Moorea

31.07 -7.08.2019

Gegen späten Vormittag segeln und Motoren wir die kurze Strecke (19sm) auf die kleinere Nachbarinsel. Kurz vor der Passage in die Cook Bay, kommt plötzlich ein –Hey, da!- von Jost. Ein Buckel-Wal kommt unweit der Olena aus dem Wasser geschossen. Zwei weitere Male können wir das große Tier springend beobachten, mehrere Male dreht es sich auf der Wasser Oberfläche und alles schäumt – alles in sicherem Abstand – gewaltig. Von hier bis Tonga halten sich die Wale um die Jahreszeit auf um ihre Jungen zur Welt zu bringen. Wir durchfahren den breiten Pass zur Cook Bay und schwenken direkt links ab und der Anker fällt in hellblauem Wasser unweit des Riffs. Einige Boote hier, aber Platz für alle. Wir gehen ausgiebig schwimmen und schnorcheln, fahren mit dem Dingi in die Cook Bay hinein und genießen den Ausblick auf die hohen grünen Felsformationen und in die Täler, gehen tauchen über den vielfältigen Korallen des Außenriffs und machen es uns gemütlich. Dann verlegen wir uns in die Opunuhu Bay. Das Wasser ist hier grün vom einlaufendem Flusswasser aber wir liegen unglaublich ruhig und wieder in traumhafter Kulisse - Ich weiß, Berge und Südsee passen für einige nicht zusammen aber das liegt immer im Auge des Betrachters und die Insel hat echt viel zu bieten. Das merken wir, als wir uns mit den Dingis auf Erkundungstour machen. Westl. des Passes, innerhalb der Riff Lagune ankern einige Boote in klarem Wasser mit Sicht auf den sandigen Boden. Ein Stück weiter wird es flacher, Staken weisen den Weg durch die Korallen bis zu den ins Wasser gebauten Holzbungalows einer Hotelanlage und den beiden privaten Palmenbewachsenen Motus (Inselchen) Fareone und Tiahura. So sieht Südsee immer auf Bildern aus. So schön! Die Krönung aber sind die Stachel-Rochen die an einer Stelle im flachen Wasser mit den Menschen spielen. Ja, sie werden teilweise gefüttert und sind wohl auch deshalb so zutraulich aber es ist echt ein Schauspiel und auch eine tolle Erfahrung wenn sich die großen Tieren den Rücken kraulen lassen (als wenn wir Putzerfische wären) und sie sich mit ihrer weißen Unterseite an einem entlang tasten. Und weil es so schön war machen wir das zwei Tage später gleich noch einmal. Dazwischen wird’s sportlich. Wir machen eine Wanderung hoch zum Belvedere Aussichtspunkt und zurück (gesamt 10km). Vorbei an Kühen auf grünen Wiesen, Ananasplantagen, einem Agricultur-zentrum, Reste eines größeren Marae (altpolynesische Tempelanlage) bis hoch zu einem Punkt von wo aus man beide Buchten in Sicht hat. Einzig die vielen Quads die den Weg auch rauf/runter fahren sind nervig. Wir verlegen uns abermals. Nun tief rein in die Cook Bay. Auch hier liegen wir perfekt ruhig. Am nächsten Tag haben Olena und wir zwei kleine Autos gebucht und machen zu Acht eine Inselrundfahrt. 60km lang ist die Ufer-Ring-Straße nur aber wir halten oft an. Hellblaue, fast weiße Lagunen hinter Riffstreifen wieder mit den kl. Wasserbungalows erinnern an Werbevideos. Moorea wird auch  das –Geschenk der Götter an die Polynesier- genannt. Die herzförmige Insel ist nur 17km v Tahiti entfernt mit majestätischen Vulkangipfeln. Die ca 18T die entlang des schmalen Küstenstreifens siedeln haben sich auf den Anbau von Ananas spezialisiert. Und so sieht man Ananasfelder am Berghang und kl. Obststände am Straßenrand – klar das wir da zugreifen. Bei Afareaitu fahren wir ins Landesinnere, bis hoch zu den letzten Häuschen im dichten Wald, bekommen den Weg zum Wasserfall erklärt und laufen eine gute halbe Std. über Stock und Stein bis zu einem echt netten Wasserfall mit kl. Pool davor. Picknick und genießen sind angesagt. Wieder beim Auto angekommen werden wir gefragt wie es uns gefallen hat. Überhaupt, die Menschen hier sind unglaublich freundlich und oft auch interessiert wo man herkommt und was wir uns alles ansehen wollen (meist in Franz. manchmal aber auch in Engl.). Am Tiki Theatre Village wird uns –Franz Polyn. an einem Tag- versprochen. Polyn. Häuser, Werkzeuge, Lebensweisen etc., nett gemacht, ein wenig touristisch. Ein super schöner Tag. Nach einer sternenklaren ruhigen Nacht fahren wir am nächsten Tag zurück nach Tahiti. Abermals mehr motorend als segelnd haben wir trotzdem eine schöne Überfahrt. Wieder ankern wir am Riff zw. Marina Taina und Flughafen. Abends gehen wir auf Einladung v Verena im Restaurant nahe der Marina essen. Poisson Crue, Thunfischtartar, Shrimps – so genial lecker. 

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