzunehmen. Das hätte ich mir auch nicht träumen lassen, dass wir in der Schleuse Zeit und Ruhe haben um zu essen. Irgendwann ist der Riesen-Autofrachter mit Lokomotiven zu beiden Seiten eingefahren und es geht die ersten 10 Meter hinab. Mittlerweile sind wir ein eingespieltes Team und nichts ruckelt. Dahinter ist der kl. Miraflores See und kurz darauf die letzten zwei Schleusen, die Miraflores Locks. Wieder nehmen wir die Hilfsleinen über die zugeworfenen Monkey-Balls auf, unsere Leinen werden hochgezogen und weitere 10m sinken wir. Wir werden zur letzten Schleuse geleitet, sprudelnd geht es ein letztes Mal runter, das letzte Schleusentor öffnet sich und - der Pazifik liegt vor uns. Ich habe Gänsehaut. Wir lösen das Päckchen auf, motoren unter der großen Americas Bridge hindurch, entlang der schmalen Straße die Flamenco Bay verbindet. Auf die südl. Seite, die markante Hochhaus Skyline von Panama Stadt vor uns, ankern wir dann im Ankerfeld von Las Brisas. Nicht schön zwischen den alten rostigen Arbeitsbooten und vielen scheinbar abgestellten Segelbooten, aber sicher  - und wir sind da !! Ein letztes Bier mit den tollen Line-Handlern und außer der Pico Crew fährt Stefan sie alle an Land. Wir sind glücklich und platt und heute wird es das erste Mal seit Tagen nicht spät bis alle in die Koje fallen. 

0 Kommentare

So

17

Feb

2019

Vom Atlantik in den Pazifik

0 Kommentare

Fr

15

Feb

2019

Colon & Shelterbay Marina

13.02.19 - 15.02.19

Die restlichen drei Tage überschlagen wir uns fast. Wir hatten einen Aushang in der Marina gemacht und Laure hatte über Facebook angefragt und es haben sich Line Handler gemeldet. Alles Segler die ihr Boot in der Marina liegen haben und Kanal-Erfahrung sammeln wollen. Zudem kommen unsere Freunde Sandra und Andreas von der Pico aus Portobello dazu. Damit hat Olena am 16ten und 17ten Feb. 4 und wir 3 zusätzliche Leute an Bord. Wir treffen uns, besprechen alles. Wir verlegen uns für zwei Tage in die Marina, waschen, bereiten alles vor, bekommen von Rick wie besprochen die geforderten Fender (Autoreifen in Plastik eingepackt) und vier 125 ft (38 mtr) Leinen angeliefert, fahren mit dem Bus nach Colon und machen Groß-Einkauf. Wir lernen Victor, den Taxifahrer kennen, der uns in den Free Market fährt (eine Freihandelszone innerhalb der Stadt Colon – unglaublich). Er berät wo es die Sachen gibt die wir noch brauchen und total überladen (Gasflaschen, Bier und Mehl in Mengen haben so ihr Gewicht) fährt er uns in die Shelter Bay zurück. Zuverlässig ist er auch am nächsten Morgen wieder da, Tourt erst mit der Olena und dann uns wieder durch Colon. Gibt es im Supermarkt ein Problem mit dem wiegen oder organisatorisches – Victor ist zur Stelle. Wir haben viel Spaß mit ihm! Mittwochabend dann ist endlich das Meiste getan und zu acht plus  Kinder sitzen wir bei uns im Cockpit und genießen ein Geburtstags-Vor-Bier.

0 Kommentare

Fr

15

Feb

2019

Colon & Shelterbay Marina

0 Kommentare

Di

12

Feb

2019

San-Blas-Inseln

06.02.19 - 12.02.19

Um 6 Uhr morgens, beim ersten Licht heben wir den Anker und mit Olena verlassen wir die geschützten Bucht. Draußen müssen wir leider gut 25sm mit Wind, Welle und Strömung unter Motor hart gegen an kämpfen. Dann erst können wir hoch am Wind schnelle 45sm bis auf die erste San Blas Insel segeln. Nach 70sm fällt beim letzten Licht am südöstl. Ankerplatz vor Chichime der Anker.

Die SanBlas Inseln (insgesamt 340 Inseln) gehören zur autonomen Gemeinde der Kuna Yala innerhalb von Panama, welche für sich streng organisiert sind. Das Land gehört niemanden fest, Kokosnussbäume schon. Die Frauen heiraten oft mit 13 und der Mann zieht dann in die Familie der Frau. Es darf nicht außerhalb der Kuna geheiratet werden und Ausländer können kein Land erwerben. Alle Probleme werden im Congreso- besprochen und geschlafen wird in Hütten gebaut aus Naturmaterialien die keine Möbel kennen nur Hängematten. Auf diese Weise leben viele der kleinwüchsigen Kuna Indianer noch wie zu Zeiten als die Spanier über die Inseln und das Festland hergefallen sind – was aber nicht heißt, dass sie kein Handy kennen ;-)

Chichime ist durch die Nähe zum Festland und Porvenir leider ein sehr touristischer Teil der sonst oft unbewohnten Inseln. Am nächsten Morgen setzten wir mit dem Dinghi über und erkunden das Eiland. Jede Menge Segelboote liegen im inneren und äußeren Becken. Lässt man den Blick weitläufig schweifen, schaut man auf weiße Strände, unglaublich viele Kokosnussbäume und blaues Wasser, alles gut geschützt durch das vorgelagerte Riff hinter dem sich die Wellen türmen. Schaut man direkt vor sich, nach rechts und links – sieht man unglaublich viel Müll - angeschwemmt aus dem Atlantik! Dazwischen die schon oben erwähnten kl. Hütten, freundliche Kunas, die ihre aufwändig selbstgestickten 

Mola-Tücher verkaufen, Kinder die im Sand spielen und immer wieder Zivilisationsmüll. Gegen Mittag nehmen wir die Anker auf und segeln, genau die Karten beachtend, die 14sm entlang der Cayos Holandes bis auf deren SO Zipfel in die Bucht Banedub. Die ist bereits gut besucht, aber wir finden ein Plätzchen. Den restlichen Tag verbringen wir mit schwimmen, spazieren an einem diesmal “sauberen Strand“ oder einfach die herrliche Aussicht auf Palmen und Wasser genießend. 

Am Nachmittag kommt ein Kuna und kassiert eine zivile Ankergebühr (10 usd, gültig für einen Monat) Dabei unterhält er sich lange mit Laure und lädt uns ein ihn und seine Familie auf seiner Insel zu besuchen. Das machen wir dann auch am nächsten Morgen. Die gegenüberliegende Insel erreichen wir mit dem Dingi der Olena und werden herzlich, erst vorsichtig und dann immer offener empfangen. Die Unterhaltung ist auf spanisch und er erklärt uns wie er seine Hütten gebaut hat, eine zum schlafen (nur Hängematten hier und eine Leine mit ein paar Anziehsachen) und eine Hütte zum kochen. Laure und Stephan sprechen ganz gut spanisch aber alles verstehen wir nicht. Trotzdem passt es, es wird viel gelacht, ein Kuna Mädchen und Elina ziehen Kuna Traditions-Kleider an, die Mutter erzählt gestikulierend und tanzend wie es ist wenn beim Schischa Fest genügend Alkohol getrunken wurde. Er erklärt mir das sie etwa ein dreiviertel des Jahres im Dorf leben, die Kinder dort zur Schule gehen und den Rest auf der Insel verbringen und sich um die Kokosnuss Bäume kümmern. Auch wie er aufgrund seiner Träume und der Nuchus (kleine Gottheiten in Form von Holzfiguren, die jede Hütte hat) Methoden für Heilung bei Krankheiten findet und das er einer der  -Sahilas-(Vorsteher) im Congreso ist. So interessant, natürlich und einfach nur schön. Zwei der Kinder sind im ähnlichen Alter wie die Mädchen der Olena und fahren mit an Bord, schwimmen und toben – Kinder haben keine Verständigungsschwierigkeiten !!

Samstag machen wir uns nach Coco Bandera auf.

Der Wind bläst zügige 20kn aus N und schnell sind die 9 sm gesegelt. Dort gibt es drei kleine Palmen-Inselchen. Hinter der Ersten liegen bereits einige Boote – gut geschützt. Kein Platz mehr für zwei weitere Boote. Hinter Tiadup legen wir für genau 15min den Anker. Wind von vorne, gut Welle von der Seite – nein kein guter Ankerplatz. Anker hoch, rauszirkeln und zu den 3sm westlicher gelegenen Green Cays. An den Riffs und Sandbänken gemäß –Bauhaus- Seekarten hindurch und dann liegen wir neben einigen anderen Booten perfekt. Die Palmeninsel hält den Wind zurück und Welle kommt keine durch. Ausgiebiges schwimmen im hellblauen Wasser und laufen am Strand und zwischen den Palmen der unbewohnten Insel sind angesagt – So wie hier habe ich mir die SanBlas Inseln immer vorgestellt. Abends gibt es auf der Olena die vom Fischer gekauften Langusten und hiesiges Gemüse - Yuca (ein sehr stärkehaltige Wurzelgemüse, gegessen wie Kartoffeln) und Chayote (grünes, birnenförmiges Gemüse, unserer Kohlrabi ähnelnd)

Sonntag und Montag segeln wir nochmals zurück nach Banedub und dann auf die Lemon Cays. Auch hier heißt es genau nach –Bauhaus- Karte durch die Einfahrt zirkeln. Kaum ist der Anker gelegt kommen genau wie auf den anderen Inseln auch kleine Kuna-Holz-Boote angepaddelt und wollen Molas verkaufen. Sie sind wirklich toll gearbeitet aber ich habe bereits gekauft und brauche nichts mehr. Das ist meist ok und dann folgt die Frage nach Milch. So wandern dann mehrfach Milch, Kekse und Zwiebeln in ihre Eimer. 

Dienstagfrüh verlassen wir Kuna Yala Land wieder Richtung Shelter Bay. Viel zu kurz war der Aufenthalt aber doch genug um einen Eindruck dieser schönen Inselwelt und den beindruckenden Menschen zu bekommen. Gute Winde und moderate Welle machen zügiges am Wind segeln möglich und zeitig sind wir in Linton Bay, tanken, fahren wieder raus, bis Portobello, besuchen noch die –Pico- und dann müssen wir leider die restlichen Meilen mangels Wind motoren. Im Dunkeln erreichen wir den Einfahrt Bereich des Panama Kanals und folgen unserem alten Track zum Ankerplatz vor der Shelter Bay Marina. Ein Lichtermeer aus liegenden und fahrenden Tankern, Containerschiffen, Kränen und Pilotbooten begleitet uns – Der Kanal schläft nie.

0 Kommentare

Di

12

Feb

2019

San-Blas-Inseln

0 Kommentare

Di

05

Feb

2019

Fahrt Shelterbay - Panamakanal

30.01 – 05.02.19    Wiedersehen und Kanal-Formalitäten

Wir machen uns auf den Weg in das ca 140 sm entfernte Colon und müssen motoren, da der Wind noch mäßig ist. Nach 40 sm legen wir den Anker vor der netten Insel Escudo de Veraguas. Den kurzen Stop nutzen wir um das Unterwasserschiff von Algen und Muscheln zu reinigen. Dann geht’s weiter. Gegen späten Abend setzt beständiger Wind ein und die Nacht hindurch können wir gut am Wind segeln bei mal wieder ordentlich Welle. Donnerstagvormittag dann fahren wir am langgezogenen Wellenbrecher entlang, hinein in das Becken des Panama Kanals genannt Shelter Bay. Dort werden wir von der OLENA Crew  mit Tröten, Rufen & Winken wärmstens empfangen. Ist das schön! Im April letzten Jahres hatten wir uns auf Antigua getrennt, nachdem wir vorher längere Zeit zusammen gesegelt sind. Bei aller Wiedersehensfreude vergessen wir nicht die Anträge auf Vermessung auszufüllen und zu versenden. 

Die nächsten Tage sind wir recht aktiv. Der Ankerplatz ist nicht der schlechteste, wenn auch von Zeit zu Zeit etwas rollig, der Weg in die Marina kurz, die Jajapami liegt auch hier und von Jana bekommen wir jede Menge Infos. Joachim, ein Deutscher der hier in der Marina lebt, ist super hilfsbereit. Er holt ein Päckchen für uns ab und bringt unsere Gasflaschen zum Füllen. Jost zankt sich abermals mit dem Plotter und der Verkabelung, ich nähe mal wieder. Wir gehen Sonntagfrüh auf den Cruisers Flohmarkt und abends auf das Cruisers Barbeque (Potluck). Eine sehr angenehme Gemeinschaft ist das hier. Montag bereits um acht machen die Kids, Laure und ich eine geführte Tour durch den Wald hinter der Marina und bekommen diverse Vögel erklärt, sehen Affen durch die Bäume hangeln und sogar ein Krokodil im Flussbett direkt unter uns. Als wir zurückkommen waren die Bootsvermesser bereits auf Serenity und Olena. Die Papiere danach werden auf der Marina Terrasse von sehr freundlichen Beamten mit uns gemeinsam ausgefüllt und kaum sind wir fertig springen Laure und ich in den Shuttle Bus in das ca 1Std. entfernte Colon und machen in nur einer Std. einen Supermarkt-schnell-einkauf um den Bus zurück noch zu erwischen. Zurück am Boot repariert Jost gerade den Dingi Motor – der Vergaser ist verdreckt. Was für ein Tag! Am nächsten Morgen springen nun Jost und Stephan in den frühen Shuttle Bus und erledigen in Colon die Geldeinzahlung bei der Bank in cash und somit den zweiten offiziellen Teil. Abends schon können wir per Telefon unseren Termin zur Kanal-Durchfahrt erfragen. Es wird der 16.02 werden. Genau auf Jost Geburtstag. Wenn das nicht mal ein gutes Omen ist. 

0 Kommentare

Di

05

Feb

2019

Fahrt Shelterbay - Panamakanal

0 Kommentare

Mo

28

Jan

2019

Island-hopping

28 & 29.01.2019   

Nach gut drei Monaten nun bewegt Serenity sich wieder. Ein kurzer Ankerstop vor Bocas Town direkt dann segeln wir ganz langsam zwischen Nancy Cays u San Christobal bis zum Mini Inselchen von Judy u Rick. Sie haben sich inmitten der Mangroven ein kleines Paradies geschaffen und leben mit ihren beiden Papageien und zwei Hunden in einem Haus auf Stelzen direkt am Wasser. Wir bekommen eine kl. Inselführung, sitzen auf der tollen Terrasse mit den lustigen Papageien und genießen die erste Nacht am Anker. 

Das Wasser ist zwar eher grün als blau aber schwimmen muss sein. Judy kommt kurz rüber, dann heben wir den Anker und motoren bei glattem Wasser und 0-Wind durch die Inselwelt des Archipels, am südl. Bastimentos vorbei, immer nach Wegepunkten und genau Tiefe lotend bis nach Monkey Island/Isla Popa. Luis, ein anderer Segler hatte uns diesen Punkt empfohlen. Hier hat sich die Franko-Kanadierin Francine eine Idylle auf Stelzen errichtet. Ein Haupthaus und acht kl. pink angemalte Häuschen, verbunden mit hölzernen Stegen, ein kleines Hotel. Aber die Hauptattraktion sind ihre Affen. 14 Stück hat sie zurzeit. Ein Teil hangelt frei durch die Bäume(Geoffreys-Tamarin), die Kapuzineräffchen leben in einem weitläufigen Gehege. Eine Verbindung zur angrenzenden Insel ist geplant um eine Mischung aus Freilauf und Gehege zu ermöglichen. Minka ist der anhänglichste. Der schwarze Affe hängt sich abwechselnd Jost und mir um den Hals, ist in den Bäumen und wieder bei uns während Francine uns rundführt und ihr Reich zeigt. Mit kanadischen Gästen sitzen wir dann noch eine Weile erzählend im offenen Haus, dann fahren wir mit dem Dingi auf Umwegen durch die Mangroven zurück zum Boot.

0 Kommentare

Mo

28

Jan

2019

Island-hopping

0 Kommentare

So

27

Jan

2019

Ende in Sicht

17.01 – 27.01.2019

Donnerstag kommt Judy und passt die im September bestellten Bimini Seitenteile an. Nächste Woche wollen wir sie direkt bei ihr auf ihrer Insel nähe Dolphin Bay abholen.

Freitag fahre ich mit zwei Wassertaxis nach Almirante ans Festland. Beim dortigen Harbor-Master versuche ich ein weiteres Mal mein Glück auf eine Cruising Permit. Die im September eingereichten Papiere sind nicht auffindbar und Mittwoch waren wir nicht genehm. Heute aber hat er Zeit, stöhnt zwar als ich sage ich bleibe und warte auf die Papiere aber nach gut zweieinhalb Stunden hat er auch schon mein vorausgefülltes Formular in den Computer eingegeben und ich halte das Zertifikat in Händen! Samstag ist Flohmarkt in der Bocas Marina. Nicht groß, aber ein nettes GetTogether und eine Hängematte, sowie ein Leinenblock finden den Weg in meinen Rucksack. Montag hat Patsy(die Organisatorin hier in der Marina) eine Wasser-Taxi-Tour zum –Drunken Monkey organisiert. Eine Mini-Insel etwa südlicher mit einem Wohnhaus! und einer Bar! Es gibt einen kl. lokalen Markt und der Rum fließt bei einigen morgens schon üppig. Allein die rasante Panga –Fahrt durch die Mangroven, vorbei an kl. Inseln und einzelnen Stegen war die Tour schon wert.  

Wir starten unser Projekt - Dingy-Schutzhülle. Fertigen Schablonen an, übertragen sie auf Stoff, nähen Verstärkungen an alle Ausschnitte passen immer wieder an usw, usw. . Fast fünf Tage brauchen wir bis zum fertigen Objekt. Dann kann es sich aber auch sehen lassen. Aber es läuft nicht alles so gut. Der gelieferte Back-Stag-Spanner ist undicht und kann so nicht eingebaut werden und irgendwie findet das Regenwasser immer noch einen Weg durch das Oberlicht-Fenster. Montag nun wollen wir aber aus der Marina raus. So bequem das alles ist, freies Ankern ist doch einfach schöner!

Die Plastiktüte um den Propeller muß noch entfernt werden – diente als Schutz vor Bewuchs – und hat in den 4 Monaten ordentlich Gewicht gemacht.....

0 Kommentare

So

27

Jan

2019

Ende in Sicht

0 Kommentare

Mi

16

Jan

2019

Wir sind zurück .....

10.01 – 16.01.2019

Der Start der Rückreise war etwas holperig – Start in Siegburg - Schluss schon in Montabaur anstatt Frankfurt. Strecke gesperrt. Warten, dann die Durchsage es dauert noch weitere 90 min. Das ist zu spät. Wir können glücklicherweise aussteigen, ein schnelles Taxi bringt uns nach Frankfurt. Zusätzliche Kosten 170 € - erstattet wurden dann später 20€. So kann man auch die Bahn sanieren! Es passt alles so gerade. Danach verläuft die Reise reibungslos. In San Jose hat Jost das Hotel so gebucht, dass wir früh morgens schon aufs Zimmer können. Eine Mütze Schlaf dann laufen wir in die Altstadt. Keine wirklich zusammenhängende Altstadt, aber einige schöne alte Gebäude inmitten lebhafter Einkaufsstraßen. Wir sind müde und nur bedingt aufnahmefähig, lassen uns treiben und genießen die Wärme. Gegen 06 Uhr am nächsten Morgen holt uns Caribe Shuttle ab. 5 Std. fahrt bis an die Ostküste nach Puerto Viejo durch tropische Landschaft, Bananenfelder, Ananasplantagen und leider auch viele Baustellen. Nach einem knapp 2 stündigen Stop an der dunklen Sandküste in der Anlage Banana Azul in Puerto Vieja geht es an die Grenze Sixaola. Warten, Passstempel Costa Rica raus, über die –Puente Binacional- nach Panama laufen, Warten, Einreiseformalitäten und in einen weiteren Bus von Caribe Shuttle bis nach Almirante. Dort das Gepäck in das Wassertaxi bis nach Bocas del Toro, Umsteigen nächstes Wassertaxi auf die Insel Bastimentos – 18 Uhr, es wird langsam dunkel -Wir sind endlich angekommen! Serenity liegt gelassen da, wartet auf uns. Es ist stickig warm in der Kabine aber bei niedriger Luftfeuchtigkeit. Der elektrische Entfeuchter hat gute Arbeit getan. 

Wir leben uns langsam wieder ein. Die nächsten Tage heißt es mitgebrachtes zu versorgen, eingemottetes wieder auszupacken, sich selbst wieder zu akklimatisieren. Die Stege sind belebter als im September, es regnet immer noch einmal am Tag, ist oft schwül warm. Die Moskitos freut das und sie piesacken mich trotz Spray ordentlich. Jost installiert die neuen Batterien, wir laufen durch Bocas, kaufen ein (viele Supermärkte, alle in Chinesischer Hand und recht teuer), klappern die Ferreterias ab(kl. Baumärkte, meist in Chinesische Hand, unglaublich voll und chaotisch) und finden versteckt einen guten Obst und Gemüseladen(nicht in chinesischer Hand). Jost baut zwei weitere Solarpanel an und arbeitet an deren Verkabelung. Ich räume/schrubbe überall und mache den Handlanger. Paul von der Jajapami hat Geburtstag. Er wird 7 und hat eingeladen. Wir verbringen zu sechst einen schönen Nachmittag am Pool des La Rosa auf der Ostseite der Insel mit Blick auf den tollen Strand. Die Wellen sind heute heftig, die rote Flagge hängt aus. Außer den Wassertaxis und ein paar Seglern ist es meist ruhig hier um die Inseln. Das wissen die Delphine zu schätzen und drehen ihre Runden direkt hier im Marina Bereich!

0 Kommentare