Aruba Anchorage Surfers Beach

10.08 – 12.08,2018

Aruba:  Im letzten Abendlicht heben wir den Anker, winken der Pico zu und fahren die schmale Passage raus aufs Meer. Die ersten Meilen gehen noch nahe an Curacao entlang. Die Insel ist ein erleuchtetes Häusermeer. Zum Abschied bekommen wir auch noch ein nettes Feuerwerk geboten. Die 82sm nach Aruba waren wir sehr schnell unterwegs. Die Passatbesegelung aufs kleinste getrimmt waren wir immer noch mit 7 kn Speed unterwegs. Grund – wir hatten zu dem guten Wind auch noch 2kn Strömung mit uns. Wir wollten auf keinen Fall vor 08 Uhr vor dem Zollpier ankommen und so musste Jost dann in der Früh nochmals reduzieren, bis die Segel wirklich nur noch Handtuchgröße haben. Wir funken Aruba Port Controll an und werden angewiesen uns an den Pier zwischen zwei Tug-Boote legen. Es bläst mit  25 Kn und die Welle ist auch nicht schlecht. Die Leinen werden angenommen und schnell liegen wir mit Fenderbrett gegen die Autoreifen gesichert am Pier. Customs und Immigration kommen beide vorbei, drücken uns ein paar Formulare in die Hand, holen sie ausgefüllt wieder ab und bringen die gestempelten Papiere kurz darauf wieder zurück. Unkompliziert. Ablegen per Bug-eindampfen, dann sind wir frei, eine Meile gen Süd und der Anker fällt in der Paarden Bay/Surfers Beach, direkt neben der Landebahn des Flughafens. Der Wind fegt über uns hinweg und die ständigen Taxiboote erzeugen ordentlich Welle. Egal, die Sicht auf den Strand ist nicht schlecht und das Wasser herrlich. Samstag erkunden wir Oranjestadt. Mit dem Dingi geht es in die Renaissance Marina. Von hier sind es nur ein par Schritte in den Ort. So bunt, laut, voller Musik, Geschäfte aller Art, natürlich wieder viele Schmuckgeschäfte, sehr amerikanisch, gut Verkehr, namhafte Hotels, Kasinos. Es gibt eine kl. Trambahn die einmal quer durchfährt. Die Wassertaxis fahren wie durch eine Gracht in das Renaissance Hotel, mitten in die Mall, drehen, nehmen Leute auf und gondeln wieder hinaus. Herrlich dekadent. Nach so viel Reizüberflutung ! ist Sonntag Ruhetag. Der Wind brettert unvermindert mit gut 25kn über uns her. 

Aruba ist 30km lang, 9 km breit, die höchste Erhebung gerade mal 188m, nur 15sm von der Küste Venezuelas entfernt und hat 120 T Einwohner, mehr Amerikanisch-Spanisch als Spanisch-Holländisch.  Es gibt den Aruba-Florin, meist wird aber in USD gezahlt. Trinkwasser wird über Meerwasserentsalzungsanlagen gewonnen und mit der Windenergie werden gut 20% des Stromverbrauches geregelt. Aruba ist ein autonomes Land des Königreiches der Niederlande. Erst gab es Zuwanderung durch den Goldrausch im 19. Jahrhundert, dann folgten die Erdölraffinerien, die aber 2009 komplett eingestellt wurden. Heute ist es der Tourismus der die Insel beherrscht. (1,5Millionen Touristen pro Jahr) – Gefühlt landet alle 10 min ein Linienflugzeug neben uns auf der Landebahn, dazwischen die Inselhüpfer und ein paar Jets. 

 

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