Bora-Bora

04.09 – 12.09.2019     

Nach einem zügigen Segeltrip von 27sm,begleitet von ordentlich Welle die aber langgezogen und meist von Achtern kommt, wollen wir kurz vor der Durchfahrt in das Atoll von BoraBora den Motor anwerfen. Er geht wieder aus. Und noch einmal! Dann läuft er. Angespannt durchfahren wir die breite Einfahrt mit gut Gegenströmung, die Genua zum Teil aufgezogen und den Anker vorbereitet. Alles geht gut, wir motoren an dem langgezogenen Motu Toopua entlang in das riesige türkise Bojenfeld der Lagune. Die Boje ist schnell aufgenommen und Francis von BoraBora Yacht Service kommt auch direkt kassieren. Der Wind heult und jagt in extremen Boen zwischen 10 und 30kn über uns hinweg. Der Himmel wolkenverhangen machen wir es uns gemütlich. Der nächste Tag ist ähnlich. Jost schmeißt den Wassermacher an und zerlegt/inspiziert/reinigt die Spritleitungen/Filter etc. am Motor. Stephan hilft. Bei den harten Boen will er das Boot nicht alleine lassen und er brasselt ein wenig weiter. Olena nimmt mich mit und wir erkunden das kl. Örtchen von Vaitapee. Es ist auf die Kreuzfahrtschiffe ausgelegt, aber auch uns gefallen die netten Souvenierläden. Die Nacht war abermals unruhig und von harten Schwoi-Vorgängen begleitet. Am nächsten Mittag essen wir gerade eine Kleinigkeit und wollen danach ans Riff fahren schnorcheln, als Olena funkt wir sollen mal nach unserem Dingi schauen. Es liegt auf dem Kopf – mit dem Motor daran! Oh nein! Recht schnell haben wir das schwere Ding es wieder gedreht, aber der Motor muss schnellstens entsalzt/gespült/neu gefettet werden. Stephan hilft. Und schon sind die Männer wieder für Stunden mit reparieren beschäftigt – Arbeiten im Paradies, der Wind bläst. Am nächsten Tag dann fahren wir ans Riff und schauen den professionellen Booten beim Füttern der Rochen und Haie zu. Nicht lange, denn die Tiere sind hektisch nervös, zu viele zappelnde Beine im Wasser – Oh no, so nicht! Boje frei umrunden wir das Motu und wollen vor dem in allen Foren gelobte Bloody Mary Restaurant eine Boje ergattern. Es sind alle belegt und bei den Windbedingungen auf gut 20m ankern wollen wir nicht. Also gen Nord bis vor den Yacht Club. Nur eine Boje frei, die wir auch kurz aufnehmen, aber Olena kann nicht ankern. Als wir die Greyhound sehen, die gerade durch den Pass reinkommt, geben wir die Boje für sie frei und motoren zurück an die alte Stelle hinter dem Motu. Etwas frustrierend, es zieht sich wieder zu, Boen.  Wir hören per Funk das Greyhound die Boje ebenfalls wieder verlässt, da sie diese beim Einfahren hinter sich herziehen – angeblich sind doch überall neue sichere Bojen! (Zwei Monate vorher hat eine Boje genau dort einen uns bekannten Katamaran, bei starken Wind, nicht gehalten und er ist quer durch die Bucht in eins der herausgebauten Hotelbungalows getrieben) An nächsten Tag ein neuer Anlauf. Die Sonne scheint, der Wind ist weniger und stetiger. Vor dem Yachtclub ist wieder alles belegt, also motoren wir nördl. gen Ost um die Insel herum. Wow – an der nördl. Spitze angekommen wird es flacher und nur noch türkisblau! Wir müssen aufpassen und uns an drei sehr flachen Stellen durchschleichen, die aber durch Staken und auch auf Navionics genau ersichtlich sind. Wir nehmen im SO des Atolls eine Boje auf und genießen lange den herrlichen Rundumblick. Ein Meter unter dem Kiel, die langgezogene ganz flache Lagune vor uns, einiges an Palmgedeckten Hotel Bungalows in Sicht, wenig Boote um uns herum – wie in einem Werbevideo. Hier bleiben wir ein paar Tage. Jajapami kommt eingesegelt und legt sich neben uns. Wir haben uns eine Weile nicht gesehen und es gibt viel zu erzählen. Deren Jungs und die Kids der Olena sind kaum voneinander zu trennen. Die Abende werden meist gemütlich zusammen verbracht. Die Tage vergehen mit schwimmen, relaxen und kleineren Arbeiten. Das Wetter ist perfekt und wenn nachts der Vollmond leuchtet meint man wirklich das Boot liegt in einem glitzernden Schwimmbad.

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