22 - 29.05.2018

Puerto Rico 

Knapp 40 angenehme Segelmeilen sind es Dienstag bis nach Culebra, die kl. Insel vor Porto Rico. Wir melden uns per Telefon bei Homeland Security/Boarder-Control an. Da Puerto Rico Teil der USA ist gelten hier die selben Regularien wie auf dem Festland. Wir bekommen eine Eintragungsnummer mit der sind wir offiziell mit unserem Boot nun in die USA eingereist und registriert. Am Morgen sollen wir uns bei den Offiziellen in Culebra melden für den Schreibkram. Die große Bucht Ensenada Honda hat eine Länge von 2 sm und der Anker fällt hinter einer kl. Mangroven Insel – Cayo Pirata- Wir sind angenehm überrascht. Irmaria war auch hier, aber die vielen stabilen Häuser sind nur wenig beschädigt, bzw. sehen renoviert aus. Die etwas größeren Bäume sehen nicht zerrupft aus. Mittwoch fahren wir mit dem Dingi zur Brücke (Diese Durchfahrt zwischen Honda und Außenküste kann nur mit dem Dingi befahren werden)und laufen ca 20min bis zum kl. Flughafen. Ein Satz Papiere ausfüllen, der Beamte ist sehr freundlich und wir sind in den USA einklariert. In dem kl. Ort Culebra selbst ist reges treiben. Die Dinghi Dock Bar ist frisch renoviert, hat seit ein paar Tagen wieder auf, das regionale Bier –Medalla- schmeckt und Internet funktioniert hier auch. Donnerstag leihen wir uns einen Golf-Caddy – die Insel ist klein, das sollte reichen. Der Vermieter hört, dass wir Deutsche sind. Er war zwei Jahre mit der Army in Deutschland stationiert und ist auch interessiert zu hören wie es auf den BVIs aussieht. Er lobt die USA in höchsten Tönen für die aktive Hilfe nach Irmaria. Wir hätten gerne noch weiter erzählt, aber sein Laden brummt, er hat viel zu tun. Wir fahren nach Flamenco Beach, ein super schöner langer Strand, Palmen, klares Wasser, kaum Leute, ein kl. Campingplatz dahinter, aufgeräumt sauber. Auf dem Weg zum nächsten Strand liegt die uns beschriebene Gas-Station. Ein Kollege ist da und meint er könnte füllen. Wir beeilen uns die Flaschen vom Boot zu holen – die Adapter passen leider alle nicht ! Auf der NO Seite liegt Zoni Beach, ein Strand der nur tags genutzt werden darf, da hier nachts Schildkröten ihre Eier ablegen. Wir sehen drei abgegrenzte Bereiche die Nester schützen. Wir fahren kreuz und quer, kleinere Strände, durch viele Gassen, an recht netten Villen vorbei auf teilweise unbefestigten Straßen (wir wissen jetzt warum so viele Jeeps hier herumfahren). Den Abschluss bildet wieder die Dinghi Dock Bar. Die riesigen gut gefütterten Tarpune schwimmen zwischen den angebundenen Dinghis, der Laden ist von Locals gut besucht.

Freitag segeln wir die 7sm bis nach Culebrita. In der Tortuga Bay nehmen wir eine Boje auf. Es ist die Idylle pur. Ein langer hellweißer Strand, Palmen, Büsche/Bäume dahinter, türkisblaues Wasser und nur eine Handvoll Boote - Ruhe! Ein Genießer Tag! Samstag wird es schon während des Frühstückes voller. Wochenende, Culebrita ist die! Ausflugsinsel der Puerto Ricaner. Als gegen Mittag die Motorboote Anker/Heckanker in einer Reihe liegen (man kann kaum noch den Strand sehen) verlegen wir uns an die nicht minder schöne, aber vom Wasser her wesentlich unruhigere Ostseite der Insel. Wir finden den kl. Trail hoch zum Leuchtturm, genießen die Aussicht und staunen nicht schlecht – in Tortuga Bay liegt man jetzt in drei Reihen zum Strand hin. Bestimmt 70-80 Boote, laute Musik, Party.  Abends zirkeln wir auf Culebra hinter das Riff in die Bahia de Almodovar. Das Riff hält die Welle draußen, kein Badewasser, aber sehr ruhiges Liegen. Eigentlich wollten wir Sonntag weiter nach Viequez, aber nachdem wir uns wieder nach Culebrita verlegt hatten will der Wassermacher nicht so wie Jost will. Also wird bei 32Grad in der Kabine repariert. Montag ist Memorial Day, also langes Wochenende für die Insulaner und deshalb auch soviel los.

Dienstagmorgen holen wir noch per Internet im Dinghi Dock aktuelles Wetter und steuern dann Viequez an. Nach einer Weile wird die Welle mehr als ungemütlich. Unregelmäßig und wesentlich höher als vorgesagt haben wir sie auf der Seite und ein- zweimal auch im Cockpit. Auf der Südseite der grünen Insel suchen wir uns den Weg durch ein Riff (die Navionics Karte stimmt genau) und liegen in einer von Mangroven umgebenen großen Bucht für uns ganz alleine und sehr ruhig. Der große Nachteil – aus dem dahinterliegenden Sumpfgebiet zieht oft ein starker Schwefel/Fäulnis Geruch herüber! Dienstag zirkeln wir wieder heraus und segeln die Küste gen West. Vor dem kl. Ort Esperanza nehmen wir eine Boje auf. Der kl. Ort liegt recht gut geschützt hinter einem Riff und zwei kl. Inselchen und zwei Bars sehen einladend aus – aber es duftet wieder ganz schrecklich nach diesem Schwefel/Fäulnis. Wir bleiben genau 10min. dann legen wir die Boje wieder frei, ziehen die Genua auf und segeln weiter. Um die Westseite von Viequez herum gen Nord (überall sind schöne Palmenstrände) nach Porto Rico. Gegenüber Fajardo, vor der Isleta Marina legen wir unseren Anker nach 34sm. Nachsaison, kein Betrieb, die Marina liegt wie verlassen da und auch die Hochhäuser auf dem Inselchen zeigen kein Leben.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0