13. - 15.01.2018

Samstag: Landfall – Mindelo

Wir versuchen unsere 5 kn Speed zu halten. Tag und Nacht werden wir wieder von hohen Wellen begleitet. Wir zählen die Meilen runter. Als es hell wird haben wir gute Sicht auf die Insel Sao Vincente und die Einfahrt vorbei an den dicken vor Anker liegenden Tankern nach Mindelo. Die Wellen sind nochmal vom feinsten. Die SINA ist direkt vor uns und die WILDERNESS 2sm hinter uns. Perfekt. An der Fuel Station legen wir nach 6 Tagen/20 Std. und 896sm an und warten dass der Marinero uns in die Box geleitet. Die anderen drei (Olena, Sandro, Tubalcain) incl. Jimmy Cornell begrüßen uns herzlich. Sie haben es alle gestern bis abends geschafft. Gegen 10 Uhr liegen alle Boote an einem Pier. Der Wind heult und der Steg schaukelt nicht schlecht. Jimmy nutzt die Gelegenheit und sammelt alle zur ersten Besprechung in der Hafenbar. Wir melden uns in der Marina an, räumen ein wenig auf, dann geht Jost erst mal eine Mütze Schlaf nachholen. Ich entsalze Serenity/kleine Reinigung. Ich selbst nutze die Hafendusche-herrlich. Abends treffen wir uns (zusammen sind wir 20 Erwachsene u 3 Kinder) in der Hafenbar, ein Bereich ist für uns abgetrennt und der Marina CEO begrüßt uns, liefert nette Tapas und der erste Caipirinha schmeckt köstlich. Mir jedenfalls, Jost steigt um auf Bier. Ein lauter, lustiger supernetter Abend.

 

Sonntag wird lange geschlafen. Nach dem Frühstück arbeiten wir einen Teil der To-Do-Liste ab. Der Spinnakerbaum hat gelitten und muss repariert werden, tanken, Genualeinen neu verlegen, diverse kleinere Checks und nicht zu vergessen die ganzen kleinen Smalltalks rechts und links. Nachmittags dann geht es in den Ort. Es ist Sonntag und sehr ruhig. In der Ferne hören wir Trommelwirbel – Die Crew der Olena berichtet später von einem schönen wilden, teils maskierten, tanzenden Umzug. Schade verpasst. Ein nettes Kaffee mit netten Leckereien in der auch die Crew der Sina und Sandro einlaufen finden wie in einer Seitenstraße. Als wir rausgehen werden wir das erste Mal mit bettelnden Leuten konfrontiert. Abends versuchen wir alle gemeinsam in ein Restaurant zu kommen, aber das ist zu voll. Die Truppe teils sich und zu Acht suchen wir ein anderes Lokal auf, welches wir empfohlen bekamen. Wir sind die einzigen Gäste, vieles auf der Karte ist leider nicht zu haben, das was dann kommt ist sehr lecker. Jeder scheint bereits ein bewegtes Leben gelebt zu haben und mit jedem Bier werden die Themen mehr.

 

Montag, direkt gegen 8 Uhr gehen wir zur Immigration und klarieren ein, unkompliziert und schnell. Gegen Mittag kommt  Gianluca – leider ohne Gepäck. Beide Stücke hatten den kurzen Turnaround in Lissabon leider nicht geschafft. Hoffentlich morgen. Gegen Abend sind wir abermals zum Sundowner eingeladen – Heute auf der Tubalcain. Laut und lustig mit französischem Pastis. Im Ort selbst gehen wir dann mit der Crew der Sina  lecker essen.

 

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