Palomino

23 - 24.08.2018

Die Fahrt nach Palomino ist schon ein Abenteuer für sich. Ein uralter Minibus, voll, incl. aller möglichen Stehplätze, Klimaanlage ja, aber nicht sehr effektiv, der Fahrer umgeben v grünen Samtbehang und Wollknäuel, der Keilriemen schreit bei jedem anfahren (und er hält oft an). Aus der Stadt raus ändert sich die Landschaft, grüner, hohe Bäume, an der Straße ein wilder mix aus Supermärkten, Obst und Essenständen, daneben werden alte Schuhe verkauft oder auch verrostete Werkzeuge und natürlich überall Arepas (gefüllte Teigtaschen)– und alles ist laut. Ich versuche ein wenig des spanischen im Bus zu verstehen aber hinter mir sitzt ein Französisches Pärchen und palavert laut - da geht gar nichts mehr. Eine Polizeikontrolle, wir dürfen durchfahren, ein Stück weiter ein großer & ein kl. Bus die zusammengefahren sind, werden auf der Straße repariert. Irgendwann sind wir in Palomino angekommen. An der Küste gelegen, eingerahmt von zwei Flüssen ist es ein Backpacker Paradies. Außer der schlecht asphaltierten Hauptstraße gibt es nur holprige Lehmwege zwischen den Häusern, Vögel schnattern um uns herum und fast mittendrin liegt unser Hostel. -Coco Sankala- aus Bambus, ein paar Zimmer nur, Hängematten unter dem Aufenthalts-Dach, einfach und sehr gemütlich unser Zimmer. Keine Klimaanlage aber zwei Ventilatoren. Gut 10min quer durch, an vielen Hostels vorbei (Teils wird draußen in Hängematte mit Moskitonetz geschlafen) sind wir am Strand. Nicht breit aber lang, schwarz-gelber Sand und an beiden Seiten von der Flussmündung abgegrenzt, mit heftiger Brandung. Es wird vor Unterströmung gewarnt. Wir laufen bis zur Flußmündung, setzten uns anschließend in eine nette Bar die Liegestühle u Schaukeln aus Bambus hat, genießen einen Fruchtsaft und toben in den Wellen. Genial. Abends schlendern wir durch die kl. Haupt - “Lehm“- Straße, mit ein paar Restaurants und lokal-Art Geschäften ins –Sua-, dem uns empfohlenen Restaurant. Mit ein wenig Gitarren-Live-Musik untermahlt und gutem Essen wissen wir das es uns echt gut geht! Freitagmorgen werden wir nach einem leckeren kl. Frühstück von zwei Motorrädern abgeholt, dicke Auto-Reifen-Schläuche über der Schulter, es geht querfeldein, erst am Fluss entlang, dann hoch und runter. Ich vertraue meinem Fahrer, muss es auch. Puuh, nach ca15 min geht es zu Fuß weiter. Unser Guide Jong legt ein gutes Tempo vor und mit dem dicken Reifen am Kopf getragen sind wir schnell durchgeschwitzt. Nach weiteren 20 min sind wir am Fluss, braun fließt das Wasser meist gemächlich, manchmal sprudelnd gen Meer. Nachdem ich Jong, ein paar Mal gebeten habe langsam zu sprechen, haben wir beide Spaß an unserer Mini Konversation in Spanisch. Wir lassen uns treiben und genießen die großen Bäume um uns herum. Leider nur wenige Vögel oder sonstige Tierwelt sichtbar. Da wir früh dran sind, ist es noch nicht so heiß (das Wasser ist gut frisch) und außer uns ist niemand unterwegs. Am unteren Teil am Ufer sehen wir Frauen Wäsche waschen und ein paar Fischer. 2 Std später sind wir auch schon an der Flussmündung und wandern am Strand zurück – die Fahrt eher beschaulich, aber echt schön. Ein Rundgang durch den sehr einfachen Ort noch, dann steigen wir in den Bus nach Santa Marta. Noch rumpeliger als der von gestern, mit Hühnerküken, Bananen und Rücksäcken, Kids in Schuluniform, Landarbeiter, Touristen gefüllt. Nicht dran denken was passiert wenn der rasante Fahrstil unverhofft enden würde. In Santa Marta, am Market steigen wir aus, umgeben von vielen Läden und noch mehr Obst und Gemüseständen. Sehr quirlig und laut. Am Abend findet in der Marina ein Potlog/GetTogether statt. Jeder bringt was Eigen-regionales mit. Ich backe einen kl. Apfelkuchen, der neben den ganzen Salaten gut ankommt. Wir lernen einige interessante Leute kennen die wir die letzten Tage immer nett gegrüßt haben und Sudafrika, England, Türkei u Deutschland sind vertreten.

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