30.05 - 05.06.2018

Puerto Rico - Mainland

Weitere 37sm sind es von der Ostküste bis in die Hauptstadt San Juan, die wir wunderbar segelnd in Ufernähe zurücklegen können. Sandstrände so weit das Auge reicht, bis der Flughafen sichtbar wird und dahinter die Stadt anfängt. 9sm nur Hochhäuser die direkt hinter dem Sandstrand aufschießen. Dann kommen die beiden großen Forts und deren Grünanlagen. Hinter dem Fort El Moro ist das Fahrwasser in die Bucht. An der Altstadt entlang, vorbei an den Kreuzfahrtschiffen legen wir den Anker vor den beiden kl. Marinas (Nautica u San Juan Bay Marina) mittendrin und doch ruhig, wir sehen sogar zwei mal Manatees,  eine Seekuhart die es hier gibt  Riesige namhafte Hotels, der kl Flughafen (Flugverkehr ununterbrochen) den Frachthafen auf der einen Seite, Kreuzfahrtschiffe und Altstadt auf der anderen, ein paar andere Boote noch, einiges an Jollenseglern. Nach einer ruhigen Nacht, die abrupt um 07 Uhr mit Hubschrauber und dicken Fracht-Truck Lärm zu Ende ist, machen wir uns auf Erkundungstour. Mit dem Bus geht es einmal um die Bucht herum nach Old San Juan. Mit Informationen aus dem Touristikbüro laufen wir zum Ersten der drei großen Forts. San Cristobal Castle. Nachdem 1492 Columbus bei seiner zweiten Reise die Insel offiziell in die Karten aufnahm haben sich die Spanier hier festgesetzt und die Einheimischen –Tainos- unterjocht. Ab 1533 wurden die Forts Fortaleza und El Morro angefangen. Engländer versuchten mehrfach die Insel zu erobern, was aber aufgrund der ausgetüftelten Verteidigung und der mehrfach verstärkten Mauern nicht gelang. Nach dem Spanisch-Amerikanischen Krieg 1898 wurde Puerto Rico US Territory. Zwischen den beiden Außenforts läuft man gut 20 min die alte Befestigungsmauer entlang, vorbei an dem großen Friedhof, der nur aus weißem Marmor zu bestehen scheint und an dem zum Ufer hin an den Hang hin gebauten Ortsteil La Perla (schrill, bunt, etwas heruntergekommen, nur Bars und laute Musik) und dann über die große Wiese (es ist unglaublich heiß) mit den Schulklassen und vielen Drachenfliegern. Dahinter liegt die eigentliche Altstadt. Kopfsteinpflaster, hohe, schmucke Häuser, Kirchen, Plätze mit Brunnen und Statuen und natürlich vielen Geschäften aller Art. Eine quirlige Stadt. Nach soviel ungewohnter Bewegung in der Hitze sind wir abends nur noch platt. Freitag ziehen wir mit regionalen Bussen weitere Kreise. Der Flughafen, der Zentral Platz u die riesige Einkaufs-Mal am Plaza las Americas. Hier kann auch endlich die gekaufte Telefonkarte aktiviert werden. Heute haben wir gelernt das Warten und entsprechend Geduld haben, hier üblich ist und wir das noch lernen müssen. Ob beim Voucher Ausdrucken im Copy Max, beim simplen Brot kaufen an der Kasse, beim Bus oder Kaffee Trinken, alles dauert ! Das Steakhaus Longhorn, direkt gegenüber der Marina ist dagegen schnell, sehr lecker und mit pfiffiger Bedienung. Samstag erhalten wir, nach geduldigem warten (über 1,5 Std.) den reservierten Leihwagen am Flughafen und fahren in den El Yunque National Forest. Es heißt es ist der einzige tropische Regenwald in Amerika. Über gut ausgebaute Highways, die aber ordentlich Schlaglöcher haben gelangen wir zum Rainforest Center. Es ist geschlossen. Von den anfahrbaren Wasserfällen ist nur einer offen und nur wenige Wanderwege bisher wieder freigegeben. Wenn man auch sonst auf der Insel nur noch wenig von Irmaria sieht, hier oben im Wald schon. Wir fahren bis zum kl. Wasserfall La Coca Falls und laufen später den netten Wanderweg Angelito bis zu einem Flussbett mit kurzem Fußbad zur Abkühlung - wunderbarer Regenwald in allen Schattierungen. Auf dem Rückweg füllen wir unseren Proviant mit Obst/Gemüse und Frischware im großen Supermarkt auf. Sonntag sind wir wieder früh unterwegs, den Highway gen West. Nach Arecibo. Es dauert etwas bis wir das Observatory gefunden haben. Die zweitgrößte Sternwarte der Welt (seid ein paar Jahren steht die größte in China, aber mit weniger Funktionen). Der Film ist interessant, die Führung der jungen Frau sehr ambitioniert und das große Teleskop in der hügeligen grünen Landschaft eingepasst, imposant. Wir fahren weiter ins Landesinnere, kleine flache Dörfer, vieles bunt gestaltet, ein paar Felder, suchen und finden den Riu Camuy Caves Park – Leider ist auch der noch geschlossen (Es sollte eine Wanderung durch ein Fluss-Höhlen Gebiet werden). Nach einer weiteren halben Std. erreichen wir Caguana-Indian Ceremonial Park. Den schauen wir uns aber nur kurz an. Es ist brütend heiß und die Ausgrabungsstätte über die Lebensweise der Ureinwohner – Tainos- liegt auf offenem Feld in der Sonne. Die Fahrt weiter nach Ponce geht per Serpentinen in die Gebirge rauf und wieder runter. Immer wieder herrliche Aussichten. In Ponce selbst sind wir erst am späten Nachmittag. Wir entscheiden uns die Altstadt nicht zu besuchen und uns den Paseo Tablado La Guancha – den Walkway an der Marina anzuschauen. Kirmesartiger Rummel empfängt uns. Der hölzerne Walkway am Ufer ist leider gesperrt. Morsch und von Irmaria beschädigt ist er geschlossen. Was die Puerto Ricaner nicht daran hindert ihren sonntäglichen Treffpunkt Richtung Parkplatz auszudehnen. Neben temperamentvoller Livemusik, gibt es interessante Karaoke und schrecklich laute Boxen-Musik. Die Vorliebe für süßes und Schmalzgebackenes sieht man den Menschen hier überall an. Der Highway zurück geht über die östl. Route, vorbei an Bananenplantagen und Obstbaum Felder (sahen wie Mangobäume aus), Pferdefarmen und Kuhwiesen. Alles saftig grün. Montag früh noch auf einen Sprung in einen großen Shipchandler, dann geben wir das Auto am Flughafen wieder ab und fahren mit dem Bus wieder in die Altstadt. Schlendern durch die alten Straßen (heute liegt kein Kreuzfahrtschiff hier. Es ist wesentlich ruhiger und einiges hat auch zu!) In einem Bericht über Puerto Rico hatten wir über ein Art Hotel –The Gallery Inn-gelesen. Es dauert etwas aber dann ist es gefunden. Ein verwinkeltes weitläufiges, altes Haus mit mehreren Innenhöfen, gespickt mit uralten Möbeln, Bilder und Krimskrams, mehrere Papageien (echten) – sehr urig. Bei allem positiven über die Stadt, Insel und die überaus freundlichen und hilfsbereiten Leute, bleibt einem die Armut vieler nicht verborgen. Bettler an den Kreuzungen, vor den Restaurants und Supermärkten, ärmlichst angezogene Menschen im Bus. Polizei Präsenz, Security überall, Häuser mit Gittern vor Fenster und Türen, machen auch nachdenklich. Es gibt eine Studie in welchem Land die Menschen am zufriedensten sind und nach dieser liegen die Puerto Ricaner  im Ranking immer unter den ersten fünf der Welt (steht auch auf den Autoschildern!) Eine sehr kontrastreiche interessante Insel.

Dienstag heben wir sehr früh den Anker. Gegen 05.30 verlassen wir San Juan. Wir müssen einige SM gegen Wind und Welle fahren und morgens ist beides noch ruhiger. Nach gut sechs Motorstunden und 32sm bei moderater Welle erreichen wir die Ostküste von Puerto Rico. Auf der kl. Insel La Cordillera verbringen wir den Nachmittag um uns abends hinter die 4sm entfernte ruhige Isleta Marina vor Anker zu legen. Mittwoch ist es auch kaum hell als wir den Anker heben. Heute sind es direkte Linie nur 18 Meilen, aber wir müssen aufkreuzen. Nach gesegelten 28sm nehmen wir vor der Insel Cayo de Luis Pena, unweit Culebra, eine Boje auf, der Wassermacher läuft und schnorcheln macht immer noch Spaß. Übernachtet wird aber 5sm weiter auf Culebra in der großen Ensenada Honda Bucht. Hier gehen wir dann auch Donnerstag früh wieder zum Flughafen um bei den ausgesprochen freundlichen Beamten auszuklarieren. Sie waren ehrlich interessiert wie uns die Insel gefallen hat und was wir uns alles angesehen haben. Es ist wieder unglaublich heiß und im Ort geht kaum ein Wind. Heute Abend wollen wir im Dingi Dock noch einen Abschluss Snack nehmen – dann geht es morgen früh raus Richtung ABC Inseln, 420 sm – Ziel Bonaire

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