27.02 - 3.03.2018

Nach einem angenehmen Segeltag fällt der Anker nach nur 24 sm vor St. Anne der großen Bucht Le Marin auf Martinique. Einklariert wird an der Imbissbude! von Boubou am Computer. Das macht man selbst, Boubou unterschreibt, stempelt und fertig. Martinique ist Frankreich, es gibt frisches Baguette, gezahlt wird in Euro und der Supermarkt hat zivile Preise. Wir erkunden die riesige Bucht mit dem Dingi. Neben der großen Marina, liegen in der gesamten Bucht mehr als 400 Boote, alle gut verteilt, schmale Sandstrände, grüne Wiesen, die große Club Med Anlage mit dem Palmensandstrand. Hier und da die tauchen die Köpfe der großen Schildkröten auf die in der Bucht leben. Das SUP kommt eifrig zum Einsatz. Das Wetter ist konstanter, kaum Squalls. Wir geben unsere Genua zur Reparatur ab. Dafür müssen wir ein Stück den Fluss hoch durch die Mangroven bis vor die Werkstatt fahren. Mit dem Kran wird das Segel aus dem Dingi direkt in die erste Etage der großen Halle gehievt. Sehr professionell hier. Samstags schon können wir es wieder abholen. Wunderbar. Wir gehen einkaufen. Mit dem Dingi an einen Steg, neben vielen anderen angelegt, der Supermarkt direkt dahinter anschließend mit dem vollen Einkaufswagen retour – Genial wie beim Einkauf zu Hause. Mit in der Bucht liegt Olena, der Schweizer Katamaran – Wir verbringen einen lustigen Abend mit Laure, Stephan und ihren quirligen Kindern. Bei Bobou gibt es Spezial-Pitas und anschließend noch einen Absacker in einer netten Bar mit Lifemusik. Olena geht Samstag weiter nach Fort de France. Wir verlegen uns Freitag in den inneren Teil der Bucht, abseits der Marina, von Mangroven umgeben. Es ist herrlich ruhig hier. Nicht weit von uns liegt der Schweizer Katamaran Vairea mit Martina und Daniel, die wir auf den Kanaren kennengelernt haben – Grund genug für einen Sundowner bei uns an Bord mit vielseitigem Erfahrungsaustausch. Unweit unseres Ankerplatzes haben sich drei Segelschiffe zu einer U-Form verbunden, bunte Bänder dazwischen gespannt und als heute Abend jede Menge Dingis dorthin fahren, werden auch wir neugierig. Eine Art Zirkus/Gaukler Truppe, musiziert, tanzt, turnt zwischen den Masten, Videoleinwand dazu. Mit dabei die Piraten die wir schon in Bequia gesehen haben. Ein Wanderprojekt, sehr lustig gemacht. Locker 30-40 Dinghis, miteinander verbunden, Kinder, Erwachsene, jeder etwas zutrinken & Snacks dabei. Ein Pirat klettert von Dingi zu Dingi, lässt den Hut rundgehen. Eine lockere Atmosphäre. Wir klinken uns irgendwann aus. Noch lange hören wir das Saxophon, die Querflöte und den Trommler. Zwischendurch Gelächter und wenn es still ist das Quaken der Frösche aus den Mangroven.

Nach einem herrlich gammeligen Sonntag, tauschen wir Montagmorgen bei kaum Wind die reparierte Genua gegen das Ersatzsegel. Danach fahren wir mit dem Dingi eine Runde. Erst an die Marina, die diversen Ship Chandler durchforsten, einen Snack in dem netten Mango Restaurant und nochmals zum Anleger des Supermarktes. Gegen Mittag verlegen wir uns wieder nach St. Anne. Vorsichtig manövrieren wir durch die Sandbänke und anderen Boote hindurch. Nicht weit von der Vairea fällt der Anker. Ich gehe noch eine Runde am Ufer entlang in den Ort laufen. Als Jost mich mit dem Dingi abholt schüttet es wie aus Eimern. Es wird weniger und in Regencapes eingepackt fahren wir zurück zum Boot.  Abends genießen wir einen gemütlichen Sundowner auf dem schicken Katamaran von Martina und Daniel. Die Beiden gehen Dienstag nach St. Lucia, wir ein paar Meilen die Küste gen Nord nach Les Anses D`Arlet.

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