Serenity auf Landurlaub - Tepoztlan & Xochicalco

20 & 21.10.18

Die Beiden haben kaum Zeit sich zu akklimatisieren – Samstag fahren wir alle nach Tepoztlan. Etwa eine Autostunde entfernt liegt die Magische Stadt (seit 2002 zählt die Stadt zu den Pueblos Magicos) auf 1400m an einer bizarren Gebirgskette. Eine alte, bunte Stadt mit Markt und vielen regionalen Anbietern – Bummeln, staunen, shoppen, quatschen. Herrlich.

Sonntag geht es, wiederum eine gute Autostunde entfernt von Cuernavaca, zur Ausgrabungsstätte von Xochicalco (was in der Nahuatl-Sprache soviel heißt wie Platz der Blumen) Auf einem Hügel gelegen ist die Pyramiden Struktur geprägt von großen Plätzen, zeremoniellen Bauten und Wohnkomplexen der geistigen Oberschicht, künstlich terrassierten Abhängen und gemauerten Straßen. 200 vor Christus wurden die ersten Besiedlungsspuren gefunden, zw. 700-900n Chr. war die Blütezeit. Danach wurde die Stadt niedergebrannt, zerstört u verlassen. Leider kann das sonst intakte Observatorium wegen der Beschädigung beim letzten Erdbeben nicht besichtigt werden. Das Observatorium ist eine Höhle, durch die, modifiziert durch den Kamin, die Bewegung der Sonne untersucht wurde. Die Höhle war mit Stuck bedeckt und schwarz, gelb und rot bemalt. Die Höhe der Höhle misst 8,7 Meter und läuft an Decke sechseckig zu. Durch den Kamin wurden die Sonnenstrahlen auf den Boden der Höhle projiziert.

In den 105 Tagen vom 30. April bis 15. August scheint die Sonne in die Höhle. Bei der Bewegung der Sonne in Richtung des Sternbild des Krebses bzw bei ihrer Rückkehr am 14./15. Mai und 28./29. Juli ist die Sonne auf ihrem Höhepunkt und am astronomischen Mittag, dann fällt der Lichtstrahl direkt durch den Schornstein und zeigt das Bild der Sonne auf dem Boden der Höhle. Sicherlich wurde der Ort unter Ausnutzung des Sonnenphänomens auch für religiöse Zeremonien genutzt – wieder ein faszinierender Beweis über den unglaublichen Wissensstand der damaligen Kultur. 

Wir schließen den Tag mit einem Besuch des historischen Hotel Hacienda San Antonio El Puente ab. Eine ehemalige Haciendea eines Zuckerohroligarchen, die zu einem Luxushotel umgebaut wurde. Die  bestehenden Gebäude wurden renoviert und somit 

hat man eine gute Vorstellung wie es früher hier aussah.

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