Tahiti & Marina Leben

17.07 – 30.07.2019 Marina Leben

Am nächsten Tag gibt’s Platz für beide Boote und gegen Mittag dürfen wir in die Marina. Jost schiebt Serenity perfekt in unseren angewiesenen Platz und die Mooring Leinen sind schnell angereicht. Die andere Seite unseres Piers besteht nur aus Megayachten. Wir erkennen den schicken großen Segler Marae wieder, der uns bereits in den Marquesas aufgefallen ist und daneben liegt der größte Segel-Katamaran der Welt, die Hemisphere. Keine schlechte Aussicht aus unserem Cockpit. Die schickten Boote, dahinter das Wasser, das Riff und die Insel Moorea mit den hohen Bergen. Aber zum schauen bleibt nur wenig Zeit. Wir haben eine lange Liste die abgearbeitet werden will. Wir schrauben, schmieren, zerlegen, inspizieren, waschen, polieren bis nach gut einer Woche die Ankerwinsch wieder schnurrt (und nicht quietscht), der Rumpf gereinigt, der Cockpit Tisch wie neu aussieht, alle Schränke/Wände und Wäsche frisch duften (die Feuchtigkeit der letzten Wochen hatte überall ein wenig Muff hinterlassen) und noch tausend Kleinigkeiten zwischendurch. Zwei Supermärkte sind in Laufweite. Es ist zwar arg teuer aber es gibt alles – auch Eier. 

Ursprünglich wollten wir ja früher auf Tahiti sein um ein wenig am jährlichen Heiva Festival teilhaben zu können. Die sind eigentlich vorbei, aber eine Show der Gewinner Gruppen gibt es noch – und wir bekommen noch Karten. Früher wurden die Geschichten erzählenden Tänze, Gesänge, Speerwerfen, Kokosnuss schlagen, Bananenläufe etc. zwischen den Inseln wie ein Sport Wettkampf ausgetragen. Die Missionare verboten diese heidnischen Gebräuche. Erst De Gaulle, angetan vom Tanz eines kl. Mädchens, erlaubte diese wieder. Heute werden Anfang Juli bis zum 14.7 (dem Nationalfeiertag Frankr.) diese feierlichen Wettkämpfe wieder ausgeübt. Der Abend war absolut Spitze. Die Gruppen steigerten sich in Choreografie, bunten Kostümen und Tempo, die Musik laut und temperamentvoll. Teilweise 300 bis 400 Männer und Frauen auf der Bühne. Für mich aber waren die Einzel Tänzerinnen und Tänzer der Hit. Diese Körperbeherrschung, der Hüftschwung und Eleganz – ein gelungener Abend. Nach zehn Tagen Marina Leben mit viel Arbeiten aber auch netten Annehmlichkeiten wie viel Wasser, Duschen, Internet etc. gehen wir wieder vor Anker. Nicht weit von der Marina entfernt, kurz vor dem Riff, in hellblauem Wasser. Sicht auf Moorea auf der einen Seite, Sicht auf die ins Wasser gebauten kl. Strohdachhäuser des Hotels auf der anderen Seite. Jetzt wird erst mal wieder geschnorchelt und relaxed – und dann schauen wir uns die Stadt an – und am Dienstag bekommen wir lieben Besuch.

 

Papeete

Kurz stramm geschwommen sind wir unweit des Riffs, nahe der Einflugschneise, bei einer versunkenen kl. Cessna und zwei kl. Fischer Wracks die zum schnorcheln einladen. Wir toben uns einen Tag im Wasser aus, dann geht es im Bus nach Papeete. Die Stadt ist nicht wirklich schön. Am Ufer entlang gibt es einige einladende Parkanlagen und die alte Markthalle mit hiesigem Obst u Gemüse und natürlich viel Auswahl an schwarzen Tahiti Perlen ist echt sehenswert. Der ruhige Park von Königin Pommare und das Perlenmuseum haben uns gut gefallen. Aber zwischen den Straßen wird viel gebaut und der Verkehr ist der einer Großstadt. Als Abschluss bietet sich ein leckeres Eis an und die Jajapami Crew kommt aus der Stadtmarina dazu. Die Kids toben sich aus, wir erzählen gemütlich. Dienstag dann stößt Verena, Jost Schwester, für gut eine Woche zu uns. Viel schwimmen und erzählen bevor es Mittwoch auf nach Moorea geht.

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