08 - 11.04.2018

Sonntag wird der Anker früh gehoben. Kaum aus der Bucht raus, haben wir auch schon herrlichen Segelwind. Die Welle ist zwischen den Inseln eine Weile etwas ruppig, wird dann aber wieder moderat. Der Wind bläst mit 14-18kn, Olena ist Sichtweite – ein klasse Segeltag. Als wir die Südspitze Antiguas erreichen und auf der westl. Seite entlang segeln, ist das Wasser nicht tief (oft nur 4-6m) und hell-türkis Farben. Vor Jolly Harbour fällt der Anker nach 48sm in nur 3m hellblauem Wasser auf Sandgrund.  Die beiden Skipper fahren noch in den inneren Hafen zum einklarieren. Die Offiziellen sind freundlich, doch ist es aufwändiger als im französischen Teil. Drei Büros sind aufzusuchen, Immigration, Customs und Port Authorities. Letzteres hat schon zu. Also morgen auf ein Neues. Genau neben uns legt die –Flow-ihren Anker. Wieder ein schönes Wiedersehen mit einem bekannten Boot. Nachdem wir am Montagfrüh unsere Cruising Permit bei der Port Authority erhalten haben (40 EC$), erkunden wir den großen Hafen-Komplex mit dem Dingi. An den Ausläufern wurde aufgeschüttet und nette Häuser gebaut (teils freistehend, teils Reihenhäuser) Alle haben einen eigenen Pier und die meisten auch ein Boot davor(in allen Größen!) Amerikanisch-Creolischer Stil – nicht schlecht. Später verlegen wir uns für ein paar Std. aus dem Ankerfeld heraus um den Generator für Wasser und den Tauchkompressor für die Flaschen laufen zu lassen. Mit dem Lärm würde man sich innerhalb des Ankerfeldes keine Freunde machen. Abends laufen wir durch die kl. Anlage und sitzen zu drei Crews auf ein Glas Bier und um Internet abzugreifen. Dienstag müssen die Männer unbedingt noch zum Shipchandler! Ich durchforste den sehr gut sortierten aber recht teuren Supermarkt(Währung: East Caribbean Dollar ). Gegen Mittag segeln Olena und wir in die 2sm nördl. gelegene Bucht –Five Island Harbour-  Große Bucht, langer Sandstrand, Mangroven dahinter – wir zwei Boote alleine! Der Strand ist uns und Jost versucht den Kite fliegen zu lassen. Durch den böigen Wind und mangels Übung klappt das leider nur mäßig. Beachlive, schwimmen, toben, Muscheln suchen. Abends wird der Magen dann gemeinsam beim Barbecue wieder gefüllt. 

Antigua (ehemals Englisch)ist eine flache Insel. Die höchste Erhebung ist der etwa 450m hohe Bobby Peak, der auch von Regenwald umgeben ist, aber ansonsten hat es mehr Sträucher als Bäume. Das Regenwasser wird in Becken gesammelt und es gibt Entsalzungsanlagen. Angeblich soll es hier selten regnen. Wir merken nichts davon. Zwei/dreimal am Tag und in der Nacht fegt eine ordentliche Wind- und Regenschauer über uns hinweg bei 26-30 grad Lufttemperatur. Mittwoch wird das Kiteboard als Wakeboard umfunktioniert und hinter dem starken Dingi der Olena klappt das auch perfekt. Getoppt wird das mit noch mit stehendem Surfer auf dem Surfboard incl. Kids – was für ein Spaß. Bei abendlicher Ruhe und noch sternenloser Dunkelheit hören wir zwar einen Motor sich schnell nähern aber kein Licht. Als das Boot nur noch ein paar Meter entfernt ist, werden wir angestrahlt und Blaulicht leuchtet kurz – Antigua Coast Guard. Unser Boot wird nur abgeleuchtet. Bei der Olena gehen sie an Bord und kontrollieren Papiere, Sicherheitsausrüstung und Beladung, freundlich aber bestimmt. Laure darf sogar Fotos machen, dann sind sie nach einer halben Std. wieder weg.

 

 

 

 

 

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