30.04 - 04.05.2018

Montag fahren wir mit dem Dingi durch den Lagoon Entrance, unter der Sandy Ground Brücke her in die große Lagune. Die geschlossene Lagune ist hoheitlich getrennt (holländisch/französisch) und kann von beiden Seiten durch sich mehrmals am Tag öffnenden Brücken angelaufen werden. Hier sind die Folgen von Irma und Maria noch allgegenwärtig. Kaum ein Pier ist unbeschädigt, einiges an Booten angeschwemmt, halb versunken mittendrin oder stark beschädigt am Ufer aufgestellt. Das mit dem Ankern in der Lagune werden wir uns verkneifen. Das offizielle Port Office scheint komplett geschlossen. Ein Segler verrät uns das Einklarieren im Ship Chandler –Island Water World- zu machen sei. Der ist neben dem zerstörten Tourist-Office und hat wieder geöffnet. Jost schleicht durch die gut sortierten Regale während ich am Computer die Daten eingebe. Danach erkunden wir den Ort. Überall wird repariert und wieder eröffnet aber es ist noch arg viel zu tun. Es ist heiß, wir fahren zum Boot zurück und arbeiten ein paar Punkte unserer To Do Liste ab. In der bunt zusammengestellten Bar Raymond nahe des Dingi Docks nehmen wir unser wohlverdientes Abend Bier. Der junge Rastaman der bedient hat nicht viel zu tun und ist aufgeschlossen gesprächig – richtig nett.

 

Dienstag der 1.Mai ist auch hier Feiertag. Alles hat zu und vom Ufer schallt Musik herüber. Wir machen ihn zum Arbeitstag. Bilgencheck, Oelwechsel, Winsch Service, Wasserpass u Unterwasserschiff v Muscheln befreien. Dazu immer wieder starke Regenschauern. Mittwoch durchqueren wir mit dem Dingi die Lagune zur holländischen Seite. Hier sieht es auch nicht besser aus. Der große Ship Chandler Budget Marina wird eingehend untersucht und kaum sind wir auf dem Rückweg, erwischt uns heftiger Regen! Patschnass am Boot zurück ist die Arbeitsmotivation erst mal dahin. Donnerstag geht die Brasselei weiter. Jost arbeitet am Boot und ich lasse mich im Waschsalon nieder. Abends gehen wir mit der deutschen Crew des Nachbarschiffes –Sabir- Ilja u Stephan im Ort was trinken. Die Beiden sind die letzten fünf Jahre rund um die Welt unterwegs gewesen und nun auf der letzten Etappe. Unsere Neugierde ist groß, die Beiden erzählen gerne und so endet der feuchtfröhliche Abend sehr spät auf deren schönem Boot. Freitag wollen wir ein wenig von der Insel sehen und steigen in einen der lokalen kl. Busse ein, schaukeln die Simpson Bay entlang bis nach Philipsburg. Wir wussten, dass es eine Kreuzfahrtschiff Hochburg ist, aber so enttäuschend, nun ja. Auch hier hat der Hurrikan natürlich nicht halt gemacht, vieles liegt im Argen. Die beiden Hauptstraßen in Ufernähe sind voller Billigläden oder Schmuck Shops mit Security davor. Wir laufen eine Weile kreuz und quer, am Ufer zurück und nehmen dann den nächsten Bus wieder nach Marigot zurück. Wieder an Bord fegt ein Regenguss-Windboen-Mix nach der Anderen über die Bucht. Dabei ist es schwül warm.

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