Serenity auf Landurlaub - Cuernavaca

Jetzt sind wir schon fast drei Wochen in Cuernavaca. Das liegt etwa 1,5 Autostunden von Mexiko City entfernt auf ca 1500 Metern Höhe. Wie genießen das Schwester u.Schwager-Verwöhn-Programm, daneben kümmert sich Jost um ein paar Reparaturen am Haus und ich mache zwei Wochen Sprachenschule spanisch. Anstrengend und mit verwirrender Grammatik –puh. Das Klima um die Jahreszeit ist sehr angenehm. Morgens frisch, tagsüber T-Shirt Sonnenwetter und spät Abends regnet es bzw. es schüttet! Und das mit schöner Regelmäßigkeit – wenn nicht tropische Stürme im Atlantik und Pazifik Einfluss nehmen. So wie die letzten Tage. Dann nämlich regnet es oft! Die Tage fahre ich mit dem Bus aus dem Ort hoch in das Viertel wo wir wohnen. Es fängt an zu regnen! Ich weiß nicht was der Busfahrer noch sieht zwischen seinen ganzen Girlanden und Aufklebern - ich sehe fast nichts. Wir biegen ab. Warum er gerade heute eine andere Strecke nimmt weiß ich nicht und schaue noch interessierter nach vorne. Wassermassen kommen uns auf der ansteigenden Kopfsteinpflaster-Straße entgegen. Ich habe das Gefühl der Bus fährt einen Wasserfall hoch. Unglaublich. Die Menschen die aussteigen landen im weit über knöcheltiefen Wasser. Keiner reagiert aufgeregt. Scheint normal. Irgendwann sind wir auf einem kl. Abstellplatz angelandet, ich bin der letzte Gast, der Busfahrer ignoriert meine Fragen kopfschüttelnd, steigt aus und geht – Ah ja !! Ok, Google Maps und 15min später – durch überflutete Kopfsteinpflaster-Gassen und kniehoch patschnass bin ich dann am Haus von Verena. 

Einen Tag erkunden wir das schöne alte Stadtzentrum von Cuernavaca. Es ist Wochenende, viele Familien tummeln sich an der Placa de Armas unter den Bäumen. Vor dem Palacio de Cortes fährt eine Art Hop on-off Bus den wir direkt nehmen. 

Leider spricht die nette Dame nur spanisch und das mit unglaublich vielen Jahreszahlen, Namen und sehr schnell. Da kann ich kaum folgen. Egal, wir fahren einen größeren Bogen an verschiedenen Sehenswürdigkeiten vorbei und halten in Teopanzolco, einer freigelegten Tempelzone der Azteken (1300-1521 Jahrhundert / was soviel heißt wie Platz der alte Tempel) Der hochgelegene Platz mit herrlicher Aussicht über die Stadt diente nach den Azteken den Spaniern als Stützpunkt und während der Mexikanischen Revolution 1910 als Artillery Platform. Zurück im Ort laufen wir noch eine Runde durch den kl. überdachten Bazar, die vollen Einkaufsstraßen und gönnen uns ein leckeres typisches Wasserfruchteis. Der Palacio selbst ist leider seit dem großen Erdbeben letzten September geschlossen und wird renoviert.  

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