12. -16.04.2018

Nachdem die Männer ihre Drohnen fliegen haben lassen nehmen wir Anker auf um in die 4sm nördl. gelegene –Big Bay- zu fahren. (Antigua brüstet sich damit 365 Strände zu haben – für jeden Tag einen. Naja, aber es sind wirklich unglaublich viele) In der Kabine duftet es nach frischem Brot aus der Brotbackmaschine, und im Ofen brutzelt noch ein Bananenkuchen. Mitten in der Bay liegt ein großes Wrack auf nur 2-3m Tiefe. Wir gehen mit dem Dingi an den herausragenden Schornstein und wollen schnorcheln. Leider ist die Sicht äußerst bescheiden und wir halten uns nicht lange auf. Den Bananenkuchen gibt es abends als Nachtisch dann auf der Olena.

Freitag gehen wir, leider viel unter Motor, südlich nach Falmouth Harbour. Zwischenstop/Schwimmpause legen wir in der Carlisle Bay vor einer netten flachen Hotelanlage ein. Den Wind auf der Nase und gut Welle sind wir froh als in der großen Bucht zwischen etlichen Booten der Anker fällt. Falmouth liegt an der gleichen Landzunge wie der berühmte English Harbour, mit Nelsons Dockyard nur auf der westl. Seite. Wir bleiben vier Tage hier. Admiral Nelson war hier 1784 stationiert (damals noch als einfacher Flotten Kapitän) Die englische Flotte hatte die gut geschützte Bucht als Stützpunkt in der Karibik ausgebaut, speziell aber für Reparaturen. 1949 begann die Restauration der alten Gebäude, die heute ein Fort, ein Museum, ein gr. Segelmacher, Marina, und etliche kl. Gewerke und Shops beherbergt. Die Antigua Classic Week fängt in gut einer Woche an, danach folgt direkt die Antigua Sailing Week – die Highlights des Jahres. Demnach liegen hier mehr schicke, große, alte Zweimaster und auf Hochglanz polierte Holzboote als ich je gesehen habe. Das wir um einige im Hafen lange herumschwänzeln versteht sich von selbst. Die Männer diskutieren die technischen Errungenschaften und die Kids kichern über die halbnackten Gallionsfiguren. Den gut sortierten Supermarkt auf halbem Weg zwischen den beiden Orten suchen wir mehrfach auf – aber auch wegen des guten Internets. Seglertreffpunkt. Alle sitzen auf dem überdachten Vorplatz und nutzen die günstige Kombination.  Am Sonntagnachmittag ist Bewegung angesagt. Wir sieben gehen von Falmouth aus ein Stück Strasse, dann den schönen, zügig ansteigenden Lookout-Trail (oder aus Desmonds Trail) hinauf zu den Shirley Heights. Einem traumhaften Aussichtspunkt über beide Buchten. Im Restaurant oben spielt ab 16 Uhr eine Kreolische Band auf den althergebrachten Steel-Drums. Dazu gibt es Barbeque. Amerikanisch touristisch aufgemacht, aber absolut Sehens- und Hörenswert. 

Montag – Olena hat Freunde entdeckt und da wir nicht auf der Flucht sind, bleiben wir noch. Den Abend verbringen wir alle auf dem schicken amerikanischen Katamaran –Ventus- (Pärchen mit drei Kids die seit einem Jahr unterwegs sind) Immer wieder neue Welten. Interessant.

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